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Full text of "Nordisches Plankton : botanischer teil, band 8"

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Nordisches Plankton 

HERAUSGEGEBEN VON 

PROF. DE- K. BRANDT und PROF. DI C. AP8TEIN 

UNTER MITWIRKUNG VON 

DR. BENDL-GRAZ, PROF. DR. BORGERT-BONN, DR. VAN BREEMEN-HAAG, 
DR. VON BUDDENBROCK-HEIDELBERG, PROF. DR. CARLGREN-STOCKHOLM, 
PROF. DR. EHRENBAUM -HAMBURG, PROF. DR. GRAN-CHRISTIANIA, DR. 
HAMBURGER-HEIDELBERG, PROF. DR. HARTLAUB-HELGOLAND, DR. HOEK- 
HAARLEM, PROF. DR. LAUTERBORN-LUDWIGSHAFEN, DR.E.LEMMERMANN- 
BREMEN, PROF. DR. LENZ -LÜBECK, PROF. DR. LOHMANN-KIEL, DR. MOR- 
TENSEN-KOPENHAGEN, PROF. DR. MÜLLER -GREIFS WALD, MAG. SCIENT. 
O VE P AULSEN-KOPENH AGEN, PROF. DR. PFEFFER-HAMBURG, DR. POPOFSKY- 
MAGDEBURG, PROF. DR. REIBISCH -KIEL, PROF. DR. RHUMBLER-HANN.- 
MÜNDEN, DR. SCHRÖDER- HEIDELBERG, PROF. DR. SIMROTH - LEIPZIG, 
DIREKTOR DR. STRODTM ANN -WILHELMSBURG (ELBE), DR. TATTERS ALL- 
MANCHESTER, PROF. DR. VANHÖFFEN-BERLIN, PROF. DR. VOSSELER-HAM- 
BURG, PROF. DR. WILLE-CHRISTIANIA, DR. WILLIAMSON-ABERDEEN UND 

DR. ZIMMER-BRESLAU. 



Fünfzehnte Lieferung. 



Inhalt: 
XIII. Ciliata mit Ausschluss der Tintinnoidea. Von Drs. CL. 
HAMBURGER und W. VON BUDDENBROCK-HEIDELBERG. 

(XII. Craspedote Medusen. I. Teil, 2. Lieferung. Von Prof. Dr.^ 
CL. HARTLAUB-HELGOLAND. 



KIEL UND LEIPZIG 

VERLAG VON LIPSIUS & TISCHER. 
1911. 



Preis Mark 20.— 

Umseitige Anzeige gefl. Beachtung empfohlen. 



Verlag von Lipsius & Tischer, Kiel und Leipzig. 



Vor Kurzem erschien: 



Das Leben im Ozean 



nach 



Zählungen seiner Bewohner. 

Uebersicht und Resultate der quantitativen 

Untersuchungen. 



Von 

Prof. Dr. V. Mensen. 

V, 406 Seiten gr. 4o. Mit 77 Textfiguren, 28 Tabellen und 1 Tafel. 

Preis Mark 90.— 



Das vorgenannte Werk, auf das die wissenschaftliche Welt seit mehr als 
20 Jahren mit Spannung gewartet hat, bildet zugleich den Schluß-Stein der von 
demselben Verfasser herausgegebenen „Ergebnisse der Plankton-Expedition der 
Humboldt-Stiftung" und dürfte als Grundlage für die Arbeiten kommender Ge- 
lehrten-Generationen noch nach vielen Jahren anerkannt werden. 



Verbesserungen: 

p. 86 Fig. 103 rechts ist um ISO*» zu drehen. 

^' '^' sind durch Verschulden der Druckerei beim 

p. 87 Fig. 104a I 

Reindruck verkehrt eingesetzt, sie müssen ebenfalls um 
180" gedreht werden. 



XIII. Nordische Ciliata 

mit Ausschluss der Tintinnoidea. 

Von 
Dr. Cl. Hamburger und Dr. von Buddenbrock- Heidelberg 



Einleitung. 

Eine Bearbeitung der pelagisch lebenden Ciliaten, wie sie der Plan dieses 
Werkes eigentlich erfordert, ist zur Zeit noch nicht möglich. Obgleich man 
eine sehr große Anzahl im Meere lebender Ciliaten kennt, so sind doch nur 
verschwindend wenige davon sicher als pelagisch festgestellt. 

Der Grund hierfür liegt einerseits darin, daß das Interesse für die marinen 
Infusorien schön seit geraumer Zeit ein lebhaftes ist und die Protozoenforscher 
teils die zwischen Algen oder sonst im Meere frei herumschwimmenden, teils die 
in ihren Seeaquarien (fern von der Meeresküste) auftretenden Formen schon zu 
einer Zeit untersuchteji und beschrieben, in der von einer Planktonforschung 
im heutigen Sinne noch nicht die Rede war, und die Art der Erbeutung des 
Materials nur sehr gelegentlich erwähnt wird. 

Andererseits spielt die Zartheit der Objekte und die Schwierigkeit, In- 
fusorien aus konserviertem Material zu identifizieren, hierbei eine nicht zu unter- 
schätzende Rolle. Von vornherein wäre es nicht von der Hand zu weisen, 
solche Formen, welche bisher ohne genaue Angabe der Art ihrer Erbeutung 
im Meere des Gebietes gefunden wurden und nach ihrer Konstitution plank- 
tonisch sein könnten, hier aufzunehmen und solche, die sich mehr kriechend 
fortbewegen, wie die Hypotrichen oder festsitzen wie die Peritrichen, aus- 
zuschalten; demgegenüber ist aber zu bemerken, daß gerade unter den von 
der modernen Forschung zum Plankton gerechneten Infusorien sich Formen 
finden wie Vorticella striata und Zoothamnium marinum, und verschiedene 
Cothurnien, welche man nach diesem Grundsatz gerade von den pelagischen 
Formen ausschließen würde. 

Nord. Plankton. XIII 1 



Verlag von Lipsius & Tis 



Vor Kurzem erschien: 



Das Leben im Ozean 



nach 



Zählungen seiner Bewohner. 

Uebersicht und Resultate der quantitativen 

Untersuchungen. 



Von 

Prof. Dr. V. Hensen. 

V, 406 Seiten gr. 4o. Mit 77 Textfiguren, 28 Tabellen und 1 Tafel. 

Preis Mark 90.— 



Das vorgenannte Werk, auf das die wissenschaftliche Welt seit mehr als 
20 Jahren mit Spannung gewartet hat, bildet zugleich den Schluß-Stein der von 
demselben Verfasser herausgegebenen „Ergebnisse der Plankton-Expedition der 
Humboldt-Stiftung" und dürfte als Grundlage für die Arbeiten kommender Ge- 
lehrten-Generationen noch nach vielen Jahren anerkannt werden. 






Xlll. Nordische Ciliata 

mit Ausschluss der Tintinnoidea. 

Von 
Dr. Cl. Hamburger und Dr. von Buddenbrock- Heidelberg 



Einleitung. 

Eine Bearbeitung der pelagisch lebenden Ciliaten, wie sie der Plan dieses 
Werkes eigentlich erfordert, ist zur Zeit noch nicht möglich. Obgleich man 
eine sehr große Anzahl im Meere lebender Ciliaten kennt, so sind doch nur 
verschwindend wenige davon sicher als pelagisch festgestellt. 

Der Grund hierfür liegt einerseits darin, daß das Interesse für die marinen 
Infusorien schön seit geraumer Zeit ein lebhaftes ist und die Protozoenforscher 
teils die zwischen Algen oder sonst im Meere frei herumschwimmenden, teils die 
in ihren Seeaquarien (fern von der Meeresküste) auftretenden Formen schon zu 
einer Zeit untersuchten und beschrieben, in der von einer Planktonforschung 
im heutigen Sinne noch nicht die Rede war, und die Art der Erbeutung des 
Materials nur sehr gelegentlich erwähnt wird. 

Andererseits spielt die Zartheit der Objekte und die Schwierigkeit, In- 
fusorien aus konserviertem Material zu identifizieren, hierbei eine nicht zu unter- 
schätzende Rolle. Von vornherein wäre es nicht von der Hand zu weisen, 
solche Formen, welche bisher ohne genaue Angabe der Art ihrer Erbeutung 
im Meere des Gebietes gefunden wurden und nach ihrer Konstitution plank- 
tonisch sein könnten, hier aufzunehmen und solche, die sich mehr kriechend 
fortbewegen, wie die Hypotrichen oder festsitzen wie die Peritrichen, aus- 
zuschalten; demgegenüber ist aber zu bemerken, daß gerade unter den von 
der modernen Forschung zum Plankton gerechneten Infusorien sich Formen 
finden wie Vorticella striata und Zoothamnium marinum, und verschiedene 
Cothurnien, welche man nach diesem Grundsatz gerade von den pelagischen 
Formen ausschließen würde. 

Nord. Plankton. XIII 1 



XIII 2 Einleitung. 

Wir haben uns daher, um die Brauchbarkeit der Arbeit zu erhöhen, und 
da eine erneute systematische Durcharbeitung der Infusorien dringend nötig 
war, entschlossen, alle bisher im Meere erbeuteten Ciliaten zu erwähnen und 
die im Gebiet vorkommenden systematisch durchzuarbeiten. 

Das Bütschlische Protozoenwerk von 1887/89 erstreckt sich nur bis zu 
den Gattungen und erwähnt nur gelegentUch (z. B. bei den Figurenerkl.) die 
Synonymie der Arten. Die letzte ausführliche Durcharbeitung der Species 
stammt von Kent 1880—82. Wie schon Bütschli bemerkt, hat dieses Werk 
den großen Fehler, daß der Verfasser mit zu wenig Kritik an die Arbeiten 
seiner Vorgänger heranging, und daher eine Fülle unnötiger Arten und Gattungen 
beibehielt und solche auch selbst aufgestellt hat. 

Es war daher nötig, bis auf die ältere Literatur zurückzugreifen. Wir 
haben jedoch, um nicht zu weit zu gehen, vor dem großen Ehrenbergschen 
Werk von 1838 im wesenthchen nur die Arbeit von O. F. Müller von 1786 
berücksichtigt und sonstige frühere Arbeiten (auch von Ehrenberg) nur erwähnt, 
wenn es für die Herkunft der Gattungsnamen notwendig war. 

In Bezug auf die systematische Gruppierung haben wir uns an Bütschli 
gehalten mit der einzigen Ausnahme, daß wir, der Einfachheit wegen, die alte 
Steinsche Gruppe der Holotricha beibehalten haben, welche die 
Ordnung Gymnostomata Bütschli und die Unterordnung Aspirotricha 
der Ordnung Trichostomata Bütschli zusammenfaßt. Im übrigen haben wir 
uns auf die Behandlung der Gattungen beschränkt und die weiteren Zusammen- 
fassungen in Familien, Unterfamilien etc. außer Acht gelassen. Wir verweisen 
hierfür auf das Bütschlische Werk. 

Außer dem gedruckten Protozoenwerk standen uns auch schriftliche Notizen 
von Herrn Gehr. B ütschli zur Verfügung, welche vielfache Hinweise auf die 
Synonymie der Arten enthalten ; diese sowie die fast vollständige ältere 
Literatur über Ciliaten, welche Herr Gehr. Bütschli uns gleichfalls freund- 
lichst lieh, und welche sonst nur mit großen Schwierigkeiten zu erlangen ist, 
erleichterten und förderten unsere Arbeit in so hohem Maße, daß wir unserem 
hochverehrten Lehrer auch an dieser Stelle unsern aufrichtigen, herzlichen" 
Dank aussprechen möchten. 

Nicht selbst einsehen konnten wir 2 Eichwaldsche Arbeiten über die 
Infusorien der Ostsee; wir zitieren diese nach einer Zusammenstellung von 
Levander (1894i). Einige nur von Eichwald erwähnte Formen aus der Ostsee, 
welche typische Süßwasserformen sind, und die nach ihm nie wieder im 
Meere beobachtet wurden, haben wir bei der Bearbeitung fortgelassen; es 
sind die Folgenden: 

Glaucoma (Leucophrys) pyriformis Ehrbg. 

Bursaria truncatella O. F. M. 

Pleurotricha lanceolata Ehrbg. 

Vorticella convallaria L. 

Epistylis flavicans Ehrbg. 



Einleitung. XIII 3 

Epistylis digitalis Ehrbg. 

Epistylis anastatica O. F. M. 
Die Ciliaten sind kosmopolitische Organismen und auch in ihrer Verteilung 
auf Süßwasser und Meer nicht streng geschieden; nur verhältnismäßig wenige 
können als ausschließliche Meeres- beziehungsweise Süßwasserformen betrachtet 
werden, während man bei einer großen Anzahl allerhöchstens sagen kann, 
daß sie bisher vorwiegend im Meer- resp. Süßwasser beobachtet wurden. Wir 
haben bei den auch im Süßwasser beobachteten Arten neben den Namen ein 
S. gesetzt, die wenigen Brackwasserformen mit B. bezeichnet und die nicht 
im Gebiet (N. i. G.) beobachteten Meeresformen in kleinem Druck hinter die 
übrigen gesetzt. Die Entoparasiten haben wir ganz fortgelassen. 



Xllj 4 Allgemein güllige Abkürzungen. 



Allgemein gültige Abkürzungen. 

A. = After. 

A. Z. = Adorale Zone, 

c. V. = Contractile Vacuole. 

F. T. = Fettropfen. 

H. R. = Haftring. 

Ma. = Macronucleus. 

N. = Nahrung. 

n. = Nucleus. 

n. V. = Nahrungsvacuole. 

0. = Mund. 

Op. = Operculum. 

R. = Rüssel. 

•S. = Saugnapf, 

s. g. = Schwanzgriffel. 

St. M. = Stielmuskel. 

T. = Tentakel. 

Tr. = Trichocysten. 

u. m. = Undulierende Membran. 

V. = Velum. 

V. c. = contractile Vacuole. 



Literaturverzeichnis. 



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Cur. Bd. 46. 
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Ciliata 

Perty 1852 emend. Clap. u. Lachm. 1858/61. 

Die ciliaten Infusorien (kurz Ciliata gen.) bilden — zusammen mit den 
Suctorien — die höchst entwickelte Gruppe der Protozoen. 

Sie werden vor allem charakterisiert durch die Organe, welche ihnen 
sowohl zur Ortsbewegung als zur Nahrungsaufnahme dienen. Dies sind 
Wimpergebilde, welche die Oberfläche des Körpers mehr oder weniger voll- 
ständig bedecken und entweder als zarte Härchen (Cilien), oder als stärkere 
Borsten und C irren ausgebildet sind. Zuweilen verkleben sich eine 
größere Zahl von Cilien zu membranartigen Gebilden, den sogenannten 
Membranellen und undu lierenden Membranen, die besonders im 
Umkreis des Mundes vorkommen. 

Die Ausbildung und Anordnung der Wimpergebilde ist der systematischen 
Einteilung zugrunde gelegt worden. 
Man unterscheidet danach: 

Holotriche Ciliaten, 

Heterotriche „ 

Oligotriche „ 

Hypotriche „ 

Peritriche „ 

deren charakteristische Merkmale später näher erörtert werden sollen. 

Die meisten Ciliaten, mit Ausnahme einiger parasitischer, haben einen 
Mund (Cytostom), welcher die Nahrung aufnimmt; er ist entweder dauernd 
oder nur zur Zeit der Nahrungsaufnahme erkennbar, und führt meist in einen 
mehr oder weniger deutlichen Schlund. Die Verdauung der Nahrung geschieht 
in Flüssigkeitstropfen, welche sich im Körperinnern um die Nahrungsklumpen 
bilden (vielfach unter direkter Aufnahme von Wasser mit der Nahrung). Ein 
After wird nur zur Zeit der Defäkation sichtbar. 

Sehr mannigfaltig gebildet sind die Excretions-Organe, welche gleich- 
zeitig auch als Atmungsorgane funktionieren — die contractilen Vacuolen. 
Ihre Anzahl ist sehr verschieden, von einer bis über hunderte. Man unter- 
scheidet einfache contractile Vacuolen und solche mit zuführenden Kanälen. 
Während bei den ersteren die im Körper aufgenommene wässrige Flüssigkeit 
direkt als eine Vacuole oder als mehrere Bildungsvacuolen, die zu einer zu- 
sammenfließen , abgeschieden und dann durch eine bis mehrere Poren nach 
außen entleert wird, fließen bei der zweiten Art mehrere, z. t. strahlen- oder 
kranzförmig angeordnete Kanäle zu einer Hauptvacuole zusammen, welche 
sich rythmisch entleert. 



XIII 12 Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 

Besonders charakteristisch für die Ciliaten ist die Ausbildung ihres Kern- 
apparates , der fast stets aus 2 verschieden geformten und funktionierenden 
Kernarten — Macronucleus und Micronucleus — besteht. 

Die Zahl und Gestalt der Macronuclei ist sehr verschieden. Die Micro- 
nuclei sind meist sehr klein und in Ein- oder Mehrzahl vorhanden. Während 
der Macronucleus vegetative Funktionen hat, tritt der Micronucleus nur bei 
der Vermehrung und dem Kopulationsprozeß in Tätigkeit. 

Die Fortpflanzung der Ciliaten geschieht durch Teilung, selten durch 
Knospung, welch letztere nur als eine Modifikation der ersteren zu 
betrachten ist. 

Die Teilung ist in den weitaus meisten Fällen Querteilung in 
beweglichem Zustande (nach Bütschli wäre auch die scheinbare Längsteilung 
der Vorticellinen als Querteilung zu deuten, was jedoch von andrer Seite 
bestritten wird). Zuweilen, jedoch relativ selten, findet Teilung im encystierten 
Zustande statt. Knospenbildung kommt nur bei festsitzenden Formen vor. 

Wie schon erwähnt, tritt der Micronucleus während der Vermehrung in 
Funktion; er vergrößert sich dann und teilt sich karyokinetisch, während sich 
der Macronucleus (wenn er einfach ist) nur streckt und in der Mitte durch- 
schnürt. Besteht der Macronucleus aus mehreren Gliedern, so kondensiert er 
sich erst zu einem rundlichen Kern und teilt sich dann in der beschriebenen 
Weise, um nachher wieder seine ursprüngliche Form anzunehmen. 

Der Kopulationsprozeß der Ciliaten unterscheidet sich von dem der 
übrigen Protozoen dadurch, daß er mit wenigen Ausnahmen (Vorticelliden) 
nur ein partieller ist (Konjugation); d. h. die beiden Kopulanten, welche meist 
gleich groß sind, verschmelzen nicht gänzlich, sondern bleiben nur vorüber- 
gehend und teilweise vereint, um sich dann wieder zu trennen. Während der 
Zeit der Vereinigung tritt nach ein- oder zweimaliger Teilung der Micronuclei 
bei den Kopulanten aus jedem Paarung je ein Micronucleusteilprodukt (sogen. 
Wander- oder männlicher Kern) in den andern Paarung über, während 
die übrigen Micronucleusprodukte zugrunde gehen, bis auf die dem eben 
erwähnten männlichen Kern entsprechende Teilhälfte (stationärer oder 
weiblicher Kern). 

Durch Vereinigung des übergetretenen männlichen Kerns mit dem weib- 
lichen Micronucleusteilstück entsteht in jedem Paarling ein sogen. Kopulations- 
kern, aus dessen Teilung sowohl ein neuer Macro- als Micronucleus hervor- 
gehen, während der alte Macronucleus bei der Kopulation zugrunde geht. 



Ordnung Holotricha Stein 1859. 



Wimpern gleichartig ausgebildet, höchstens im Umkreis des Mundes 
zuweilen etwas differenziert, aber niemals Membranellen bildend. 

Verteilung der Wimpern verschiedenartig, entweder gleichmäßig über den 
Körper verteilt, oder nur auf die z. T. sehr reduzierte Bauchseite beschränkt, 
zuweilen auch als ein oder zwei gürtelförmige Wimperringe den Körper um- 
ziehend, der sonst nackt ist (s, Didinium). 



Holophrya Ehrbg. 1831 und 1838. 

Gestalt elliptisch bis zylindrisch mit zugespitztem Hinterende, selten 
contractu. Mund gänzlich oder nahezu terminal. Gestalt des Mundes verschieden. 
Schlund, wenn vorhanden, kurz, spalt- oder röhrenförmig. Stäbchenapparat 
zuweilen vorhanden. After terminal. Contractile Vacuolen in verschiedener Zahl. 




Holophrya discolor Ehrbg. S. 

Ehrenberg 1838 p. 314. T. 32. Fig. 8. 

Eichwald 1852. 

Schewiakoff 1889 p. 10. T. 1. Fig. 3— 8. 
Holophrya Ovum Ehrbg. 1838.p.314. T.32. Fig.7. 

„ „ Clap. u. Lachm. p. 313. T. 17. 

Fig. 5. 

„ „ Parona p. 12. 

Holophrya brunnea Dujardin 1841p,500. T, 12. 

Fig. 1. 
Enchelys discolor Diesing 1865 p. 526. 

Körper contractu, länglich oval, vorn breiter 
Holophrya discolor Ehrbg. als hinten, an beiden Enden abgerundet. Gestalt 
(Schewiakoff. 1889. T. 1. Fig. 3.) und Farbe wechseln durch die aufgenommene 

Nahrung. Mundöffnung polar. Cilien fein, 
dicht, in Längsreihen angeordnet, die sehr schmal sind und Einsenkungen der 
Körperoberfläche bilden; zwischen ihnen bedeutend breitere cilienfreie, vor- 



Fig. 1. 



XIII 14 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



springende Längsstreifen (32), Mundöffnung selir erweiterungsfällig. Schlund 
röiirenförmig, von etwas schraubig verlaufenden Stäbchen umgeben. 
0,095-0,13 mm lang. 0,06 -0,08 mm breit. 
Ostsee bei Hapsal (Eichw.) Kopenhagen (Ehrbg.) 

Saline und Meerwasser bei Cagliari (Parona). 
Sidney Brackwasser (Schewiak. 1893). 

N. i. G. Holophrya maxinia Daday. Golf von Neapel. 

„ oblonga Maupas 1883. Küste von Algier. 



Enchelys (Hill 1752, O. F. Müller 1786) emend Ehrbg. 1838. 

Hauptunterschied von Holophrya, daß Vorderende halsartig verschmälert, 
Hinterende abgerundet. Vorn gerade abgestutzt. Mund grubenförmig oder 
von sphincterartiger Lippe umgeben. 

Von Holophrya schwer zu trennen. 




— f.a 



Enchelys nebulosa O. F. M. S. 

Müller O. F. 1786 p. 27. T. 4. Fig. 8. 
Ehrenberg 1838 p. 301. T. 31. Fig. 4. 
Entz 1879 p. 18. T. 9. Fig. 5—8. 
Holophrya tarda Quennerstedt 1869 p.8, Fig. 13 — 16. 
Holophrya Keßleri Mereschkowsky 1879 p. 171. 

T. 10. Fig. 29-30. 
Enchelys tarda Bütschli 1887 89 p. 1680 u. Fig. 
erkl. zu T. 56. Fig. 9. 

Vorderende halsartig zusammengezogen, 
Hinterende abgerundet. Vorderer Pol grade ab- 
gestutzt, von Mundöffnung eingenommen, die von 
einer sphincterartigen Lippe umgeben ist (Quennerst). Contractile Vacuole 
terminal (Macronucleus nach Entz eiförmig, nach Quennerst. und Mereschk. 
bohnenförmig). 

0,1 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Wiborg (Eichw. 1852) Wisby. (Quennerst.) 
Salzteich von Szamosfalva (Entz). 



Fig. 2. 

Enchelys nebulosa 
O. F. M. (Entz. T. 9. Fig. 5.) 



Chaenea Quennerst. 1867. 
Mittelgroß, langgestreckt zylindrisch, mit verschmälertem Vorderende, 
sehr contractil; Mund terminal oder subterminal; meist geschlossen und un- 
sichtbar, sehr erweiterungsfähig. Bewimperung gleichmäßig, nur am Vorder- 
ende ansehnlichere Cilien und nach Gourret und Roeser am Hinterende 
schopfartig verlängert. Vacuole terminal Ma. eiförmig (Cl. u. L.) oder in 
zahlreiche Bruchstücke zerfallen (Maupas). 



Ciliala. 



XIII 15 




Fig. 3. 
Chaenea teres Duj 
(Quennerstedt T. 1.) 

a. (Fig. 13) 

b. (Fig. 15) 
Vorderes Körperende. 




Chaenea teres Duj. 

Gruber 1884 p. 9. 
Trachelius teres Dujardin 1841 p. 400 T. 7. Fig. 14, 15. 
Chaenea vorax Quennerstedt 1867 p. 15 T. 1 Fig. 13 — 15. 
Rees 1884 p. 10. 

Langgestreckt zylindrisch, Vorderende zugespitzt, 
Hinterende gleichfalls etwas verschmälert, abgerundet. 
Tier korkzieherähnlich gedreht, deutlich aber fein längs 
gestreift. Mund längsgerichteter Spalt, der von nach 
vorn gerichteten Wimpern umgeben ist. Kern? Anus 
am Körperende, davor contractile Vacuole. 

0,23 mm lang. 

Christiania und Bergen (Clap. und Lachm.) Warberg 
am Kattegatt (Quenn.) Holland. Küste. (Rees.) 
Cette (Duj.) Golf von Genua (Gruber.) 



Bütschli 1887/89. Figurenerkl. zu T. 58. 
Choenia teres Gourret u. Roeser 1886 p. 467. 



Enchelyodon elongatus Cl. u. Lachm. 



Fig. 4. 

Chaenea elongata 

Cl. u. L. 

a. (Maupas. T. 21. Fig. 4.) 

b. (Cl. u. Lachm. T. 14. 

Fig. 16.) 



Chaenea elongata Cl. u. Lachm. 

Fig. 7. 
T. 28. 
Fig. 18, 19. 
1858 p. 317. 
T. 14. Fig. 16. 
Lagynus elongatus Maupas 1883 p. 493. T. 21. Fig. 3— 5. 
Rees 1884 p. 11. 
Mit Ch. teres sehr nahe verwandt, unterscheidet 
sich hauptsächlich durch das etwas anders gestaltete 
Vorderende, welches in einen deutlich abgesetzten Hals 
ausgezogen ist, der ebenso wie der ganze Körper sehr 
contractu ist. Die adoralen Wimpern nach hinten ge- 
richtet. Kern (nach Maupas) in kleine Bruckstücke 
zerfallen, nach Cl. u. L. oval. 
0,070—0,225 mm lang. 

Norwegische Küste bei Christiania u. Bergen 
(Cl. u. L.) Holländische Küste (Rees). 
Algier (Maupas) Marseille (G. u. R.). 
N. i. G. Chaenea (Enchelyodon) striata G. u. R. 1886, 



Prorodon Ehrbg. 1833 und 38. 
Gestalt eiföilnig bis länglich wurmförmig. Pole abgerundet. Querschnitt 
rund. Mund rund oder spaltförmig,meistterminalz.T.etwas zitzenartigvorspringend, 
mit längsgestreiftem oder mit Stäbchenapparat versehenem Schlund. Bewimperung 
gleichförmig; um den Mund z. T. dichter gestellte, nach vorn gerichtete Cilien. 
Contract. Vacuole meist einfach terminal oder zahlreich. After terminal. 



XIII 16 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Prorodon teres Ehrbg. S. 
Ehrenberg 1838 p. 316. T. 32. Fig. 11. 
Eichwald 1852. 
Bütschli 1887/89 T. 57. Fig. 3a— c. Orig.,d.n. 

Lieberkühn. 
Schewiakoff 1889 p. 13. T. 1. Fig. 9-13. 
Levander 1894^ p. 65 u. 19011 p. 11. 19012 p. 7. 
Prorodon griseus Cl. und L. 1858 p. 319. 
Diesing 1865 p. 339. 

Gestalt elliptisch ; contractu. Mund terminal. 
Cilien in Längsreihen. Anordnung wie bei Holo- 
phrya; am hinteren Ende etwas länger. Schlund 
ziemlich lang, röhrenförmig, nach hinten zu- 
gespitzt, von reusenartigem Stäbchenapparat 
umgeben, der ganze Apparat vorstreckbar; After 
terminal, contractile Vacuole dicht dabei. 
Macronucleus elliptisch. 
0,05—0,17 mm breit. 
Brackwasserbuchten Finnlands, Finnischer Meerbusen (Lev.) 
Ostsee bei Hapsal (Eichw.). 
Golf von Mexiko (Smithj. 




Prorodon teres Ehrbg. 
(Schewiakoff T 1. Fig. 7.) 

0,08—0,25 mm lang. 




Prorodon marinus Cl. 



L. 



Fig. 6. 

Prorodon mar! n us 

Cl. u. L (MöbiusT. 10. 

Fig. 1) 



Clap. u. Lnchm. 1858 p. 322. T. 18. Fig. 5. 
Quennerstedt 1867 p. 17. T. 1. Fig. 16. 
Fabre- Domergue 1885 p. 14. 
Möbius 1888 p. 98. T. 10. Fig. 1—6. 
e'ütschli 1887/89. p. 1679. 

Gestalt walzenförmig, an beiden Polen abgerundet. 
Mund terminal, Schlund kurz, trichterförmig, Stäbchen- 
apparat scheint zu fehlen. Kern eiförmig. Contract. 
Vacuole terminal. 

Nach Möbius. 0,19—0,22 mm lang; nach Cl. u. L. 
nur 0,10 mm 1., 0,08 mm br. 

Bergenfjord (Cl. u. L.) Warberg und Wisby (Quenn.) 
Kieler Hafen (Möbius). Concarneau (Fabre.) 

N. .1. G. Prorodon edentatus Cl. u. L. Golf von Mexico 
(Smith 1904). 



Lacryitiaria Ehrenb. 1830 

Gestalt mehr oder weniger flaschenförmig, dicht hinter dem terminalen 
Mund ein stärkerer Wimperkranz oder -Gürtel. Schlund oft mit feinem 
Stäbchenapparat. Meist recht conh-actil. 



Ciliata. 



XIII 17 



l)Subgen. Lagynus Quenn. 1869. 
Flaschenförmig, Hals wenig entwickelt. Mundzapfen, der den folgenden 
Untergattungen zukommt, fehlt hier. Kern elliptisch, contractile Vacuole 
terminal. Prorodonähnlich, nur durch Gestalt unterschieden. 



Lagynus ocellatus Daday. 
Daday 1886 p. 489. T. 29. Fig. 6—8. 
Levander 1894- p. 58, 1901- p. 7. 

Freia elegans pp. Cl. u. L. 1858. 

„ « Jugendform Stein 1868 p. 82. 

s. auch Bütschli 1887/89 p. 1683. 




Fig. 7. 

Lagynus ocellatus 

Daday. 

(Daday T. 29.) 

a) (Fig. 6.) in ausge- 
strecktem Zust. 

b) (Fig. 7) contrahiert. 



Körper langgestreckt, vorn abgestutzt, hinten abgerundet, stark ver- 
änderlich, oft kugelig zusammengezogen. Mund terminal, von längeren Cilien 
umzogen; dicht hinter dem Mund ein schwarzer Pigmentfleck. 

0,135—0,180 mm lang. 

Finnischer Meerbusen Esbo-Löfö (Lev.) Bergen (Cl. u. L.) 

Ostsee Wismar (Lieberkühn u. Wagner, Stein). 
Golf von Neapel. (Daday). 



Nord. Plankton 



Lagynus laevis Quenn. 

Quennerstedt 1867 p. 12. T. 1. Fig. 8. 

L. crassicollis Maupas 1883 p. 491. T. 20. Fig. 25—27. 
L. sulcatus Gruber 1884 p. 37. T. 10. Fig. 37—39. 
Levander '1894 2 p. 66. u. 19012 p. 7. 

XIII 2 



XIII 18 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Gestalt flaschenförmig langgestreckt, sehr contractu. Die durch die 
Cilienreihen entstehenden Längsstreifen durch Querfurchen gekreuzt (Gruber). 
Feiner Stäbchenapparat des Schlundes nach Quennerstedt vorhanden, fehlt 
nach Maupas. Kern eiförmig im hinteren Drittel des Körpers. Contractile 
Vacuole terminal. Durchsichtige eiförmige Cysten, mit kurzem Stiel, häufig 
an Panzer und Beinen von Copepoden (Gruber). 




Fig. 8. 

Lagynus laevis Quenn. 

(Gruber T. 10) 

a (Fig. 37) freies Tier. 

b (Fig 39) Cysten auf 

Copepoden. 




0,15—0,20 mm lang. 

Altes Wasser vom Ufer der Insel Löfö, zwischen Algen bei Gasgrundet. 

(Lev.). Warberg, Ostsee (Quenn.) 

Genua (Gruber). Küste von Algier (Maupas). 



2.) Subgen. Trac h ei o p hy 11 u m Cl. u. L. 1858. 

Ziemlich langgestreckt, stark bandartig abgeplattet. Schwimmen meist 
unter Drehungen, sonst gleitend. Mundzapfen vorhanden, etwas retractil. 
Mundcilien mäßig entwickelt. Contr. Vacuole terminal. Kern mehrgliedrig. 



Trachelophyllum brachypharynx Lev. 



B. 



Levander 18942 p. 66. T. 3. Fig. l.-u. 1901'-' p. 8. 

Körper abgeplattet, spindelförmig. Hals ausgestreckt gleichlang wie der 
Körper, der sich nach dem abgerundeten Hinterende zu verschmälert. Mund- 
zapfen schmal, pfropfenförmig, von hyalinen Stäbchen durchzogen, die doppelt 



Ciliata. 



XIII 19 



■n-^ 



n 



Fig. 9. 

Trachelophyllum 

brachypharynx (Lev.) 

(Levander 18942 x. \\\ 

Fig. 1.) 



SO lang sind als er. Im Ectoplasma zarte, ziemlich 
lange, lichtbrechende Stäbchen (? Trichocysten). 
Kern 2 (? 3) gliedrig. 

0,35 — 0,4 mm lang. 

Löfö bei Helsingfors am Ufer. (Brackwasser.) 

(Lev.) 

N. i. G. Trachelophyllum pusillum (Parona) Saline 
CagliarL 



3.) Subgen. Lacrymaria s. str. Ehrenb. 1830 u. 38. 

Von ansehnlicher Größe. Gestalt kurz bis sehr 
lang flaschenförmig, da Hals z. t. sehr lang (L. 
olor). Sehr contractil bes. Hals. 

Hauptcharakter: Mundzapfen, welcher pfropfartig 
vorsteht, 1 bis 2 Cilienkränze: am Grunde und auf 
dem Zapfen. Körperstreifung spiralig. Macronucleus 
verschieden gestaltet. 



Lacrymaria lagenula Cl. u. L. 




Clap. u. Lachm. 1858 p. 302. T. 18. Fig. 7. 
Cohn 1866 p. 265. T. 15. Fig. 47-49. 
Quennerstedt 1867 p. 9. T. 1. Fig. 7. 
Parona p. 12. 
Rees 1884 p. 10. 
Fabre — Domergue 1885 p. 14. 
Andrussowa 1886 p. 254. 

Möbius 1888 p. 101. T. 8. Fig. 18 u. 19. ^^ 

L. caspia Grimm p. 71. T. 2. Fig. 8 a— d. 
L. Cohnii Kent p. 518. T. 27. Fig. 25—27. 
„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Körper flaschenförmig, vorn halsartig verengert; nach 
hinten bauchig erweitert, Hinterende abgerundet, durch Con- 
traction kugelig. Ein Cilienkranz am Grunde des Mundzapfens. 
0,7 mm lang. 

Norweg. Küste (Clap. u. Lachm.), Warberg, Kattegat (Quenn.) 
Kieler Hafen (Möbius). Niederl, Küste (Rees), Seewass. (?wo) O. F. M., Con- 
carneau (Fabre). 

Bucht V. Kertsch (Andruss.). Schwarzes Meer (Perejasl.). Sardinien (Parona), 
Caspisches Meer (Grimm). Corsica (G. u. R. 1888), Woods Hole U. S. A. 
(Calkins). Golf v. Mexiko (Smith). 

2* 



Fig. 10. 

Lacrymaria 

lagenulaCl.u.L. 

(Cl. u. Lachm. 

T. 18. Fig. 7.) 



XIII 20 



CI. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 11. 

Lacrymaria 

CO ronata Cl. u. L. 

(Bütschli T. 57. 

Fig. 8. 
Original v. 1883). 



Lacrymaria coronata Cl. u. L. 

Cl. u. Lachni. 1858 p. 303. T. 18. Fig. 6. 

Kent p. 518. T. 27. F. 28. 

Gourret u. Roeser 1886 p. 466. T. 28. Fig. 16 u. 17. 

Andrussowa p. 254. 

Trichoda versatilis Müller 1786. T. 25. Fig. 6— 10. 

Lacrymaria „ Quennerst. 1867 p. 10. T. 1. 
Fig. 5 u. 6. 

Hals wenig ausgebildet, Körper hinten zugespitzt. 
Mundzapfen wohl entwickelt, ein Cilienkranz an seinem 
Grunde, ein zweiter etwas oberhalb der Mitte des Mund- 
zapfens. Kern bandförmig. 

0,17 mm lang. 

Warberg (Quenn.), Bergen (Cl. u. L), Nordsee- 
Aquarium (Cohn), Blankenberghe (Bütschli). 



Bucht von Kertsch (Andruss.j, Küste von Algier (Maupas), Woods Hole U. S. A. 
(Calkins), Sandwich-Inseln, Salzwasser a. d. Küste (Schewiak. 1893). 



IIa. 



\ 



Fig. Ha. 
Lacrymaria olo r 
O. F. M. (Bütschli 

T. 57. Fig. 9. 
(Orig.v.Lieberkühn.) 



Lacrymaria oior 0. F. M. S. 

Parona 1882 p. 12. 

Gruber 1884 p. 9. 

Rees 1884 p. 10. 

Bütschli 1887/89. T. 57. Fig. 9. 

Vibrio olor Müller, O. F. 1786 p. 75, T. 10. Fig. 12 — 15. 

Trichoda ovalis Müller, O. F. 1786 p. 176. T. 25. Fig. 1 —5. 

Trachelocerca olor u. viridis Ehrenberg 1838 p. 342. 
T. 38. Fig. 7—8. 

Trachelocerca olor G. u. R. 1888 p. 143. 

Vorn in einen sehr langen Hals ausgezogen, der 
mehr als doppelt so lang ist als der Körper, hinten zugespitzt, 
Mundzapfen kegelförmig mit einem Cilienkranz an seiner 
Basis. 2 Contractile Vacuolen, eine vor, eine hinter dem 
2gliedrigen Macronucleus. 

0,41 mm lang. 

Croisic (Bretagne) u. Berg op Zoom (Rees). 

Neapel (Entz), Schwarzes Meer (Perejasl.). 
Sardinien (Parona), Corsica (G. u. R.). 
Eine langgestreckte Lacrymaria? spec. fand Lohmann 
(p. 305j Aug. bis Nov. pelagisch in der Kieler Bucht. 



Ciliata. 



XllI 21 



4.) Subgen. Trachelocerca (Name von Ehrbg. 1833) emend. Cohn 1866. 
Hauptunterschied von den anderen Untergattungen die 4 lappige Gestalt 
des Mundzapfens, der jedoch nicht stets entwici<elt zu sein scheint. Macro- 
nucleus 1 centraler oder zahlreiche durch den Körper verteilt. 



Trachelocerca phoenicopterus Cohn. 
Cohn 1866 p. 262 T. 14. Fig. 1—3. 
Quennerstedt 1867 p. 13. T. 1. Fig p. 
Kent p. 516. T. 27. Fig. 32. 
Entz 1884 p. 313. T. 20. Fig. 1—7. 
Gruber 1884 p. 9 u. 18842 p_ 141 j 9 pjg 26—28. 
Fabre Dom. 1885 p. 14. . 

Gourret u. Roeser 1886 p. 466. T. 28. Fig. 14 u. 15. 
Möbius 1888 p. 101. 
Levander 1901- p. 8. 

? Vibrio sagitta O. F. Müller 1786 p. 59. T. 8. Fig. 11.-12. 
? Trachelocerca sagitta Ehrenbe^rg 1840 p. 202. 
Choenia teres Kent p. 521. T. 27. Fig. 41-42. 

Körper langgestreckt, in aus- 
gestrecktem Zustande nahezu lineal, 
zuweilen mit knotigen Verdickungen 
des mittleren Körperabschnittes ; in 
hohem Grade contractu, so daß die 
Gestalt zuweilen birnförmig erscheint. 
Querschnitt bald abgeplattet (Cohn, 
Entz), bald rund (Entz). Mundzapfen 
41appig, (jedoch nicht immer be- 
obachtet) führt in einen trichter- 
förmigen, zarten Schlund. Contr. 
Vacuole terminal. Mehrere Flüssig- 
keits-Vacuolen (Fig. b. c. v. nach 
Cohn!) im Körper zerstreut. Macro- 
nucleus oval (Entz), in Bruchstücke 
zerteilt (Gruber^). 

0,4 mm — 1 mm lang. 
0,04 mm breit. 

Finnischer Meerb., Helsinge- 
Fölisö (Lev.) Warberg am Kattegat, 
(Quenn.) Kieler Bucht und Ostsee- 
Aquarien (Möbius), Ost- u. Nordsee 
(Ehrenberg). Englische Küste (Kent). 
Concarneau (Fabre). 
Bucht von Kertsch (Andruss.) Schwarzes Meer (Perejasl). Marseille (G. u. R.) 
Genua (Gruber). Neapel (Entz). Woods Hole U. S. A. (Calkins). Golf von Mexiko (Smith). 




Fig. 12.^ 

Trachelocerca 

phoenicopterus 

Cohn. 

a) (Entz T. 20. Fig. 1.) 

b) (Cohn T. 14. Fig. 1.) 
c. V. sind keine contr. 
Vacuolen, sondern 

flüssigkeitsvacuolen (s. Text). 



XIII 22 



CI. Hamburger und von ßuddenbrock. 
Metacystis Cohn 1866. 



Nach einer bisher ungenügend beobachteten Art gegründete Gattung, die 
BütschH (1889) im Anschluß an Lacrymaria behandelt. 

Gestalt kegelförmig bis zylindrisch, vorn abgestutzt, hinten abgerundet, 
Körper fein geringelt oder glatt (G. u. R.) Macronucleus einfach rund. 





Fig. 13. 

Metacystis truncata Cohn 

a) Cohn T. 15. Fig. 39 b. 

b) Möbius T. 8. Fig. 15. 



Metacystis truncata Cohn. 
Cohn 1866 p. 265. T. 15. Fig. 39, 40. 
Gourret u. Roeser 1886 p. 464. T. 1. Fig. 

11 — 13. 
Möbius 1888 p. 100. T. 8. Fig. 15—17. 



Mit den Charakteren der Gattung. Von 
Entz (1884 p. 319) für. krankhaft verkümmerte 
Trachelocerca Phoenicopterus Cohn gehalten. 
0,03 mm lang. 

Aquarium mit Nordseewasser (Cohn). Hafen von Kiel (Möbius). 
Marseille (G. u. R.) 



Plagiopogon Stein 18592. 

Von Coleps durch das Fehlen des Panzers unterschieden, was jedoch 
(nach Perty) nicht sicher ist. Klein, ungenügend bekannt. 




Fig. 14. 

Plagiopogon 

coleps Ehrbg. 

(nach Perty T. 8. Fig. 4). 



Plagiopogon coleps Ehrbg. S. 

Stein 18592 p 59. 

Holophrya coleps Ehrenbg. 1838 p. 315. T. 32. Fig. 9. 
Coleps inermis Perty 1852 p. 158. T. 8. Fig. 4. 

Körper oval, drehrund mit tiefen Längsfurchen und 
erhabenen Zwischenräumen , die quergestreift sind. 
Ganze Oberfläche mit kurzen Wimpern bedeckt. Quer 
abgestutztes Vorderende vom Mund eingenommen, der 
von borstenartigen Wimpern umsäumt ist. 

0,07 mm lang. 

Wismar, Ostsee (Stein). 



Ciliata. 



XIII 23 



Coleps Nitzsch 1827. 
Gestalt tönnchenförmig, gewöhnlich einerseits etwas weniger gekrümmt. 
Vorderende breit abgestutzt von der Mundöffnung eingenommen, Hinterende 
abgerundet. Hauptcharakter ein aus organischer Substanz bestehender Panzer, 
der aus zahlreichen unter einander nicht verwachsenen Stücken besteht, die 
in Gürteln um den Körper angeordnet sind. Durch Längsreihen von Öffnungen 
in den Panzerstücken treten die spärlichen aber ziemlich langen Cilien hervor. 
Um den Mund ein Kranz dicker Girren. Schlund trichterförmig und längs- 
gestreift. After subterminal ebenso contractile Vacuole. Macronucleus rundlich, 

Coleps hirtus O. F. M. S. 

Ehrenberg 1830 p. 42 u. 1838 p. 317. T. 33. Fig. 1. 
Eichwald 1852. 

Maupas 1885 p. 337. T. 17. Fig. 1-11. 
Levander 18942 p. 67 u. 1901- p. 7. 

Cercaria hirta O. F. Müller 1786 p. 218. 

T. 19. Fig. 17, 18. 
Coleps elongatus Ehrenb. 1830 p. 42 u. 
1838 p. 318. T. 33 Fig. 2. 
Mit den Charakteren der Gattung. Panzer in 
4 Hauptgürteln angeordnet, um die Mundöffnung 
ein Kranz zahnförmiger Stücke, am hinteren Ende 
einige dreieckige Stücke. 

0,06 mm lang. \ 

Ostsee (O. F. M.) Finnischer Meerbusen im 
Seewasser bei Wiborg (Eichw.j, bei Löfö (Lev.) 




Fig. 15. 

Coleps hirtus O. F. M. 
Maupas T. 1 Fig. 1. 



Tiarina Bergh 1879. 
Panzer aus Platten bestehend, welche im Gegensatz zu Coleps Längs- 
leisten darstellen und beiderseits mit Zähnchen besetzt sind; Hinterende spitz. 
Sonst im wesentlichen wie Coleps. 

Tiarina fusus Cl. u. L. Pe lagisch. 

Bergh 1879 p. 265. 3 Textfig. 

Aurivillius 1898 p. 184. 

Lohmann 1908 p. 297. 

Coleps fusus Clap. u. Lachm. 1858 p. 366. T. 12. Fig. 7 u. 8. 

„ Daday 1885 p. 491. 

„ Möbius 1888 p. 100. 

Dictyocoleps fusus Diesing 1866 p. 535. 

^. !^' / Panzerstücke in 5 Etagen angeordnet; die der ersten 

Tianna fusus o ö ^ 

Cl. u L Gürtelreihe haben 2, die der zweiten 3, die der dritten und 

(Bergh Fig. 1.) vierten 4, und die der fünften Reihe haben 3 seitliche Äste. 




Xni 24 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



0,135 mm lang. 

Glenaes, norweg. Küste (Lachm.) Kleine Belt (Bergh). Gullmarfjord, 
Skagerrak Sept. Oct. im Plankton (Auriviilius). Kieler Bucht (Mob:) Ostsee 
Golfstromgebiet Sept.— Nov. sehr regelmäßig pe lagisch (Lohm.) 

Neapel, (Daday) häufig im Auftrieb. Woods Hole U. S. A. (Calkins). 

N. i. G. Stephanopogon Entz 1884. 

Stephanopogon colpoda Entz 1884. Golf von Neapel. 



Didinium Stein 18592. 

Körper drehrund, Bewimperung auf einen oder zwei den Körper um- 
gebende Ciliengürtel beschränkt. Mund terminal auf kegelförmigem Mund- 
zapfen. Kern hufeisenförmig. 




Didinium nasutum O. F. M. S. Pe lagisch. 

Stein 18592 p. 5. • 

Balbiani 1873 p. 363—394. T. 17. 
Lohmann 1908 p. 305. 

Vorticella nasuta O. F. M. 1786 p. 268. T. 37. 

Fig. 20-24. 

Chytridium Steinii Eberhard 1862 p. 20. Fig. 12. 

Wagneria zylindroconica Alentzin 1874 p. 122. 

Gestalt fingerhutförmig, Mundfläche in der Mitte 
kegelförmig erhoben. Mund gewöhnlich geschlossen, 
sehr erweiterungsfähig. Schlund von Trichocysten um- 
geben. 2 Ciliengürtel, einer am Rand der Mundfläche, 
ein zweiter in der Mitte des Körpers. After und 
contract. Vacuole terminal. 

Bis 0,18 mm lang. 

Kieler Bucht (vorwiegend im Frühjahr) pe lagisch (Lohm.) 

(In einem Planktonfange bei der Gaußstation (März zahlreich) Deutsch. Süd- 
Polar-Exp. s. Schröder p. 352. 



Fig. 17. 

Didinium 

nasutum O. F. M 

(Balbiarti T. 17. 

Fig. 10.) 



Didinium balbiani Bütschli. 



S. 



Bütschli 1887/89 p. 1688. T. 58. Fig. 4a u. b (Orig. Von 1876). 
Schewiakoff 1889 p. 15 T. 2. Fig. 14—21. 
Levander 1900 p. 47 u. 52. 

Mesodinium balbiani Fabre-Domergue 1888' p. 35—39. T. 4. Fig. 43—50. 



Ciliata. 



XIII 25 



M&1°^ 


^ 


»"Ä^ 


^ 




T~^cp 


Fig. 


18. 




Didinium 


ba 


Ibiani 


Bütschli. 




(Schewiakoff 


T.2. 


Fig. 15). 



Einziger wesentlicher Unterschied von D. nasu- 
tum, daß nur der vordere Wimpergürtel vorhanden 
ist, der aus ziemlich langen Cilien besteht. 

0,05—0,08 mm lang. 

0,03—0,05 mm breit. 

Finnische Skäreninseln in brackigem Wasser, 
mit Meerwasser gefüllte Spritzwasserlachen und 
ßrackwassertümpel (Lev.) 



Mesodinium Stein 1862. 

Klein. Kuglig bis etwas ellipsoidisch, vorn ansehnlicher Mundzapfen, 
(zuweilen von tentakelartigen Organen umgeben), fast eben so groß wie 
der Körper, von diesem durch eine Furche getrennt, in welcher ein oder 
mehrere Kränze spitzer Cirren entspringen. 

Bewegung verschiedenartig. 



Mesodinium pulex Clap. u. Lachm. S. 

Stein 1862 p. 162 u. 1867 p. 148. 

Kent 1880/82 p. 636. T. 32. Fig. 44. 

Maupas 1882 p. 1381-84, 18832 p 516— 18. 

Rees 1884 p. 32. T. 16. Fig. 24. 

Entz 1884 p. 303. T. 20. Fig. 8—15. 

Gourret u. Roeser ,1886 p. 491. T. 30. Fig. 13. 

Levander 18942 p ßg^ iqqo p. n. 1901 2 p. 7. 

? Megatricha partita Perty 1 852 p. 1 50. T. 7. Fig. 6. 

Halteria pulexClap. u. Lachm. p.370. T. 1 3. Fig. 1 0, 1 1 . 

;, „ Mereschkowsky 1877 p. 228. 

„ „ Perejaslawzewa 1886 p. 97. 

Halteria tenuicollis Fresenius 1865 p. 84. Fig. 

11 — 13. 
Acafella siro Cohn 1866 p. 293. T. 15. Fig. 

32—34. 
„ „ Quennerstedt 1869 p. 32. 

„ Kent p. 636. T. 32. Fig. 45. 
„ Mereschkowsky 1882 p. 12.32-34. 
„ „ Perejaslawzewa 1886 p, 97. 




Fig. 19. 

Mesodinium pulex Cl. u. L. 
(Entz T. 20. Fig. 8.) 



Hauptteil des Körpers kuglig, Mundzapfen 
sehr ansehnlich; um den Mund 4 kurze, tentakel- 



XIII 26 Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 

artige retractile Organe. Vorderster Cirrenkranz nach vorn gerichtet. Hinterer 
nach hinten um den eigentlichen Körper scheinbar eine Hülle bildend. Kern 
und contr. Vacuole ähnlich Didinium. Bewegung kriechend oder stoßweise 
hüpfend, 

0,04 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.) Finnischer Meerbusen Löfö u. Brackwasser- 
Buchten (Lev.) Warberg u. Wisby (Quenn.) Bergen (Cl. u. Lachm.) Holland. 
Küste und Bretagne (Rees). Ostende (Fresenius). Roskoff (Maupas). 

Marseille (G. u. R.) Genua (Gruber). Neapel (Entz, Mereschk.) Algier 
(Maupas). Schwarz. Meer (Perejasl). 



Mesodinium rubrum Lohm. Pelagisch. 

?Megatricha partita Perty 1852 p. 150. T. 7. Fig. 6. 
Halteria rubra Lohm. 1908 p. 303. T. 17. Fig. 37-41. 

Körper meist durch tiefrote, chromatophorenähnliche Platten rot gefärbt, 
zuweilen farblos. Körper in großen kugeligen Rumpfabschnitt und einen 
kegelförmigen Mundzapfen gegliedert, welcher letzterer mit Zunahme der 
Chromatophorenplatten die Größe des Rumpfabschnitts erreicht, wobei die 
Mundöffnung verloren gehen soll ! Tentakeln am Mund nicht vorhanden. 
Anordnung der Cirren ähnlich wie bei Mes. pulex. Kern rund. 

Farbl. Individuen 0,010—0,018 mm lang. - 

Rotgefärbte Individuen 0,020 — 0,050 mm lang. 

Kieler Bucht, Ostsee das ganze Jahr, Maximum im Oktober (Lohm.) 





Fig. 20. 

Mesodinium rubrum Lohm. 
Lohmann T. 17 a) (Fig. 37} u. b) (Fig. 38). 



N. i. G. Mesodinium pulex, var. striata Gourret u. Roeser 1888. Corsica. 
Mesodinium cinctum Calkins 1902. Woods Hole U. S. A. 
„ acorus Stein Golf von Mexiko (Smith). 



Ciliata. 



XIII 27 



An Mesodinium anzuschließen sind vermutlich: 
Arachnidium convolutum S. K. 

Kent p. 638. T. 32. Fig. 41. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Küste von Sussex (Kent). Concarneau (Fahre). 

Diese von Kent beschriebene Form soll sich durch tentakelförmige ? 
Cilien auszeichnen, welche in einem geschlossenen Kreis das Vorderende des 
Körpers umgeben; sie ist nur an einem Exemplar sehr ungenügend studiert, 
scheint am besten vorerst hier angereiht zu werden und nicht (wie Bütschli 
1887/89. p. 1732 will) an Strombidium, da eine Wimperspirale nicht vorhanden 
ist, und der Mund nach Kent terminal ist. Das Gleiche gilt von den beiden 
von Gruber bei Genua gefundenen unter den Namen 

Strombidium oculatum p. 42. T. 10. Fig. 43 u. 44. 
Strombidium minimum p. 45. T. 10. Fig. 45. 
beschriebenen Formen; bei diesen ist allerdings eine 
Mundöffnung bisher nicht beobachtet, doch weist die 
zapfenförmige Erhebung am vorderen Körperende der 
ersteren Form (S. oculatum) gleichfalls auf Mesodinium hin. 

N. i. G. Amphiteptus (Name von Ehrbg. 1830j emend 

Cl. u. L. 1858. 
Amphileptus lacazei Gourret u. Roeser (1886) Marseiile. 
A. (Acinera) incurvata Maupas (1883) Algier. 
A. claparedii Stein Neapel (Enlz 1884). 
A. „ St. (nieleagris Cl. u. L.) 

Saline von Cagliari (Parona 1882.) 




Fig. 21. 

Arachnidium 

convolutum 

S. K. 

(KentT. 32. Fig.41.) 



Lionotus (Litonotus) Wrzsn. 1870. 

Körper länglich, lanzettförmig 
mit wohlausgebildetem Rüssel, der 
zuweilen länger als der Körper ist. 
Rechte Seite flach, mit Cilien be- 
kleidet, linke Seite gewölbt und 
kahl. Rüssel komprimiert, ebenso 
die Kanten des Körpers. Mund- 
spalt lang, erstreckt sich über die 
ganze Bauchkante des Rüssels, (die 
meisr"auch mit Trichocysten besetzt 
ist) und ist von längeren Cilien um- 
geben. Meist eine contract. Vacuole. 
Macronucleus verschieden, gewöhn- 
lich zweigliedrig. 



Fig. 22. * 

Lionotus cygnus 
O. F. M. ^ 
(Wrzesniowski 
T. 22.) 

a. (Fig. 26) vom 

Rücken 

b. (Fig. 27.) von 
der rechten Seite. 



XIII 28 Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 

Lionotus cygnus O. F. M. S. 

Vibrio cygnus 0. F. Müller 1876 p. 72. T. 10. Fig. 6. 
Amphileptus anser Ehrenb. 1838 p. 355. T. 37. Fig. 4. 

„ „ Parona p. 12. 

Dileptus folium Dujardin 1841 p. 409. T. 11. Fig. 6. 
Tracheiocerca tenuicollis Quennerst. 1867 p. 14. 
Lionotus folium Wrzesniowski 1870 p. 497. T. 22. Fig. 26—28. 

Wrzesniowskii Kent 1880—82 p. 742. T. 42. Fig. 12, 13. 
■„ folium Gruber 1884 p. 51. T. 10. Fig. 54. 

Entz 1884 p. 292. 
„ anser Bütschli 1887—89. Figurenerkl. T. 59. Fig. 5a u. b. 
anas Levander 18942 p. 69, 1901 1 p. 11, 1901- p. 7. 

Körper linear lanzettlich, mit sehr ansehnlichem Rüssel, der den eigent- 
lichen Körper an Länge übertrifft; dieser hinten in einen spitzen Schwanz 
ausgezogen, contractu. Trichocysten an der Ventralseite des Rüssels. 1 contr. 
Vacuole. Ma. Nucl. 2gliedrig. S. auch die Gattungsdiagnose. 

In völlig ausgestrecktem Zustande 0,310 mm lang. 

Warberg (Quenn.) Finnischer Meerbusen: Löfö u. Ramsösund, Brack- 
wasserbuchten Finnlands (Lev.) 

Genua (Gruber). Cagliari Meerwasser (Parona). 



Lionotus fasciola O. F. M. S. 

Wrzesniowski 1870 p. 500. T. 23. Fig. 29-32. 
Schewiakoff 1889 p. 19. T. 2. Fig. 27-30. 
Levander 1894^ p. 69, 190P p. 1 1 u. 1901" p. 7. 

Vibrio fasciola O. F. Müller 1786 p. 69. T. 9. Fig. 18-20. 
Amphileptus fasciola Ehrenberg 1838 p. 356. T. 38. Fig. 3. 
Dujardin 1841 p. 485. T. 11. Fig. 17. 
Eichwald 1844 u. 52. 
„ „ Lachmann 1856 T. 14. Fig. 12. 

Loxophyllum fasciola Clap. u. Lachm. 1858 p. 361. 

„ „ Andrussowa 1886 p. 238. 

Loxophyllum duplostriatum Maupas 1883 p. 502. T. 20. Fig. 1—4. 
„ „ Rees 1884 p. 9. 

„ „ Andrussowa 1886 p. 256. T. 2. Fig. 14. 

„ „ Gourret u. Roeser 1888 p. 145. 

Litonotus trichocystus Stockes 1885 p. 325. T, 3. Fig. 17. 

Körper länglich, lanzettlich, etwas S förmig gebogen, Hals relativ kurz, 
V2 so lang wie der Körper, vom Körper nicht scharf abgesetzt, nach vorn 
verengt, säbelförmig umgebogen. Hinterende zugespitzt mit abgerundeter Spitze. 



Ciliata. 



XIII 29 



Rechte Körperseite vollkommen flach, linke gewölbt; erstere allein mit Cilien 
besetzt, während auf der linken flachen Seite nur 4 — 5 cilienlose Furchen 
vorhanden sind (welche Maupas zum Aufstellen einer bes. Spezies duplostriatum 





Fig. 23. 

Lionotus fasciola O. F.M. 

a) linke Seite 
(Schewiakoff T. 2. Fig 27 J 

b) rechte Seite 
(Maupas T. 20. Fig. 1.) 

c) Furchen der linken Seite 

stärker vergr. 

(Maupas T. 20. Fig. 4). 



veranlaßten s. Fig. 23c.) An der Ventralkante des Rüssels eine mit Cilien be- 
setzte Furche. Macronucleus zweigliedrig. Contract. Vacuole nahe dem 
Hinterende. Trichocysten vorhanden. 

0,08 — 0,1 mm lang (nach Maupas — 0,3). 

0,017—0,02 mm breit. 

Finnischer Meerbusen Reval, Wiborg, Peterhof (Eichw.) 
Brackwasserbuchten Finnlands, Löfö, Hapsal (Lev.) 
Holländische Küste (Rees), Bretagne, Roseoff (Maupal^..» 

Küste von Algier (Maupas), Neapel (Entz), Marseiile (G. u. R.j, Bucht von 
Kertsch (Andruss). Salzteiche von Szamosfalwa Entz), Corsica (G. u. R.) 
Woods Hole U. S. A. (Calkins). 

N. i. G. Lionotus grandis Entz (1878), Saizteiche von Szamosfalva u. 1884 Neapel. 
Lionotus pictus Gruber ( 1884) Genua. 

Lionotus (Aniphileptus) massiliensis Gourret u. Roeser (1886) Marseille. 
Lionotus (Loxophyllum) lamella Andrussowa (1886) Bucht von Kertsch. 
Lionotus varsaviensis Wrz. Corsica (Gourret u. Roeser 1888). Sandwich- 
Insel Salzwasser a. d. K. (Schewiak. 1893), Golf von Mexiko (Smith). 



XIII 30 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Loxophyllum (Duj. 1841) emend Wrzesn. 1870. 

Mäßig groß, ähnelt inbezug auf die Gestalt Lionotus, unterscheidet 
sich dadurch, daß der Körper im ganzen mehr flach, blattförmig ist, indem 
der gewölbte Teil des Körpers sich auf einen relativ kleinen Teil der hinteren 
Region beschränkt, so daß meist der ganze Körper von einem breiten hyalinen 
Saum umzogen ist (fehlt nur manchmal am Rücken). Trichocysten vorhanden, 
bei den einzelnen Arten verschieden angeordnet, teils nur an der Bauchkante, 
teils auch an der Rückenkante. 

Art der Bewimperung noch nicht völlig sicher. Contractile Vacuole mit 
zahlreichen Bildungsvacuolen, die perlschnurartig angeordnet sind. Macro- 
nucleus verschieden gestaltet. 




Fig. 24. 

Loxophyllum 

meleagris O. F. M 

(Wrzesniowsky T. 4. 

Fig. 28.) 



Loxophyllum meleagris O. F. M. S. 

Dujardin 1841 p. 488. T. 14. Fig. 6. 

Clap. u. Lachm. 1858 p. 358. T. 16. Fig. 9. 

Wrzesniowski 1869. T. 4. Fig. 28 u. 29. 

Levander 1894^ p. 69, 190P p. 11 u. 19012 p. 7. 

Kolpoda meleagris O. F. Müller p. 99. T, 14. 

Fig. 1—6. 
Amphileptus meleagris Ehrenb. 1838 p. 357. 

T. 38. Fig. 4. 
Eichw. 1852. 
? Loxophyllum verrucosum Florentin 1901 p. 

343 T. 15. Fig. 1—5.. 



Körper etwa dreieckig, hinten abgerundet, Rüssel 
wenig ausgebildet dorsalwärts gebogen. Macronucleus 
rosenkranzförmig. Contractile Vacuole nahe dem Hinter- 
ende an der Dorsalkante, mit längs derselben nach vorn 

verlaufendem zuführend^ Kanal. Der Bauchkante entlang Trichocysten. 

Einige von Wrzesn. bei Warschau gefundene Individuen waren ferner an der 

Rückenkante mit papillenartig angeordneten Trichocystengruppen besetzt 

(hierher wohl auch L. verrucosum Florentin). 

0,300— 0,37||imm lang. 

Brackwasseifuchten Finnland, Finnisch.Meerb. Ramsö (Lev.) Hapsal (Eichw.) 
Salinen Von Vic (Lothr.) (Florentin). 

Loxophyllum rostratum Cohn. 
Cohn 1866 p. 280 T. 14. Fig. 8—11. 
Quennerstedt 1867 p. 7. 
Mereschkowsky 1877 p. 260. 

L. meleagris Fresenius 1865 p. 124. 



Ciliata. 



XIII 31 



Körper elliptisch, Rückenkante oft gewellt, von meleagris hauptsächlich 
unterschieden durch den relativ langen, spitzen, an der Spitze hakenförmig 
dorsalwärts gebogenen Rüssel. 

0,18 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.) Ostsee b. Warberg (Quenn.) Nordsee (Cohn, 
Fresenius). 

Schwarzes Meer (Perejslj. B. v. Kertsch (Andruss). 




Fig. 25. 

Loxophyllum rostratum 
Cohn. 
. (Cohn T. 14. Fig. 8.) 




Fig. 26. 

Loxophyllum armatum 

Cl. u. L. 

(Clap. u. Lachm. T. 14. 

fig- 17.) 



Loxophyllum armatum Cl. u. L. S. 

Cl. u. Lachm. 1858 p. 362. T. 14. Fig. 17. 

Bütschli 1887/89 T. 60. Fig. 2 c (n. Lieberkühns Orig.) 

Levander 1894^ p. 70 u. 1901 2 p. 7. 

Gestalt etwa halbmondförmig, Rückenkante ohne hyalinen Saum. Rüssel 
sehr kurz, wie es scheint, meist gebogen. Macronucleus bandförmig gewunden. 

Bis 0,40 mm lang. 

Finnischer Meerbusen Löfö (Lev.) 



♦ 



XIII 32 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Loxophyllum setigerum Quenn. 

Quennerstedt 1867 p. 6 T. 1. Fig. 4. 

Kent p. 530. 

Bütschli 1887—89 T. 59. Fig. 7. T. 60. Fig. 1 (nach Lieberkühn). 

Levander 1894- p. 69. 

Die von Quennerstedt aufgestellte Form zeichnet sich dadurch aus, daß 
sie am ventralen Körperende in ungleichmäßiger Entfernung von einander 
3—4 bewegliche Borsten besitzt. Die Körpergestalt stimmt mit der von L. 
meleagris iiberein. Mundöffnung ein längsstehender Spalt im vorderen Körper- 
drittel. Macronucleus aus 4 runden Körpern bestehend. Contr. Vacuole an 




Fig. 27. 

Loxophyllum 

seti gerum Quenn. 

a) (Quennerstedt T. 1. 

Fig. 4.) 

b) (Lieberkühn aus 

Bütschli 1887/89 T. 60 

Fig. L) 




der Dorsalseite mit mehreren Bildungsvacuolen. Die Beschreibung von 
Quennerstedt paßt sehr gut auf die von Bütschli wiedergegebene Zeichnung 
Lieberkühns, während ^ie Abbildung von Quennerstedt (s. Fig. 27 a) davon 
in einigen Punkten abweicht und nur die borstenförmigen Gebilde deutlich zeigt. 

Jedenfalls bedarf die Form dringend einer erneuten Untersuchung. 

0,13 mm lang. 

0,06 mm breit 

Finnischer Meerb. b. Löfö (Lev.) Ostsee: Warberg (Quenn.) Wismar 
(Lieberk.) 

Marseille (G. u. R.) Golf von Mexiko (Smith). 

N. i. G. L. setigerum var. armatum Calkins (1902) Woods Hole U. S. A. 
Loxophyllum pyriforme Gourret u. Roeser (1886; Marseille. 
Loxophyllum soliforme Fauret-Fremiet (1908) Südfrankr. Brackwasser. 



Ciliata. 



XIII 33 



Trachelius (Schrank 1803) emend. Cl. u. L. 1858. 

Ziemlich groß, Gestalt etwa birnförmig, Vorderende in einen nach der 
Rückenseite gebogenen relativ kurzen beweghchen Rüssel ausgezogen, an 
dessen Grunde die Mundöffnung liegt, die in den deutlich sichtbaren Schlund 
führt. Entoplasma ähnUch wie bei Noctiluca baumartig verzweigt. Contract. 
Vacuolen zahlreich, über den ganzen Körper verteilt. 



Trachelius ovum Ehrbg. S. 

Schrank 1803 p. 60. 

Ehrbg. 1838 p. 323. T. 33. 

Fig. 13. 
Cl. u. Lachm. 1858 p. 345. 
Kent 1880/82 p. 522. T. 27. 

Fig. 38. 
Bütschli 1887/89 T. 59. Fig. 
3 a n. Lieberkühn, c — h. 
Originale v. Bütschli. 
Fabre Domergue 1891 p. 1—21 

T. 5. 
Levander 1894^ p. 70, lOOP 

p. 11, 1901- p. 7. 
Hamburger 1903 p. 445. T. 13 
u. 14. 
Ophryocerca ovum Ehrenb. 

18322. 
Amphileptus ovum Duj. 1841 

p. 487. 

Harmodirus ovum Perty 1852 
p. 151. 
Gestalt birnförmig, rechte Seite abgeplattet und von einer Furche durch- 
zogen, in deren Mitte eine Grube (Saugnapf Hamburger) ; vorderes Ende des 
Körpers in einen mehr oder weniger ansehnlichen, nach dem Rücken gebogenen 
Rüssel ausgezogen, der auch zuweilen abgeworfen wird. Am Grunde des 
Rüssels die runde Mundöffnung, die in den ansehnlichen längsgestreiften 
Schlund führt. Kern bandförmig, contr. Vacuolen zahlreich über den ganzen 
Körper zerstreut. 

0,39 mm lang. 

Brackwasserbuchten Finnlands, Finnischer Meerb., Löfö u. Ramsösund (Lev.) 




Fig. 28. 

Trachelius ovum Ehrbg. 
(Original nach Skizze von C. Hamburger). 



Trachelius gutta Cohn. 
Amphileptus gutta Cohn 1866 p. 269. T. 15. Fig. 
Fabre Domergue 1885 p. 14. 

Nord. Plankton. 



•50. 



XIII 34 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 29. 

Trachelius gutta Cohn. 
(Cohn T. 15. Fig. 50). 



Amphileptus gutta Perejasl. 1885 p. 96. 

„ Bütschli 1887 '89 p. 1693. 

Allgemeine Körperform sehr an T. ovum 
erinnernd, doch fehlt die Rinne und der Saugnapf 
der rechten Seite. Der Rüssel nach Cohn sehr 
kurz, doch ist dies bei T. ovum auch sehr häufig 
der Fall. Die Anordnung des Plasmas ist gleich- 
falls wie bei ersterem. Die von Cohn beobachteten 
in regelmäßigen Abständen im Ectoplasma ver- 
teilten kugligen Körner, die er als Kerne deutet, 
sind wohl sicher contractile Vacuolen. Mund am 
Grunde des Rüssels, rund, führt in einen kurzen 
Schlund. 

0,12 mm lang (nicht genau gemessen Cohn). 

Nordseewasser (Cohn). Concarneau (Fabre). 

Schwarzes Meer (Perejasl.) 



Dileptus (Duj. 1841) emend. Wrzesn. 1870. 

Gestalt eines langgestreckten , mit langem 
Halse versehenen Trachelius, jedoch im Quer- 
schnitt drehrund und hinten zugespitzt. Rüssel 
flach, längs der Bauchkante jederseits stärkere, 
dichter stehende Cilien, die sich hinter der am 
Grunde des Rüssels liegenden Mundöffnung 
vereinigen. Schlund ansehnlich , von zarten 
Stäbchen umstellt. Zwischen den stärkeren 
Ciiienreihen des Rüssels ein Band von Tricho- 
cysten. Zahlreiche contractile Vacuolen auf der 
Dorsalseite des Körpers. Macronucleus lang 
rosenkranzförmig. 



y-ff- 



/iM 



m 



m 



m 



Fig. 30. 

Dileptus 
a n s e r 
O. F. M. 
(Bütschli 

T. 59. Fig. 4a.) 



Dileptus anser O. F. M. 

T. 7. Fig. 17. 



S. 



Dujardin p. 407. 
Eichwald 1852. 

Bütschli 1887/89. T. 59. Fig. 4a-f u. Figerkl. 
Schewiakoff 1889 p. 22. T. 3. Fig. 31—33. 
Vibrio anser Müller 1786 p. 73. T. 10. 
Fig. 7—11. 



Ciliata. 



XIII 35 



Amphileptus moniliger Ehrenb. 1838 p. 356. T. 38. Fig. 1. 

„ longicollis „ „ p. 357. T. 38. Fig. 5. 

„ margaritifer „ „ p. 355. T. 37. Fig. 5. 

Amphileptus gigas Clap. u. Lachm. p. 349. T. 16. Fig. 3. 

„ Daday 1885 p. 491. 

Dileptus „ Wrzesniowski 1870 p. 504. T. 23. Fig. 38—44. 

Ampliiieptus monilatus Stokes 1886 p. 102. T. 1. Fig. 9. 

Mit den Merkmalen der Gattung. 

Bis 1 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Wiborg, Ostsee bei Hapsal (Eichw.) Danzig 
(Ehrenb.) 

N. 1. G. Loxodes (Ehrbg. 1830) emend. Clap. u. Lachm. 1858. 

Loxodes rostrum O. F. M. Golf v. Mexiko (Smith 1904). 



Nassula (Ehrbg. 1833 u. 38) emend. Cl. u. L. 1858. • 

Eiförmig bis länglich, zuweilen dorsoventral abgeplattet, meist pigmentiert. 
Linke Körperseite in der Höhe des bauchständigen Mundes mehr oder weniger 
eingebuchtet. In dieser Einbuchtung verläuft die adorale Spirale. Mund rund, 
Schlund mit Reusenapparat. After terminal. Macronucleus kuglig oder 
bandförmig. 



Nassula aurea Ehrbg. S. 

Ehrenb. 1838 p. 340. T. 37. Fig. 3. 
Eichwald 1852. 
Dujardin 1841 p. 497. 

Bütschli 1887/89. T. 60. Fig. 4a -b n. Lieber- 
kühn c — f. Orig. V. Bütschli. 
pp. Schewiakoff 1889 p. 28. T. 3. Fig. 39— 46. 
Levander 1894 -^ p. 71 u. 19012 p. 7. 

Chilodon aureus Ehrenb. 1838 p. 338. 
T. 36. Fig. 6. 




c.p 



Farbe gelb. Körperumriß elliptisch, nach 
hinten etwas spitz auslaufend, dorsoventral 
schwach abgeplattet, von N. elegans, abgesehen 
von der abweichenden äußeren Gestalt, noch 
dadurch unterschieden, daß die zum Munde 
führende adorale Wimperzone aus viel zahl- 
reicheren Wimpern besteht, und daß der Reusenapparat des Schlundes 

3* 



Fig. 31. 

Nassula aurea 

Ehrbg. 

(Schewiakoff T. 111. Fig. 39.) 



XIII 36 



Cl. Hamburger und von Biiddenbrock. 



komplizierter gebaut ist (näheres bei Schewiakoff), ferner ist sie bedeutend 
größer als diese, steht ihr aber im allgemeinen recht nahe. Macrönucleus 
kuglig. Contr. Vacuole wie bei N. elegans. 
Bis 0,240 mm lang. 

Finnischer Meerbusen Löfö u. Ramsösund (Lev.) Reval u. Hapsal (Eichw.) 
Sandwichinseln, Salzwassergraben a. d. Küste des Stillen Ozeans (Schewiak. 1893.) 



cv 



Nassuia elegans Ehrbg. S. 

Ehrenberg 1832 p. 438 u. 1838 p. 339. 

T. 37. Fig. 1. 
Dujardin 1841 p. 497. 
Eichwald 1852. 
Schewiakoff 1889 p. 25. T.III. Fig. .34—38. 

Nassuia flava Clap. u. Lachm. 1858 p. 327. 
T. 17. Fig. 6. 
„ „ Gourret u. Roeser 1886 p. 462. 

T. 28. Fig 8. 
hesperidea Entz 1884 p. 331. T. 21. 
F'g- 1—^. 
Körper vorn und hinten abgerundet, vorn 
schmäler als hinten. Vorderende etwas nach 
links übergebogen , so daß linke Seite mit 
schwacher Einbuchtung. Reusenapparat nur aus 
längs gerichteten Stäben bestehend, nicht von Ringen umgeben wie bei 
N. aurea. Macrönucleus elliptisch. Eine contractile Vacuole. 
0,10-0,20 mm lang. 
Ostsee bei Hapsal (Eichw.) 

Marseille (G. u. R.), Neapel (Entz). 




Fig. 32. 
Nassuia elegans Ehrbg. 
(Schewiakoff T. 3. Fig 34). 






Fig. 


33. 




Nassuia 


nota 


ta 




0. F. 


M. 




(Entz 


T. 21 


. Fig. 


6.) 



Nassuia notata O. F. M. S. 

(Nassuia microstoma). 

Leucophra notata O. F. Müller 1786 p. 152. T. 32. 

Fig. 13—16. 
Chilodon ornatus Ehrenberg 1838 p. 338. T. 36. Fig. 6. 
Paramaecium microstomum Clap. u. Lachm. p. 268. T. 14. 
Fig. 9. 
„ „ Gourret u. Roeser 1886 p. 445. 

Nassuia microstoma Cohn 1866 p. 267. T. 14. 

Fig. 4 u. 5, 
Kent p. 496. 

Entz 1 884 p. 336. T. 26. 
Fig. 38. 



Ciliata. 



XIII 37 



Fig. 34. 
Fig. 38. 

ähnlich, etwas schlanker, 
deutlich umschriebene sehr 



Nassula microstoma Fabre Dom. 1885 p. 14. 
„ „ Perejasl. 1885 p. 96. 

Calkins 1902 p. 440 
Isotricha „ Kent p. 498. T. 26. 

Gruber 1884 p. 8. 

Rötlich gefärbt. Gestalt der von elegans 
In der Einbuchtung der linken Körperseite eine 
charakteristische Pigmentanhäufung. Adorale Zone weit vorn beginnend, 
etwa S förmig. Mund mit ansehnlichem Schlund. Kern rund. 1 contr. Vacuole. 

0,1 mm lang, Breite V3 der Länge. 

Kopenhagen (O. F. M.) ? Norwegische Küste (Clap. u. L.) Nordsee- 
wasser (Cohn), bei Concarneau (Fabre). 

Marseille (Q. u. R.) Genua (Gruber). Neapel (Entz). Schwarzes Meer 
(Perejasl.) Woods Hole U. S. A (Calkins). 



Nassula brunnea Fabre. 



Pelagisch. 




Fig. 34. 

Nassula brunnea 

Fabre. 
(Fabre T. 28. Fig. 3.) 



Fabre-Domergue 1885 p. 3. T. 28. 
Fig. 3. 

Farbe hellbraun. Das vordere 
hellere Viertel von dem übrigen 
Körper, der dunkler gefärbt ist, 
durch eine tief dunkelbraune gürtel- 
förmige Zone getrennt. Mund 
und Schlund wie bei notata. 
Adorale Zone fehlt. Kern lang 
wurstförmig, an beiden Enden 
abgerundet; vom bis zum Munde 
reichend. 

0,25—0,30 mm lang. 

^ Atl. Ozean bei Concarneau 
im Oberflächenplankton 
u. zwischen Algen in 15 m Tiefe. 



Nassula oblonga Maupas. 

Maupas 1883 p. 481. T. 21. Fig. 13. 

Farbe grau. Körper vorn quer abgestutzt, hinten konisch zulaufend. 
Rechte Seite convex, linke concav. Kern oval, in der Mitte mit querem Spalt. 



Xlll 38 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



^ - 




Fig. 35. 

Nassula oblonga 

Maup. 

(Maupas T. 21. 

Fig. 13.) 



Steht brunnea am nächsten, 
unterscheidet sich durch Körper- 
form, Farbe und Gestalt des Kerns. 

0,110—0,120 mm lang. 

.Roskoff Nord - Küste der 
Bretagne. 

N. i. G. Nassula rubens Perejasl. 
(Schwarz. Meer). 

N. i. G. Orthodon Gruber 1884. 
Orthodon hamatus Gruber 

(1884) Genua. 
Syn. Rhabdodon falcatus 

Entz (1884) Neapel. 



Chilodon Ehrenberg 1833 (u. 1838 pp.) 

Bauchseite abgeplattet bis concav, allein mit Wimpern besetzt. Rücken 
in der Mitte gewölbt, an den Rändern flach. Der vordere flache, hyaline 
Rand zuweilen schnabelförmig ausgezogen. Umriß mehr oder weniger eiförmig. 
Bauch längsgestreift. Mund mit Stäbchenapparat. Macronucleus oval. 





Fig. 36. 

Chilodon c u c u 1 1 u 1 u s O. F. M. 
(Stein 1859). 

a) (T. 1. Fig. 7) Bauchseite. 

b) (T. 1. Fig. 9) Linke Seile. 



Chilodon cucullulus 0. F. M. S. 

Ehrenb. 1838 p. 336. T. 36. Fig. 7. 
Dujardin 1841 p. 491. T. 6. Fig. 6. 
Eichwald 1852. 
Clap. u. Lachm. p. 334. 
Stein 1859 3 p..ll4. T. 1. Fig. 6-23. 
Wrzesniowski 1869. T. 3. Fig. 17—18. 
Rees 1884 p. 17. 
Gourret u. Roeser 1886 p. 447. 
Levander 1894'-^ p. 72, 190P p. 11, 
19012 p. 7. 
Kolpoda cucullulus Müller 1786 p. 

105. T. 15. Fig. 7—11. 
Kolpoda cucullio Müller 1786 p. 106. 

T. 15. Fig. 12—15. 
Loxodes cucullio Dujardin p. 451. 
T. 13. Fig. 9. 



Ciliata. 



Xlll 39 



Loxodes dentatus Dujardin p. 453. T. 14. Fig. 10. 

? Chilodon complanatus G. u. R. 1886 p. 505. T. 33. Fig. 7. 

? „ auricula G. u. R. 1888 p. 172. T. 14. Fig. 4— 5, 

Mit den Charakteren der Gattung; hyaliner Saum vorn schnabelartig 
ausgezogen. Körperuniriß vorn breit, nach hinten verschmälert. Ventralseite 
mit etwa 14 Cilienreihen. Der hyaline Rand des Körpers vorn breit, nach 
hinten zu sich verengernd. Stäbchen des Reusenapparates oben abgerundet. 
Macronucleus länglich, elliptisch. Contractile Vacuolen zahlreich. 

Größe wechselnd bis 0,190 mm lang. 

Brackwasserbuchten Finnlands, Finnischer Meerbusen, Löfö u. Ramsö- 
sund (Lev.) Hapsal u. Peterhof (Eichw.) Norwegische Küste (Ehrbg.) War- 
berg, Wisby. (Quenn.) Wismar (Stein). Holländische Küste (Rees). 

? Marseille u. Corsicä (G. u. R.) Woods Hole U. S. A (Calkins). Golf v. 
. Mexiko (Smith). 



Chilodon crebricostatus Möbius. 



Möbius 1888 p. 89. T. 6. Fig. 10— 12. 
Levander 18942 p. 71. 1901'-' p 8. 

Gestalt schief, eiförmig, vorn abgestutzt. Rücken 
gewölbt, Bauch flach mit zahlreichen Cilienreihen. 
Vorderes Feld der Bauchwimpern gegen den Mund 
durch eine Spirallinie sehr kleiner adoraler Wimpern, 
welche bis zur linken Seite des Mundes verlaufen, 
begrenzt. Stäbchen der Reuse oben abgeschrägt, 
Kern oval. 

0,057—0,076 mm lang. 

0,038— 0,057 -mm breit. 

Finnischer Meerb. Löfö (Lev.) Kieler Hafen 
(Möbius). 

N. i. G. Chilodon uncinatus Ehrbg. Sardinien (Parona). 




. Fig. 37. 

Chilodon 

crebricostatus 

Mbbius. 

(Möbius T.,6. Fig. 11.) 



Chlamydodon Ehrbg. 1835 (u. 38). 

Gestalt ähnlich Chilodon, Schnabel abgerundet. Die flachen Ränder 
sind von der gewölbten Rückenseite durch eine Furche getrennt, längs welcher 
ein quergestreiftes Band verläuft. Der Schlund sehr ähnlich dem von Chilodon 
cucuUulus, aber aus sehr breiten Stäbchen gebildet. Der Mund soll nach Entz 
nicht auf der Bauchseite nach ^ußen münden, sondern in einen spaltartigen 
Raum, der dadurch gebildet wird, daß der Schnabel sich an dieser Stelle in 



XIII 40 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




eine dorsale und ventrale Lamelle spaltet, (s. Fig. 39.) Macronucleus oval 
(zuweilen mit Querspalt). 

Chlamydodon mnemosyne Ehrbg. Pelagisch. 

Ehrenberg 1838 p. 377. T. 42. Fig. 8. 
Stein 1859"^ p. 116. T. 2. Fig. 16. 1867 

p. 269. 
Quennerstedt 1867 p. 27. T. 2. Fig 1. 
Entz 1884 p. 293. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Levander 1894^ p. 72, 1901^ p. 8. 

Loxodes marinus Duj. 1841 p. 453. T. 13. 

Fig. 11. 

Länglich, eiförmig. Schnabel vom übrigen 
Körper nicht abgesetzt. Rechter Rand schwach 
convex, linker Rand schwach concav. Quer- 
gestreiftes Band schmal. Contract. Vacuolen 
nicht so zahlreich, als bei der folgenden Art. 
Macronucleus länglich rund. 
0,08 mm lang. 
Weißes Meer (Mereschk. ?) Finnischer Meerb. Löfö (Lev.) Ostsee 
Warberg (Quenn.) Wismar (Ehrbg. u. Stein) von letzterem pelagisch gefischt. 
Concarneau (Fabre). 

Bucht von Kertsch (Andruss.) Neapel (Entz). 



gm 






Fig. 38. 


Chlamydodon 

mnemosyne Ehrbg. 

Stein 59^ 

T. 1. 

a) (Fig. ij Ventralseite. 

b) (Fig. 5) Linke Seite. 



Chlamydodon triquetra O. F. M. 



?^/>- 





Fig. 39. 

Chlamydodon triquetra 

O. F. M. 

(Entz T. 21. Fig. 15 u. 17). 

a) Bauchseite. 

b) Linke Seite. 



Kolpoda triquetra O. F. Müller p. 97. T. 13^ ^ig. 13— r5. 
Chlamydodon cyclops Entz 1884 p. 340. T. 21. Fig. 14-18. 
Chlamydodon erythrorhynchus Perejaslawzewa 1885 p. 83. Fig. 6 a u. b. 



Ciliata. 



XIII 41 



Schnabel nach vorn und links ausgezogen, abgerundet; diese Stelle von 
einer Anhäufung von rotem Pigment umsäumt. Rechter Körperrand convex, 
linker vorn etwas concav eingebuchtet, Hinterende zugespitzt. Gestalt sowohl 
von vorn als im Profil bedeutend mehr asymmetrisch als bei mnemosyne. 
Quergestreiftes Band breiter, Zahl der Schlundstäbchen doppelt so groß als bei 
mnemosyne. Macronucleus mit Querspalt. Contractile Vacuolen zahlreich. 

0,08—0,12 mm lang. 

Stirnbreite 0,04-0,05 mm. 

Im Meerwasser, vermutlich bei Kopenhagen (O. F. M.). 
Neapel (Entz) Schwarzes Meer (Perejasl.) 



Scaphidiodon Stein 1859«. 

Körper starr, nachenähnlich, vorn grade abgestutzt. Nach hinten in eine 
Spitze ausgezogen, die etwas dorsal gekrümmt ist. Bewimperung nur auf der 

flachen Bauchseite, deren hyaliner Rand jedoch 
auch wimperlos wie die gewölbte Rückenseite, 
die zuweilen kielartige Erhöhungen zeigt. Schlund 
mit Stäbchenapparat. 




Scaphidiodon navicula O. F. M. Pe lagisch. 

Stein 1859^ p. 63, 1859- p. 3 u. 18593 p n?. 

' T. 2. Fig. 7-15. 1867 p. 269. 
Quennerstedt 1869 p. 3. 

Trichoda navicula O. F. Müller 1786 p. 191. 
T. 27. Fig. 9—12. 

Mit den Merkmalen der Gattung. 
0,1 mm lang. 

Meerwasser, ohne nähere Angabe (O. F. M.) 
Ostsee Wismar (Stein) pe lagisch gefischt, Wisby. (Quenn.) 



Fig. 40. 

Scaphidiodon navicula 

O. F. M. 

a) Rechte Seite. (Fig. 8). 

b) Bauchseite. (Fig. 9). 



Aegyria (Clap. u. L. 1858) emend. Entz 1884. 

Gestalt im uncontrahierten Zustande ähnlich Chilodon und Chlamydodon. 
Farblos oder verschieden gefärbt. Bauchseite flach oder schwach ausgehöhlt 
dicht mit Cilienreihen besetzt, die nicht am hinteren Pol, sondern auf der 
Bauchseite zusammenstoßen und hier etwas tordiert sind. Schwanzgriffel 
an dieser Stelle; ebenso vermutlich der After. Reusenapparat breit, plattge- 
drückt, mit kurzen Stäbchen; am Schnabel schwarzer oder roter Pigmentfleck. 



XIII 42 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Ein sehr wichtiger Charai<ter ist, daß sich durch Contraction der Bauch- 
fläche die Rüci<enfläche wie zwei Muschelschalen zusammenklappen kann, 
der Körper tordiert sich hierbei gleichzeitig. Bewegung oft kriechend, dann 
den Griffel zum Nachschieben verwendend. 



Aegyria oliva Cl. u. L. 
T. 15. 



Fig. 14-15. 



Clap. u. Lachm. 1858 p. 289. 

Gruber 1884 p. 9. 

Rees 1884 p. 18. T. 16. Fig. 8—10. 

Entz 1884 p. 345. T. 22. Fig. 1—5. 
Glenotrochilia Diesing 1866 p. 563. 
Einzige bekannte Art mit den Merkmalen der Gattung. 
0,08—0,14 mm lang. 

Norwegische Küste bei Glesnäholm (Cl. u. Lachm.). AusternbecJ<en in 
Berg op Zoom. (Rees). 

Schw. Meer (Perejasl.) Genua (Gruber). Neapel (Entz). 




Fig. 41. Aegyria oliva Cl. u. L. 

a) Bauchseite flache Form. b) Zusammengerollte Form. (Entz T. 22. Fig. 2 u. 3). 

c) Linke Seite. (Rees T. 16. Fig. 8). 

N. i. G. OnychodactylusEntzl88 4. 

Onychodactylus acrobaies Entz (1884) Neapel. 
Syn. Chlamydodon pachidermus Perejasl. (1885) Schw^. Meer. 



Trichopus dysteria Cl. u. L. 

Clap. u. Lachm. p. 338. T. 14. Fig. 15. 
Bütschli 1887/89 p. 1699. 



Ciliaia. 



Xm 43 



Von der Gattung Dysteria und Aegyria durch 
die Anwesenheit eines Wimperbüschels an Stelle 
des Schwanzgriffels unterschieden. Schlund von 
Stäbchen umgeben. Körper vorn verengt. Macro- 
nucleus länglich rund. 

(Nach Bütschli u. Entz (1884 p. 349) an Aegyria 
anzuschließen, vielleicht damit zu vereinigen. 
Beschreibung Ciaparedes ungenügend). 

Größe unbekannt. 
Bergen (Lachm.) 




cv 



Tricfiopus aysteria 
Ci. u. L. 

(Clap. u. Lachm. T. 14, 
Fig. 15. 

Trochilia (Duj. 1841) Stein ISSQ». 

Bewimperung der Bauchfläche auf ein schmales, nach links gekrümmtes 
Band reduziert, sonst nahe an Aegyria sich anschließend. Schwanzgriffel gut 
ausgebildet. Rücken glatt oder längs gerippt. 

.a b 



Trochilia sigmoides Duj. 

Dujardin p. 455. T. 10. Fig. 15. 
Stein 18593 p. 118. Entz 1884 p. 294. 
Huxleya sulcata Cl. u., Lachm. p. 290. T. 14. 

Fig. 14. 

Körper vorn verjüngt, abgerundet, nach 
links gekrümmt. Hinterende breit abgerundet. 
Schwanzgriffel am aboralen Ende der schmalen 
Bauchseite. Rücken mit bogig verlaufenden 
Längsrippen versehen. 

0,024—0,035 mm lang. 
Bergen (Cl. u. Lachm.). 

Miltelmeer bei Cette (Duj.) Neapel (Entz). 





-SS" 
Fig. 43. 
Trochilia sigmoi 

a) Dujardin T. 10. 

b) Clap. u. Lachm. T. 



Triest (Stein). 



des Duj. 
Fig. 15. 
14. Fig. 14. 



' Trochilia dubia Wallengr. 

Wallengren 1900 p. 47. T. 2. Fig. 10, 11. 

Körper oval, vorn breit abgerundet, hinten schwanzähnlich verschmälert, 
rechts stärker gewölbt als links. Ventralseite abgeplattet. Rücken glatt; an 



XIII 44 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



den Seiten gewölbt, in der Mitte concav, Schwanz ventral übergebogen. 
Die schmale Bauchseite asymmetrisch. Mundöffnung rechts von der Median- 
linie, am Übergang des Stirnfeldes in das Bauchfeld, führt in einen schräg 
nach rechts hinten verlaufenden Schlund, an dem Stäbchen nicht wahrgenommen 
werden konnten. 4 Cilienreihen beginnen hinten am Schwanzgriffel und ver- 
laufen am rechten Rande des Bauchfeldes nach vorn, die zwei äußeren über 



i;(2'> 





yCU 



SÄ' 



Fig. 44. Trochilia dubia Wallengr. 

(Wallengren 1900. T. 2.) 

a) Von der Bauchseite (Fig. 10.) b) Von der Rückenseite (Fig. 11.) 



den Rücken nach links und an der vorderen Kante des Bauchfeldes bis zum 
Mund. An der linken Körperseite, an der Stelle, wo die Wimperspirale ventral 
umbiegt, eine große Membranelle (die wohl der Borste von T. palustris ent- 
spricht). Die übrigen Cilienreihen des Bauchfeldes erstrecken sich höchstens 
bis zur Mitte des Körpers. 2 contract. Vacuolen. Macronucleus länglich rund 
mit hellem Spalt. 

0,071 mm lang. 0,046 mm breit. 

Zwischen Algen an der Küste südl. v. Malmö u. bei Limhamm, (Wallengr.) 



Trochilia crassa Lev. 
Levander 18942 p. 72. t. 3. Fig. 2 u. 1901 2 p. 8. 

Körper seitlich etwas zusammengedrückt. Vorderende quer abgestutzt. 
Hinterende breit bauchig abgerundet. Rücken hoch gewölbt. Gesamtgestalt 
soll nach dem Autor an eine Cypraeaschale erinnern; dies sowie die weiteren 



C iliata. 



XIII 45 



in der Speziesbeschreibung angegebenen Charaktere sind 
aus der Zeichnung i<aum ersichtlich. Im ganzen scheint 
T. crassa der von Wallengren beschriebenen T. dubia 
in vieler Beziehung nahe zu stehen. Gestalt, Bewimperung 
der Bauchseite und Bau des Mundes fast völlig wie bei 
T. dubia, nur finden sich hier 5—6 zum Hinterende 
ziehende Cilienreihen, und die Schlundröhre soll hier 
mit Stäbchen besetzt sein. Membranelle nicht vor- 
handen (?) 

0,050 mm lang, 0,035 mm breit. 

Finnland: Seestrand bei Löfö (Lev.) 

N. i. G. Trochilia marina Mereschki Schwarzes Meer 
(Mereschkowsky 1877, Andrussowa 1886). 




Fig. 45. Trochilia 

crassa (Lev.) 

(Levander 1894^ T. 3. 

Fig. 2. 



Dysteria Huxley 1857. 

Steht Trochilia und Aegyria sehr nahe, Körper stark seitlich comprimiert. 
Die Kriechfläche entspricht der Bauchfläche und dem linken, kleineren Teil der 
Rückenseite. Die eigentliche Bauchseite ist nur ein schmales bewimpertes 
Band längs des rechten und vorderen Randes der scheinbaren Ventralseite. 
Am analen Ende der Bauchfläche der meist ansehnliche verschieden gestaltete 
Schwanzgriffel. Die rechte Hälfte der Rückenseite, die scheinbare Dorsalseite, 
mäßig gewölbt, häufig mit Längsrippen. Schlund stets ansehnlich aber glatt, 
ohne Stäbchen. 

Die Gattung ist bisher wenig eingehend untersucht, vermutlich wird 
eine Revision derselben eine Verminderung der Arten ergeben. 



Dysteria armata Huxley. S. 



Huxley 1857 p. 78. T. 7. 


Fig. 


13—15 


Entz 1884 p. 355. T. 21. 


Fig. 


19—25 


Fabre 1885 p. 14. 







Körper vorn schräg bogenförmig ab- 
gestutzt, hinten gleichfalls abgerundet aber 
verschmälert. Der auf die Ventralseite 
herumgeklappte linke Teil der Dorsalseite 
vorn ausgezackt, von den Zacken ent- 
springen schräg nach hinten verlaufende 
Leisten. Schlund kompliziert gebaut ohne 
Stäbchen. Schwanzgriffel hat die Gestalt 
einer dreieckigen bis sichelförmigenMesser- 



n. 




-^^ 



Ss 



Fig. 46. 

Dysteria armata Huxl. 
(Entz T. 21. Fig. 21.) 



XIII 46 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock 



klinge, hinter dem Griffel ein Büschel langer, ziemlich steifer Borsten 
0,08—0,12 mm lang. 

Englische Küste (Huxley). Concarneau (Fabre). 
Golf von Neapel (Entzj. 



• Dysteria monostyla Ehrbg. Pe lagisch. 

Bütschli 1887 89 p. 1700 u. Figerkl. T. 61. Fig. 8. 

Euplotes monostylus Ehrenberg 1838 p. 380. T. 42. Fig. 14. 

Eichwald 1844 p. 127. T. 4. Fig. 36. 
Ervilia legumen Dujardin 1841 p. 454. T. 10. Fig. 14. 
Aegyria „ Clap. u. Lachm. 1858 p. 288. T. 15. Fig. 16. 

„ „ Parona p. 11. 

Ervilia monostyla Stein 1859^ p. 119. T. 2. Fig. 16-24. 
„ „ Quennerstedt 1867 p. 30. 

„ „ Mereschkowsky 1877 p. 243 u. 1879 p. 216. 

Rees 1884 p. 17. 
„ „ Andrussowa 1886 p. 251. 

Aegyria monostyla Kent p. 755. T. 42. Fig. 35 u. 36. 
Gruber 1884 p. 9. 
„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Gourret u. Roeser 1886 p. 510. T. 33. Fig. 12 
u. 13. u. 1888 p. 178. 
? Dysteria crassipes Clap. u. Lachm. 1858 pr: 287. T. 15. Fig. 17—19. 
? Cypridium crassipes Kent p. 755. 

Körper länglich, rechteckig mit 
abgerundeten Ecken, stets mit einer 
Längsfurche auf der rechten dorsalen 
Hälfte der Rückenseite, welche der 
Rückenkante parallel verläuft, zuweilen 
auch eine entsprechende auf der 
linken ventralen Seite. Contr.Vac.2 -3. 
0,075 mm lang, 0,04 mm breit. 

Weißes Meer (Mereschk.) Finn. 

Meerb. bei Reval (Eichw.) Norweg. 

Küste (Cl. u. Lachm.) Warberg 

Wisby (Quenn.) Wismar (Ehrbg.j 

Travemünde , Wismar (pelagisch 

gefischt). Cuxhaven (Stein). Holland. 

Küste Scheldemünd., Bretagne (Rees). 

Concarneau (Fabrej. 

Bucht. V. Kertsch (Andruss.) Schw. Meer (Perejasl.) Marseille (G. u. R.) 

Mittelmeer ? Cette (Duj.) Genua (Gruber). Triest (Stein), Sardinien (Parona). 

Neapel (Entz). 





. Fig. 47. 

Dysteria monostyla Ehrbg. 
(Stein 1859. T. 2.) 

a) (Fig. 16.) Rechte Hälfte der Dorsal 

Seite. 

b) (Fig. 17.) Linke Hälfte der Dorsal 

Seite u. Ventralseite. 



Ciliata. 



XIII 47 



Dysteria angustata Cl. u. L. 

Aegyria angustata Clap. u. Lachm. p. 288. T. 15. 
Fig. 21-23. 
„ „ Kent p. 755. 

„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Perejasl. 1885 p. 96. 
Gourret u. Roeser 1886 p. 507. 
T. 33. Fig. 8. 

Körper vorn verengt, Kiel fehlt, sonst monostyla 
sehr ähnlich. Beschreibung unvollständig. Auf der 
Figur, die nach einer Skizze Lachmanns angefertigt 
ist, erscheint die rechte Hälfte der Rückenseite als 
die kleinere, doch hält dies schon Clap. für einen 
Beobachtungsfehler. 

Größe? 

Norwegische Küste (Cl. u. L.) Concarneau (Fabre) 
Schwarz. Meer (Perejasl.) Marseille (G. u. R.) 




^_ cv 



S9 



Fig. 48. 

Dysteria angustata 

Cl. u. L. 
(Clap. u. Lachm. T. 15. 

Fig. 21.) 



Dysteria lanceolata Cl. u. L. 

Clap. u. Lachm. 1858 p. 285. 

T. 15. Fig. 8- 13. 
Möbius 1888 T. 6. Fig. 7—9. 
Levander 1894- p. 75. 

Cypridium lanceolatum Kent 

p. 754. 

Vorn breit abgerundet, 
hinten verengt. Rechte und 
linke Hälfte der Rückenseite 
etwa gleich groß, so daß die 
bewimperte Bauchseite nur eine 
schmale, concave Rinne bildet. 
Parallel der ihr gegenüber 
liegenden Rückenkante verlau- 
fen leistenartige Erhöhungen. 
Schlund lang, etwa halb so 
lang wie der Körper. Kern 
länglich rund. 

Finnischer Meer- Busen, 
Gasgrund (Lev.) Westküste v. 
Norwegen (Cl. u. L.) Kieler Bucht (Möbius, Lev.) 
Woods Hole U. S. A. (Calkins). 




SS--' 




SS--- 



Fig. 49. 

Dysteria lanceolata Cl. u. L- 

(Möbius T. 6) 

a) (Fig. 7.) Rechte Seitenans. 

b) (Fig. 8.) Teilung, linke Seitenansicht. 



XIII 48 



CI. Hamburger und von Buddenbrook. 




SS 



Fig. 
Dysteria 
(Cl. u. L. T. 



50. 
spi 
15. 



nigera 
Fig. 4.) 



Dysteria spinigera Cl. u. L. 

Cl. u. L. p. 286. T. 15. Fig. 4 

Cypridiuiii spinigerum Kent p 754. 

Die (?) kleinere rechte Hälfte der Rückenseite 
mit 2 Kielen versehen und vorn in 2 stachelartige 
Spitzen ausgezogen. Schwanzgriffel dünn und lang. 

Größe nicht festgestellt, aber größer als D. 
lanceolata. 

Norweg. Küste bei Glesnaesholm (Cl. u. L.). 



SS~ 




Fig. 51. 
Dysteria aculeata 

Cl. u. L. 

(Clap. u. Lachin. T. 15. 

Fig. 20.) 



Dysteria aculeata Cl u. L. 

Clap. u. Lachm. 1858 p. 286. T. 15 Fig. 20. 

Cypridium aculeatum Kent p. 754 u. 
Gourret u. Roeser 1888 p. 174. 
T. 14. Fig 1. 

Sehr ähnlich und ebenso groß wit spinigera, 
von ihr hauptsächlich dadurch unterschieden, daß 
der Dorsalkante ein Kiel aufsitzt, jedoch ist es fraglich, 
ob sie eine besondere Art ist. 

Norwegische Küste (Cl. u. L.) 

Sizilien (Parona). Corsica (G. u. R ) 



Dysteria sulcata Cl. u. L. 

b 




Fig. 52. 

Dysteria sulcata Cl. u. L. 
Clap. u. Lachm. T. 15. 

a) Rechte Seite (Fig. 1). 

b) Linke Seite (Fig. 3j. 



Iduna sulcata Clap. u. Lachm. 1858 p. 284. T. 15. Fig. 1-3. 
„ „ Kent p. 752. 



Ciliata. 



XIII 49 



Vorn breit, hinten wenig verschmälert. Rechte Hälfte der Rückenseite 
mit 4 erhabenen Längsrippen. Linke Hälfte glatt, ihr linker Rand in der 
Gegend des Schwanzgriffels ausgebuchtet. Oesophagus verläuft in einem nach 
der Rückenkante geöffneten Winkel. 

0,14 mm lang. 

Norweg. Küste bei Glesnaesholm (Cl. u. L.) 

Schwarz. Meer (Perejasl.) 



Dysteria pusilla Cl. u. L. 



? S. 



Aegyria pusilla Cl. u. L. p. 289. T. 15. Fig. 5—7. 

„ „ Kent p. 756. 

? Ervilia fluviatilis Stein 18593 p. 120. Fig. 25-27. 
? Aegyria „ Gourret u. Roeser 1888 p. 145. 

semilunaris Gourret u. Roeser 1888 p. 174. T. 13. Fig. 17—20. 
? „ cristata Gourret u. Roeser 1888 p. 177. T. 13. Fig. 16. 




SS --' 



Fig. 53. 

Dysteria pusilla 

Cl. u. L. 

(Cl. u. L. T. 15. Fig. 5.) • 





Flg. 54. 

Dysteria crassa Cl. u. L. 

(Cl. u. L. T. 15.) 

a) (Fig. 11) Linke Seitenansicht. 

b) (Fig. 12) Dorsal. 



Körper ganz glatt, oval, schmal, vorn etwas verengt, sehr klein. 
0,032 mm lang, 0,024 mm breit. 
Norweg. Küste Glesnaesholm (Cl. u. L.) 
? Hafen von Bastia, Corsica (Q. u. R.) 



Dysteria crassa Cl. u. L. 

Huxleya crassa Cl. u. Lachm. p. 291. T. 14. Fig. 11 — 13. 
„ „ Kent p. 758. 

Nord. Plankton. 



XIU4 



XIII 50 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Vorn abgerundet, im hinteren Körperdrittel eine die Rückenseite um- 
ziehende vorspringende Leiste. 1 contr. Vacuole. Im ganzen ungenügend 
beobachtet. 

0,035 mm lang. 

Norweg. Küste bei Bergen (Clap. u. L). 

N. 1. G. Dysteria (Aegyria) marioni Gourret u. Roeser (1886). 

Dysteria (Aegyria) fluv. var. marina Gourret u. Roeser (1886) Marseille, 

(1888) Corsica. 
Dysteria (Ervilia) salina Entz (1879) Salzteiche von Szamosfaloa. 
Dysteria (Aegyria) compressa G. u. R. (1888) Hafen von Bastia, Corsica. 



Frontonia (Ehrbg. 1838) emend. Clap. u. L. 1858. 

Länglich cylindrisch, dorsoventral abgeplattet, wenig contractu. Mund 
in der vorderen Hälfte der Bauchseite, längs oval. An seinem linken Rande 
[und auch am rechten (Fabre)] undulierende Membran, rechterseits ein weit 
nach hinten ziehendes schmales, rinnenförmiges, eingesenktes Feld mit einigen 
Cilienlängsreihen. Schlund wenig entwickelt. Macronucleus oval. 



Frontonia ieucas Ehrbg. S. 

Clap. u. L. p. 259.; Schewiakoff 1889 p. 38. 

T. 5. Fig. 57—64. 
Levander 18942 p. 75; 1901 2 p. 7. 

Bursaria Ieucas Ehrenberg 1838 p 329. 
T. 34. Fig. 8. 
„ vernalis Eichwald 1844 u. 1852. 

Panophrys chrysalis Dujardin p. 492 T. 14. 

Fig. 7. 
Ophryoglena panophrys Pertyp. 142. T. 3. 
Fig. 11. 
„ . magna Maupas 1883 p. 467. 
T. 21. Fig. 9-12. 
Nassula divisa Alentzin p. 111. Fig. 10 — 11. 
Cyrtostomum Ieucas Kent p. 497. T. 26. 
Fig. 37. 
„ „ Fabre -Domergue 

18881 p. 13. T. 2. Fig. 
16-21. 
0,1 — 0,5 mm lang. 

Weißlich grau oder schwärzlich oder durch Zoochlorellen grün gefärbt. 
Vorn breiter als hinten, an beiden Enden abgerundet. Rechte Seite gerade, 




Fig. 55. 

Frontonia Ieucas 

Ehrbg. 

Ventrale Ansicht. 

(Schewiakoff T. 5. Fig. 57). 



Ciliata. 



XIII 51 



linke gewölbt. Contractile Vacuole rechts in der Mitte mit langen radiär 
verlaufenden zuführenden Kanälen. 

Finnischer Meerbusen bei Reval (Eichw.), 
Löfö- und Ramsösund (Lev.), Ostsee bei Hapsal 
(Eichwald). 

Cette Mittelmeer (Duj.) Woods Hole U. S. A (Calkins). 



Frontonia fusca Quenn. 

Bütschli p. 1703. 

Panophrys fusca Quennerstedt 1869 p. 9. 

Fig. 4 u. 5. 
Plagiopyla fusca Kent p. 539. T. 26. Fig. 70. 
„ „ Fabre-Domergue 1888^ p. 

26. T. 3. Fig. 28—32. 

Weißliche;rau. Länglich oval, beiderseits ab- 
gerundet, vorn ebenso breit wie hinten, dorsoventral 
etwas abgeplattet. Zwei contractile Vacuolen, je 
eine vor und hinter der Körpermitte. Links vorn ein 
dunkler Körnerhaufen. Mund mit zwei undulierenden 
Membranen. 




Fig. 56. 

Frontonia fusca 

Quenn. 

(Fabre-Domergue 1888' 

T. 3. Fig. 28.) 



0,17-0,21 mm lang, 0,03—0,04 mm breit. 

Ostsee Wisby (Quenn.); Bucht von Concarneau (Fahre). 



Colpidium Stein 1860. 

Oval bis nierehförmig, dorsoventral etwas 
abgeplattet. Hinten breiter als vorn. Vorder- 
ende von links nach rechts tordiert und über 
die Ventralfläche kappenförmig herübergebogen. 
Unterhalb des herübergebogenen Vorderendes 
eine seichte Vertiefung, in welcher der Mund 
liegt, der zwei undulierende Membranen besitzt. 
Schlund mäßig lang, röhrenförmig. Kern oval, 
central, contractile Vacuole in der hinteren 
Körperhälfte. 

Colpidium colpoda Ehrbg. S. 

Stein 1860 p. 47; Schewiakoff 1889 p. 42. 
T. 5. Fig. 65—68. 




Fig. 57. 

Colpidium colpoda Ehrbg. 

Ventrale Ansicht. 

(Schewiakoff T. 5. Fig. 65.) 

4* 



XIII 52 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock, 



Paramaecium colpoda Ehrenberg 1838 p. 352. T. 39. Fig 9. ' 
Eichwald 1852. 

„ „ Quennerstedt 1865 p. 48. T. 1. Fig. IIa — d. 

cucullio „ 1867 p. 18. T. 1. Fig. 17 u. 18. 

Colpidium cuculius Kent p. 537. T. 27. Fig. 49. 
Plagiopyla nasuta „ p. 538. T. 27. Fig. 50 u. 51. 
Glaucoma pyriformis Gourret u. Roeser 1886 p. 513. T. 34. Fig. 6. 
0,08-0,12 mm lang. 0,05—0,08 mm breit. 
Mit den Charakteren der Gattung. 
Ostsee bei Hapsal (Eichw.) Warberg Kattegat (Quenn.) 

Hafen von Marseille (G. u. R.) Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



Plagiopyla Stein 1860. 

Colpidium in der äußeren Form sehr nahe stehend. Hauptsächlich unter- 
schieden durch" die Anwesenheit einer schmalen Peristomrinne, die im vorderen 
Viertel auf der Dorsalseite nahe dem rechten Rande beginnt und sich, auf 
die Bauchseite umbiegend, bis zum Munde fortsetzt, der in der Mitte derselben 
liegt. Schlund röhrenförmig, nach hinten gekrümmt. Kern und contractile 
Vacuole wie bei Colpidium. 



Plagiopyla nasuta Stein. S. 

Stein 1860 p. 58. 

? Gourret u. Roeser 1886 p. 476. T. 29. Fig. 10. 
Bütschli 1887 '89 p: 1705. 
Levander 1894i p. 62. T. 3. Fig. 28—30; 18942 p. 76; 19012 p 7 



Fig. 58. 

Plagiopyla nasuta 
Stein. 

a) Ventrale 

b) dorsale Ansicht. 

(Levander 1894i T. 3. 
Fig. 28 u. 29.) 



Mit den Charakteren der Gattung. Auf der Dorsalseite, am aboralen 
Ende der Peristomrinne beginnend, ein eigentümliches „quergestreiftes Band", 




Ciliata. 



XIII 53 



das zunächst nach vorn steigt und dann scharf umbiegend nach hinten zieht. 
(Levander). 

Größe sehr variierend. 

0,03-0,11 mm lang. 

Finnland Meer Helsinge-Fölisö (Lev.) 
Hafen von Marseille (G. u. R.) 

N. i. G. Chasmatostoma Engelm. 1862. 

Chasmatostoma reniforme Engelm. Sandwich-Insel, Salzwasser-Graben am 
stillen Ozean (Schewiakoff 1903). •. 



Üronema Duj. 1841. 

Farblos und formbeständig, oval, Rücken meist stäri<:er gewölbt als Bauch- 
seite. Grob längsgestreift. Mund auf der Ventralseite, in der Mittelregion 
oder weiter vorn, mit 1 bis 2 wenig vorstehenden unduliere;iden Membranen. 
Vom Mund bis zum Vorderende zuweilen peristomartige Rinne. Am Hinter- 
ende eine meist schief abstehende längere Borste. Contractile Vacuole terminal, 
Kern central. 



Uronema marina Duj. 

Dujardin p. 392. T. 7. Fig. 13. 

Cohn p. 275. T. 15. Fig. 53. 

Quennerstedt 1869 p. 17. Fig. 7. 

Mereschkowsky 1877 p. 251; 1879 p. 216. 

Kent p. 546. T. 27. Fig. 60 u. 61. 

Rees 1884 p. 14. ' 

Schewiakoff 1889 p. 44. T. 5. Fig. 69—71. 

Cryptochilum nigricans Gourret u. Roeser 1888 
p. 163. T. 13. Fig. 1. 

Länglich ellypsoidal, vorn etwas schmäler. Mund- 
öffnung im vorderen Körperdrittel. An ihrem linken Fig. 59. 

Rande ziemlich große undulierende Membran. Keine Uronema marina Duj. 

Peristomrinne nach dem Vorderende. (Schewiakoff T. 5. Fig. 69.) 

0,02—0,03 mm lang. 0,01—0,015 breit. 

Weißes Meer (Mereschk.); Wisby Gotland (Quenn.); Osterschelde (Rees); 
Nordseewasseraq. (Cohn); Englische Küste (Kent). 

Schwarzes Meer (Andruss., Perejasl.) Mittelmeer (Duj.) Hafen von Bastia. 
Corsica (G. u. R.) Woods Hole U. S. A. (Calkins). Golf von Mexico (Smith) 




XIII 54 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 60. 
Uronema elegans 

Maup. 
Maupas T. 19. Fig. 20.) 



Uronema elegans Maupas. 

Cryptochilum elegans Maupas 1883 p. 448. T. 19. Fig. 20. 
„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Ziemlich kurz, nierenförmig. Mund etwa mittel- 
ständig in der ventralen Einbuchtung. Den Hauptcharakter 
dieser Art bildet die Oberflächenstruktur des Körpers, 
an dessen zahlreiche Längsstreifen sich in regelmäßigen 
Zwischenräumen viele stäbchenförmige, quergerichtete 
Verdickungen der Pellicula ansetzen. Undulierende 
Membran nicht beobachtet. Kern oval, etwas vor 
dem Munde. 



0,04—0,09 mm lang. 
Bai von Concarneau (Fabre). Küste von Algier (Maupas). 

Uronema digitiformis Fabre. 

Philaster digitiformis Fabre-Domergue 1885 p. 1. 
T. 28. Fig. 1 u. 2. 

Langgestreckt, zylindrisch, hinten abgerundet, vorn 
stumpf zugespitzt. Mund im vorderen Körperdrittel am 
Grunde einer Einsenkung, die am Vorderende beginnt 
und sich nach hinten erweitert. Undulierende Membranen 
nicht nachgewiesen. 

0,09—0,11 mm lang. 

Bucht von Concarneau , ectoparasitisch auf der 
Haut von Seesternen, (Fabre). 

N. i. G. Uronema (Cryptochilum) nigricans Maupas, Algier. 
„ „ tortum Maupas Algier. 

„ „ griseolum var. marina Maupas 

Hafen v. Bastia Corsica (Gourret 
u. Roeser 1888). 
Colpodopsis G. u. R. 
Colpodopsis latifrons G. u. R. Hafen v. Bastia Corsica. 

Loxocephalus (Eberhard 1862) Kent. 
Loxocephalus granulosus S. K Golf v. Mexiko (Smith 1904). 




Fig. 61. 
Uronema 

digitiformis 
Fabre. 
(Fabre-Domergue ) 
1885. T. 28. Fig. 1.) 



Placus Cohn 1866. 

Oval bis nierenförmig, doppelt so lang als breit, vorn und hinten breit 
abgerundet. Pellicula deutlich kreuzweise gestreift. Am Hinterende längere 



Ciliata. 



XIII 55 



Fühlborste. Mund in der Mitte 
contractile Vacuole terminal. 



der Ventralseite. Macronucleus central, 



Einzige Art 



Piacus striatus Cohn. 





Cohn p. 268. Fig. 6 u. 7. 
Entz 1879 p. 14. T. 8. Fig. 7. 
? Gourret u. Roeser 1886 p. 460. T. 28. 
Fig. 5-^7. 

Die obige Schilderung ist hauptsächlich 
auf P. striatus G. u. R. bezogen, der mit der 
Cohnschen und Entzschen Form möglicherweise 
nicht identisch ist; ohne daß es indessen möglich 
wäre, die systematische Stellung der beiden 

letzteren genauer anzugeben. Beide haben keine Fühlborste. Der Mund liegt 
nach Cohn dicht am Vorderende, nach Entz — wahrscheinlich — auf einem 
terminalen Mundzapfen. 

0,03—0,05 mm lang. ^ 

Nordseewasseraq. (Cohn). 

Salzteich von Szamosfalva in Ungarn (Entz). Hafen v. Marsieille (G. u. R. 



Fig. 62. 
Piacus striatus Cohn. 

a) (Cohn T. 14. Fig. 6.) 

b) (G. u. R. T. 28. Fig. 5.) 



Cinetochilum Perty 1849. 

Farblos- und .formbeständig. Länglich linsenförmig, dorsoventral stark 
comprimiert. Vorn abgerundet, hinten schief abgestutzt. Cilien auf der Dorsal- 
seite in Längsreihen angeordnet, auf der Ventralseite den Mund, der hinter 
der Körpermitte nahe 'dem rechten Rande liegt, bogenförmig umgreifend. Kern 
kugelig, eine contractile Vacuole nahe dem Hinterende, >velches einige längere 
Borsten trägt. 



Einzige Art: 

Cinetochilum margaritaceum Ehrbg. 

Perty 1852 p. 148. T. 5. Fig. 12a— d. 
Schewiakoff 1889 p. 47. T. 6. Fig. 73—75. 
Levander 18942 p. 76; 1901 2 p. 7. 

Cyclidium margaritaceum Ehrenberg 
Glaucoma „ Clap. u. L 

Kent p. 796. T. 45. Fig. 30 
„ „ Parona p. 12. 

Aspidisca costata Kent p. 794. T. 45. Fig. 27. 



1838 p. 246. T. 22. Fig. 
p. 278. T. 14. Fig. 4. 



XIII 56 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 
b 





Fig. 63. Cinetochilum margaritaceum Ehrbg. 

a) Ventrale Ansicht, b) Dorsale Ansicht, c) rechte Seite. 

(Schewiakoff T. 6. Fig. 73-75). 

0,03—0,04 mm lang. 

Finnland Brackwasserbuchten u. Meer (Ramsösund) (Lev.); Ostsee Hapsal 
(Eichw.) 

Mittelmeer Sardinien, Saline von Cagliari Parona. 
N. i. G. Drepanomonas? (Aspidisca) bipartita Gourret u. Roeser (1886). Hafen von 
Marseille. 



mehr oder weniger abgeschrägt. 



Paramaecium (Hill 1752) emend. Stein 1860. 

Biegsam, gestreckt, spindelförmig oder kurz gedrungen. Vorderende links 

Hinterende abgerundet oder zugespitzt. 
Mund vor oder hinter der Mitte der Bauch- 
seite. Von ihm aus zieht ein mulden- 
förmig vertieftes Peristomfeld schräg nach 
links vorn. Schlund ziemlich lang. Macro- 
nucleus rund, zentral, ein bis zwei Macro- 
puclei. 




Fig. 64. 

Paramaecium 

aurelia O. F. M. 

(Hamburger aus 

Bütschli, vergl. 

Anatomie.) 



Paramaecium aurelia O. F. M. S. 

O. F. Müller 1786 p. 86. T. 12. Fig. 1-14. 
Ehrenberg 1838 p. 350. T. 39. Fig. 6. 
Eichwald 1852. 

Quennerstedt 1865 p. 47. T. 1. Fig. 10. 
1869 p. 39. 



Ciliata. 



XIII 57 



Maupas 1888 p. 231. 

Parona p. 12. 

Levander 1894^ p. 77. u. 1901^ p. 7. 

Calkins 1906 p. 1 — 10. T. 1. 

Paramaecium caudatum Ehrbg. 1838 p. 351. T. 39. Fig. 7. 

Maupas 1888 p. 231. 
Smith 1904 p. 45 u. 46. 

Langgestreckt, pantoffelförmig, Hinterende verengt, zuweilen abgerundet, 
zuweilen zugespitzt. Je eine contractile Vacuole vor und hinter der Körper- 
mitte. Macronucleus länglich. 1 Micronucleus. 

Zuweilen treten Individuen mit 2 Micronuclei auf; da jedoch dieser Charakter 
ebenso wie die Größe und die Gestalt des Hinterendes keine constanten Charaktere dar- 
stellen, sondern nur während der Kultur von Zeit zu Zeit auftreten und wieder ver- 
schwinden (Calkins 06j, so können sie nicht zur Trennung zweier Spezies verwendet 
werden, und alle bisher gefundenen Formen dieser Art sind unter dem ältesten Artnamen 
P. aurelia O. F. M. zu vereinigen). 

0,070—0,325 mm lang. 

Finnischer Meerbusen, Ramsö- u. Löfösund (Lev.) Ostsee, Wisby u. 
Warberg (Quenn.) Kaugern, Hapsal (Eichw.) 

Sardinien Salinenwasser (Parona). Golf von Mexiko (Smith). 



? Paramaecium glaucum Clap. u. L. 

Clap. U..L. p. 268. T. 13. Fig. 5. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Durchaus unsichere, nur in einem Exemplare 
beobachtete Art, von der es überhaupt fraglich ist, 
ob sie hierher gehört. Intensiv grünlich-blau, 
ziemlich kurz gedrungen. Vorn links nicht ab- 
geschrägt. Auf der linken Seite tiefe Ein- 
. buchtung, in deren Mitte der Mund liegt. Hinten 
zwei? contractile Vacuolen. 

0,17 mm lang. 

Norwegische Küste (Clap. u. L.) Bai von 
Concarneau (Fabre). 

N. i. G. Paramaecium pyriforme Gourret u. Roeser 
(1886) Haten von Marseille. Unsicher ob 
selbständig. * 

Paramaecium putrinum Cl. u. L Sidney Brackwasser (Schewiak. 1893) 




-r <^» 



Fig. 65. 

? Paramaecium glaucum 

(Clap. u. L. T. 13. Fig. 5). 



Urocentrum Nitzsch 1827. 

Tonnenförmig mit breit abgerundeten Ecken. Äquatorialregion ringförmig 
eingeschnürt, Mund ventral in der Einschnürung; von ihm aus eine ventrale 



XIII 58 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Längsrinne, die bis zum Hinterende verläuft, und in deren iiinterer Hälfte ein 
ansehnlicher, aus zahlreichen Cilien zusammengesetzter Schwanzcirrus entspringt. 
Vor und hinter dem Äquator je ein breiter cilientragender Gürtel, außerdem 
in der Höhe des Mundes ein Kranz zarter Cilien. Macronucleus in der hinteren 
Körperhälfte, hufeisenförmig, contractile Vacuole terminal mit 4 langen Zu- 
führungskanälen. 



Einzige Art: 



Urocentrum turbo 0. F. M. 




Fig. 66. 

Urocentrum turbo 0. F. M. 

(Schwiakoff T. 6. Fig. 76.) 



Nitzsch 1827 p. 4. 

Kent p. 643. T. 33. Fig. 7 — 10 (var. marinum). 
Schewiakoff 1889 p. 49. T. 6. Fig. 76—86. 
Levander 1894- p. 77. 

Cercaria turbo O. F. Müller 1786 p. 

123. T. 18. Fig. 13-16. 
Calceolus cypripedium Kent p. 619. 

T. 32. Fig. 23 u. 24. 
Bis 0,1 mm lang. 

Finnland Salzwassertümpel (Lev.) Eng- 
lische Küste Sussex (Kent). 

Golf von Mexiko (Smith). 

Lembadion Perty 1849. 

Lembadion buUinum Gourret u. Roeser (1888) Hafen 
Bastia (Corsica). 



Pieuronema Duj. 1841. 

Formbeständig, eiförmig, hinten abgerundet, nach vorn mehr oder weniger 
verengt. Peristom beginnt als schmale Rinne am Vorderende, nimmt nahezu 
die ganze Bauchseite ein und ist in seiner hinteren Partie besonders nach 
links tief ausgebuchtet. Am linken Peristomrand undulierende Membran, 
welche das Peristom hinten umzieht und am rechten Peristomrand mehr oder 
weniger emporsteigt, derart^eine nach vorn geöffnete Tasche bildend. Cilien 
lang, borstenartig, in meridionalen Längsreihen angeordnet. Macronucleus rund. 

Subgenus Pieuronema s. st. Duj. 1841. 
Mittelgroß, am Hinterende keine lange Fühlborste. 



Pieuronema chrysaJis Ehrbg. 
Quennerstedt 1867 p. 19. T. 1. Fig. 19—23. 
Schewiakoff 1889 p. 58. T. 7. Fig. 92 u. 93. 
Levander 1901 1 p. 11, 19012 p. 7. 



Ciliata. 



XIII 59 




um 



cp 



Paramaecium chrysalis Ehrenberg 1838 p. 352. 

T. 39. Fig. 8. 
„ „ Eichwald 1844 und 

1852. 
Pleuronema crassa Dujardin p. 474. T. 14, 

Fig. 2. 
„ marina Dujardin p. 474. T. 14. 

Fig. 3. 
„ „ Kent p. 543. 

„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 

5. T. 29. Fig. 4 u. 5. 
Möbius 1888p.'l01.T.10. 
Fig. 7 u. 8. 
„ coronata Kent p. 544. T. 27. 

Fig. 56. 
Seitlich etwas comprimiert, Macronu- 
cleus in der vorderen Körperhälfte, contractile 
Vacuole dorsal, subterminal. 
0,07—0,08 mm. lang. 

Finnischer Meerbusen bei Reval, Ostsee bei Hapsal (Eichwald); 
finnische Brackwasserbuchten sowie Meer: Löfösund, Gasgrundet und Ramsö- 
sund (Lev.); Kieler Bucht (Möbius); Warberg Kattegat und Wisby Gotland 
(Quenn.); Bai von Concarneau (Fabre). 

Toulouse (Duj.) Sardinien, Saline von Cagliari (Parona); Venedig (Lieberkühn»; 
Neapel (Entz); Schwarzes Meer (Andruss.); Woods Hole U. S. A. (Calkins); 
Golf von Mexiko (Smith); Australien (Gippsland), Brackwasser (Schewiak.) 

N. i. G. Pleuronema setigera Calkins 1902 Woods Hole U. S. A. 



Fig. 67. 
Pleuronema chrysalis 

Ehrbg. 
(Schewiakoff T. 7. Fig. 92). 



Subgenus Cyclidium Hill (1752) emend. Cl. u. L. 1858. 

Klein bis sehr klein, am Hinterende eine lange Fühlborste. Kern central, 
contractile Vacuole terminal. 



Cyclidium glaucoma 0. F. M. S. 

0. F. Müller 1786 p. 80. T. 11. Fig. 6-8. 

Rees 1881 p. 10. 

Gourret u. Roeser 1886 p. 479. T. 29. Fig. 11 u. 12. T. 30. Fig. 1, 

Schewiakoff 1889 p. 60. T. 7. Fig. 94—96. 

Levander 1900 p. 50. 

Pleuronema cyclidium Clap. u. L. p. 276. T. 14. Fig. 6, 

? Cyclidium nigricans Fromentel p. 307. T. 3. Fig. 10. 

? „ saltans „ p. 308. T. 21. Fig. 9 u. 14. 



XIII 60 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Länglich oval, an beiden Seiten zugespitzt und abgerundet. Vorderende 
bedeutend schmäler als das hintere. Rückenseite stark gewölbt, Ventralseite 
beinahe gerade. Undulierende Membran nur wenig am rechten Peristom- 
rand emporsteigend. Cilien in über 20 Längsreihen angeordnet. 

0,018—0,024 mm lang. 0,01—0,012 mm breit. 




um 



Fig. 68. 

Cyclidium glaucoma 

O. F. M. 

(Schewiakoff T. 7. 

Fig. 94 u. 96;. 




Finnland Brackwassertümpel (Lev.); holländische Küste (Rees). 

Hafen v. Marseille u. Bastia, Corsica (G. u. R.); Golf von Neapel (Entz); 
Sardinien (Parona); Golf von Mexiko (Smith). 




um 



cv 



Fig. 69. 
Cyclidium citrullus Cohn. 
(Schewiakoff T. 7. Fig. 98). 



Cyclidium citrullus Cohn. S. 

Quennerstedt 1867 p. 22. 

Mereschk. 1877 p. 250. 

Rees 1884 p. 12. T. 16. Fig. 5. 

Möbius 1888 p. 102. T. 10. Fig. 9 — 11. 

Schewiakoff 1889 p. 63. T. 7. Fig. 98. 

Pleuronema citrullus Cohn p. 276. T. 15 
Fig. 54. 

Bedeutend größer als die vorige Form. 
Ventralseite nicht flach, sondern gewölbt, 
jedoch schwächer als die Rückseite. Cilien 
in nur 14-16 Längsreihen stehend. Un- 
dulierende Membran ziemlich weit am rechten 
Peristomrand hinaufsteigend. 

0,028—0,042 mm lang. 

0,018—0,02 mm breit. 

Weißes Meer (Mereschk.); Warberg 
Kattegat (Quenn.); Kieler Bucht (Möbius); 
Osterschelde (Rees); schwarzes Meer (Perejasl.) 



Ciliata. 



XIII 61 



N. i. G. Cyclidium? (Lembadion) ovale Gourret u. Roeser (1886) Hafen von Marseille. 
Cyclidium heptatrichum Schew. Sandwich Inseln. Salzwassergraben a. d. 
Küste des stillen Ozeans (Schewiak. 1893). 
An Cyclidium anzuschließen die ungenügend bekannte Aulax paucisetosa Gourret 
u. Roeser Hafen v. Corsica. 



Pleurocoptes Wallengren 18962. 

Ectoparasitisch auf Hydroidpolypen. 

Länglich oval, hinten etwas breiter als vorn. 

Hinten abgerundet, vorn quer abgestutzt. Linke dem Wirt zugekehrte 
Seite schwach concav, rechte stark convex. Ventrale Seite gerade, bis zu 
drei Vierteln der Körperlänge vom Peristom ausgehöhlt, das vorn schmal 
beginnend, hinten sich verbreitert und vertieft. Mund an der tiefsten Stelle 
des Peristoms hinter der Körpermitte. Am rechten Peristomrande undulierende 
Membran die hinten spiralig umbiegt und zum Munde führt. Kern rundlich, 
in der vorderen Körperhälfte, contractile Vacuole terminal. 



Einzige Art: 




Pleurocoptes hydractiniae Wall. 

Wallengren 1896 2 p. 61. T. 4. 




Fig. 70. Pleurocoptes hydractiniae Wallengr. 
(Wallengren 1896^ T. 4. Fig. 1 u. 4.) 
a) Fig. 1 Ventralansicht. 
Die ausgezogene Linie gibt die Begrenzung des Peristoms an, die punktierte den Verlauf 

der undulierenden Membran, 
b) Fig. 4 Ansicht von der linken Seite. 

Ectoparasitisch auf Hydractinia echinata Johnst. Dicht längsgestreift und 
mit vielen kleinen Köxperchen auf der Oberfläche, welche an die Protuberanzen 
von Vorticella monilata Tatem erinnern. , 

0,06-0,07 mm lang. 

Bohuslän Schwedische Westküste. (Wall.) 



XIII 62 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock 



Lembus Cohn 1866. 
Mehr oder weniger langgestreckt. Vordere Hälfte halsartig verjüngt. 
Peristom schmal rinnenförmig, vom Vorderende bis zur Körpermitte reichend. 
An beiden Peristomrändern je eine undulierende sogenannte Pseudomembran 
(Rees, Gourret u. Roeser), aus vielen sehr feinen und dichtstehenden Cilien 
zusammengesetzt, die bis zum Munde verlaufen. Am Hinterende meist eine 
Fühlborste. Macronucleus rund, central, contractile Vacuole terminal. 

Lembus eiongatus Clap. u. L 
Kent p. 549. 

? Vibrio verminus O. F. Müller. 
Cyclidium elongatum Clap. u. L. p. 373. T. 
14. Fig. 5. 

Rees 1884 p. 11. T. 
16. Fig. 4. 
Lembus velifer Cohn p. 270. T. 14. Fig. 
12 — 18. 
„ „ Quennerstedt 1869 p. 16. 

Fig. 17 u. 18. 
Kent p. 547. T. 27. Fig. 62 
u. 63. 
„ „ Maupas 1883 p. 619. 

Entz 1884 p. 293. 
Gruber 1884 p. 9. 
„ „ Gourret u. Roeser p. 446. 

„ „ Perejaslav^^zewa p. 96. 

Smith 1904 p. 45 u. 46. 
„ striatus Fabre-Domergue 1885 p. 6. 

T. 29. Fig. 6. 
„ intermedius Gourret u. Roeser p. 481. 

T. 30. Fig. 2^4. 
„ infusionum Calkins 1902 p. 446. Fig. 42. 
Proboscella vermina Kent p, 549. T. 27. Fig. 
65 u. 65 a. 
Langgestreckt, zylindrisch, fast wurmförmig. Oberfläche fein quer geringelt 
sowie längsgestreift. Zwei Pseudomembranen zuzammengesetzt aus sehr feinen 
Cilien, deren Enden zuweilen als zwei Reihen kleiner feiner Punkte erscheinen 
(Rees, G. u. R.) Quennerstedt gibt nur zwei echte undulierende Membranen an, 
Cohn eine solche und eine .Wimpermähne, welche am Peristom entlang zieht. 
Fühlborste von Lachmann, Cohn, Quennerstedt und z. T. auch von Kent nicht 
beobachtet. 

0,038—0,13 mm lang. 

Norwegische Küste (Clap. u. L); Wisby Gotland (Quenn.); englische 
Küste (Kent); Nordseewasseraq. (Cohn); Osterschelde (Rees); Bai von 
Concarneau (Fabre). 




Fig. 71. 
Lembus eiongatus 

Cl. u. L. 
ai Gourret u. Roeser 

T. 30. Fig. 2. 
b) Rees 1884. T. 16. 

J^ig. 4. 



Ciliata. 



XIII 63 



Golf von Genua (Gruber); Häfen von Marseille u. Bastia (G. u. R.) Neapel 
(Entz); Algier (Maupas); schwarzes Meer (Perejasl.) Woods Hole U. S. A. 
(Calkins); Golf von Mexiko (Smith). 



Lembus sarcophaga Cohn. 

Anophrys sarcophaga Cohn p. 273, T. 15. Fig. 51. 

Rees 1884 p. 592. T. 16. Fig. 3. 

Entz 1884 p. 293. 

Gruber 1884 p. 8. 
Uronema marinum Möbius 1888 p. 102. T. 10. Fig 12— 20. 

Sehr klein. Länglich eiförmig. Hinterende ab- 
gerundet (Cohn) oder ein wenig zugespitzt (Rees, 
Möbius) mit Fühlborste von halber Körperlänge. Mund 
wenig vor der Mitte. Peristom-Bewimperung von Cohn 
ungenügend erforscht, nach Möbius eine echte undulierende 
Membran, nach Rees zwei Pseudomembranen wie bei 
L. elongatus. Körperoberfläche grob längsgestreift 
(Möbius, Rees?) oder quer- und längsgestreift (Cohn). 
In der hinteren Körperhälfte zahlreiche, stark lichtbrechende 
Körperchen (Rees, Möbius). 

0,06 mm lang (Cohn). 

0,02 — 0,03 mm lang (Rees u. Möbius). 

Nordseewasseraq. (Cohn); Kieler Hafen (Möbius); 
Golf von Genua (Gruber); Neapel (Entz); schwarzes 




Fig. 72. 

Lembus 

sarcophaga 

Cohn. 

a) Rees 1884. T. 16. 

Fig. 3. 

b) Cohn T. 15. Fig. 

51c. 



Osterschelde (Rees). 
Meer (Perejasl.) 



t/.m 



e.V. 




Lembus pusillus Quenn. 

Quennerstedt 1869 p. 16. Fig. 6. 

? Lembus subulatus Kent p. 548. T. 27. Fig. 66 u. 67. 

Körperform variabel, kürzer oder länger, eiförmig, 
in weiten Abständen längsgestreift, Hals vom Hinterkörper 
nicht so scharf abgesetzt wie bei den vorigen Arten. 
Hinten abgerundet (Quenn.) oder zugespitzt (Cohn). 
Mund in der Körpermitte. Eine undulierende Membran 
(Quenn.) Fühlborste nicht beobachtet. 

0,027- 0;04 mm lang. 

Wisby Gotland (Quenn.); englische Küste (Kent). 
Woods Hole U. S. A. (Calkins). 

Zu Lembus gehört wahrscheinlich auch eine sehr 
ungenügend bekannte Form, die Kent als Para- 
maecium marinum beschrieben hat. Kent p. 488 

T. 32. Fig. 9 Fünf mal so lang als breit, hinten breit abgerundet, vorn zu- 
gespitzt. Mund in der Körpermitte. Peristomverhältnisse unbekannt. 0,1 mm 
lang. Englische Küste Spritzwasserlache (Kent). 



e.V. 



Fig. 73. 
Lembus pusillus 

Quenn. 
(Quennerstedt 1869 

Fig. €.) 



XIII 64 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Blepharostoma Schewiak. 1893. 

Sehr klein, kurz oval bis spindelförmig; Körper mit ziemlich langen und 
dichtstehenden Cilien bedeckt, die in Längsreihen stehen. Mundöffnung groß, 
oval. Der ganze Mundrand, mit Ausnahme des hintersten Teils, mit ziemlich 
starken und langen Cilien besetzt. Undul. Membranen fehlen. Kern central, 
contr. Vacuole terminal. 



e.V. — fÖ 





-^yirv. 



Blepharostoma pigerrlma Cohn. 
Pelagis eh. 

Smith I. C. 1904 p. 51. 

Colpoda pigerrlma Cohn 1866 

p. 274. T. 15. Fig. 52 a b. 
Cryptochilum fusiforme Gourret 
u. Roeser 1888 p. 160. T. 
CU' 13. Fig. 2—3. 

Biegsam, sehr durchsichtig, 
etwa spindelförmig, ungefähr 
doppelt so lang als breit, seitlich 
stark zusammengedrückt. Vorder- 
ende bis zum ersten Körperdrittel 
schräg abgestutzt. Abschrägung von der ovalen Mundöffnung eingenommen, 
die am Vorderende beginnt. 
0,035—0,05 mm lang. 

Nordseewasseraquarium (Cohn). 

Kaspisches Meer (Grimm); Hafen von Bastia, Corsica (G. u. R.); Brackwasser 
von Pontschartram u. Borgen; Golf von Mexiko planktonisch an der 
^ Meeresoberfl. (Smith). 



Fig. 74. Blepharostoma pigerrima 
Cohn. 

a) Cohn T. 15. Fig. 52a. 

b) Gourret u. Roeser T. 13. Fig. 2. 



II. Ordnung Heterotricha stein 1859. 



Mit stets wohl ausgebildeter, aus Membranellen zusammengesetzter, adoraler 
Zone. Der übrige Körper fast immer allseitig und gleichmäßig bewimpert 
ohne Differenzierung besonderer Bauch- und Rückencilien. 




cy. 



Fig. 75. 

Helicostoma oblongum 

Cohn. 

(Cohn T. 14. Fig. 19.) 

N. i. G. 



Helicostoma Cohn 1866. 

$ehr ungenügend bekannt. Länglich 
oval, dorsoventral etwas abgeplattet, vorn 
zugespitzt, hinten abgerundet. Peristom schmal 
rinnenförmig, beginnt am linken Seitenrande 
etwas hinter dem Vorderende und zieht in 
schräger Richtung bis zur Mitte der rechten 
Seitenfläche, wo es in den spiralig gebogenen 
Schlund übergeht. Kern central, contractile 
Vacuole terminal. 



Einzige Art: Heticostoma oblongum Cohn. 

Cohn p. 277. T. 14. Fig. 19—23. 
Pabre 1885 p. 14. 
0,24 mm lang. 

Nordseewasseraquarium (Cohn), Bai von 
Concarneau (Fabre). 



Blepharisma Perty 1849. 
Blepharisma (Plagiotoma) lateritia Ehrbg. Andrussowa 1886 Schwarzes Meer. 
Blepharisma ciarissima Anigstein 1911 Aquarium aus Triest, noch nicht ver- 
öffentlicht. 



Metopus Clap. u. L. 1858. 

Körperform sehr variabel, langgestreckt eiförmig bis spindelförmig, nach 
beiden Enden verjüngt, drehrund oder wenig abgeplattet. Vordere Körperhälfte 
von rechts her über die Bauchseite, in einem bei den einzelnen Individuen sehr 
verschiedenen Grade, nach links tordiert, hierdurch eine schiefe über den 
linken Seitenrand hinausragende Kuppe bildend. Peristom schmal rinnenförmig, 

Nord. Plankton. XIII 5 



XIII 66 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



vom linken Seitenrande aus in diagonaler Richtung nach hinten ziehend, etwa 
bis zur Körpermitte, bei stark tordierten Exemplaren häufig mehr wie einen 
spiraligen Umgang beschreibend. Kern oval, am Hinterende ein Büschel 
längerer Cilien. 




cv 



Fig. 76. Metopus sigmoides 

Cl. u L. 

(Stein T. 16. Fig 5 u 13). 



Metopus sigmoides Clap. u. L. S. 

Clap. u. L. p. 255. T. 12. Fig. 1. 
Stein 1867 p. 328-335. T. 16. Fig. 

5—8, 10, 14. 
Levander 1894' p. 5. T. 1. Fig. 1-4; 
1894'^ p. 80; 1901- p. 7. 
Trichoda S. 0. F. Müller 1786 p. 
190. T. 27. Fig. 5 u. 6. 
Strombidium polymorphum Eber- 
hard 1862 p. 20. T. 1. 
Fig. 1-3. 
Metopides contorta Quennerstedt 
1867 p. 23. T. 1. Fig. 23. 
Metopides contorta Kent p. 583. 

T. 32. Fig. 18. 
Metopides contorta Fabre-Domer- 
gue 1885 p. 14. 



Farblos bis rötlich. Nahe am Vorderende häufig ein dunkler Körnerfleck. 
Im übrigen mit den Charakteren der Gattung, 

0,1 —0,3 mm lang. 

Finnland, Meer bei Löfö u. Folisö (Lev.); Warberg Kattegat (Quenn.); 
Bai von Concarneau (Fabre). 

Hafen von Marseille (G. u. R.); Sardinien Saline von Cagliari (Parona). 
Golf V. Mexiko (Smith). 



Spirostomutn Ehrbg. fl835 u. 38) emend. Duj. 1841. 

Sehr contractu u. biegsam; sehr langgestreckt cylindrisch. Hinterende 
zuweilen schwanzartig verschmälert. Peristom schmal rinnenförmig. Contractile 
Vacuole terminal mit langem rechtsseitig nach vorn ziehenden Zuführungskanal. 



Ciliata. 



XIII 67 



yV^ 



Fig. 77. 

S pirostomum 

a m b i g u u m 

Ehrbg. 

(Stein T. 2. 

Fig. 10). 



Spirostomum ambigutim Ehrbg. S. 

Ehrbg. 1838 p. 232. T. 36. Fig. 2. 

Schmarda 1846 p. 42. 

Eichwald 1852 p. 128. 

Stein 1867 p. 197. T. 2. Fig. 10, 11. T. 3. Fig. 2— 9. T. 4. Fig. 1. 

Peristom zuweilen bis hinter die Körpermitte reichend. 
Kern sehr lang, rosenkranzförmig. 
Bis 3 mm lang. 

Ostsee bei Hapsal (Eichw.); bei Kopen- 
hagen (Ehrbg.) 

Adriatisches Meer u. Salinen v. Capo d' 
Istria (Schmarda); Sidney (Brackwasser) 
(Schewiak. 1893). 



Spirostomum teres Clap. u. L. S. 

Clap. u. L. p. 233. T. 11. Fig. 1 u. 2. 

Stein 1867 p. 190. T. 2. Fig. 5—9, 12, 13 u. 

T.'3. Fig. 1. 
Rees 1884 p. 15. 
Levander 1 894 2 p. 81. 

Uroleptus filum Ehrenberg 1838 p. 359. 

T. 40. Fig. 5. 
Spirostomum filum Dujardin p. 515. 
„ „ Clap. u. L. p. 233. 

Peristom die Körpermitte nicht erreichend, 
Kern central, ellipsoidisch. 
Bis 0,5 mm lang. 

Finnland Meer bei Löfö (Lev.); Wisby 
Gotland (Quenn.); Ostsee bei Wismar (Stein); 
Berg op Zoom u. Holländische Küste (Rees). 



CD' 



Fig. 78. 
Spiros- 
tomum 
teres 
Cl u. L. 
(Stein T. 2. 
Fig. 5.) 



N. i. G. Spirostomum lanceolatum Golf von Genua (Gruber 1884) zweifdhafte Art. 



«b 



Porpostoma Möbius 1888. 

Spirostomum nahestehend, jedoch von gedrungener Form, sowie unter- 
schieden durch die Anwesenheit zweier sichelförmiger,^beweglicher „Längslippen" 
zu beiden Seiten des Mundes. Links vom Munde ein schwarzer Pigmentfleck. 
Contractile Vacuole terminal, Macronucleus bandförmig. Grad der Contractilität 
nicht bekannt. 



XIII 68 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig 79 

Porpostonia notatum 

Mob. 

(Möbius T 7. Fig. 6) 




Fig. 80. 
Balantidium medusarum 

Mereschk. 
(MereschkowskyT. lO.Fig.ll.) 



Porpostoma notatum Möbius. 
Möbius 1888 p. 90. T. 7. Fig. 6 u. 7. 
0,2 mm lang. 
Kieler Hafen (Möbius). 



Balantidium Clap. u. L. 

Farblos und wenig contractu, eiförmig bis 
länglich cylindrisch. Querschnitt nahezu kreisrund. 
Vorderende verjüngt, Hinterende meist abgerundet. 
Peristom mäßig breit rinnenförmig, am Vorderende 
breit beginnend, nach hinten sich zuspitzend; kurz 
oder bis zur Mitte der Bauchfläche reichend. 



Balantidium medusarum Mereschk. Pe lagisch 

Mereschkowsky 1877 p. 248 u. 1879 p. 168. T. 

10. Fig. 11. 

Körperform meist oval, zuweilen eiförmig 
oder länglich cylindrisch. Vorderende von links 
nach rechts vorn schräg abgestutzt. Peristom bis 
zur Körpermitte reichend, ein wenig nach rechis 
verschoben. Körper gleichmäßig bekleidet mit 
sehr langen und feinen in Längsreihen angeordneten 
Cilien. Kern rundlich, central, gewöhnlich zwei 
contractile Vacuolen terminal. 

0,03—0,04 mm lang. 

Weißes Meer, Solowetzkyinseln, häufigstes 
Infusor. Im Magen und in den Radiärcanälen 
craspedoter Medusen, in den Eingeweiden eines 
Polychäten (Brada), jedoch auch frei im Meer- 
wasser (Mereschk.) 



Condylostoma Duj. 1841. 

Mäßig contractu, langgestreckt beuteiförmig. Hinterende abgerundet, 
Vorderende schräg abgestutzt. Peristom kurz dreieckig. Kern lang rosen- 
kranzförmig. 



Ciliata. 



XIII 69 



Condylostoma patens 0. F. M. Pelagisch. 
Dujardin p. 516. T. 12. Fig. 2a— e. 
Clap. u. L p. 244. T. 12. Fig. 3. 
Fresenius p. 125. Fig. 30 — 33. 
Cohn p. 279. 

Stein 1867 p. 173. T. 1. Fig. 1—4. 
'Quennerstedt 1867 p. 24. T. 1. Fig. 24. 
Rees 1884 p. 16. T. 31. Fig. 1 u. 2. 
Möbius 1888 p. 91. 
Levander 1901' p. 11, 19012 p. 8. 

Trichoda patens O. F. Müller 1786 p. 181. T. 26. 

Fig. 1 u. 2. 

Kondyliostoma limacina Bory 1824. p. 478 u. 531. 

Condylostoma patula Clap. u. L. p. 244. T. 12. Fig. 2a- c. 

7 — 8 mal so lang wie breit, Peristom W, — Vö ^^^ Körper- 
länge. 

Bis 0,5 mm lang. 

. Finnland Brackwasserbuchten, Ramsösund (Lev.); Nor- Fig. 81. ^ 
wegen bei Bergen (Clap. u. L); Warberg Kattegat (Quenn.); Condylostoma 
Kopenhagen (0. F. Müller); Ostsee bei Wismar (Stein); Kieler Pa|ens O. F. M. 
Hafen (Möbius); Nordseewasseraquarium (Fresenius, Cohn); 
Osterschelde (Rees). 

Cette Mittelmeer (Duj.) ; Hafen v. Marseille, Hafen v. Bastia Corsica (G. u. R.) 
Golf von Genua (Gruber); Golf von Neapel (Entz); schwarzes Meer (Andruss. 
Perejasl.); Küste von Algier (Maupas). 

Von Stein bei Wismar pelagisch gefischt. 
Golf von Mexiko (Smith) 
N. i. G. Condylostoma (CHmacostomum) longissima Kaspisches Meer (Grimm 1876.) 




Climacostomutn Stein 1859^. 

Sehr wenig contractu, fast form- 
beständig. Breit, dorsoventral mäßig ab- 
geplattet, Bauchfläche eben bis ausgehöhlt, 
Rücken gewölbt. Rechte Seite mäßig 
convex, linke mäßig concav. Peristom 
kurz und breit, harfenförmig, Schlund lang, 
knieförmig gebogen. p.^ ^^ 

Kern oval oder band- ^,. 

Climacostomum 

förmig, contractile Va- virens Ehrbg. 

cuole terminal. (Stein T. 4. Fig. 2.) 




C9 



\ 



XlII 70 



Cl. Hamburger und von ßuddenbrock. 



Climacostomum virens Ehrbg. S. 

Stein 18593 p. 55; 1867 p. 210. T. 4. Fig. 2—9. 
Levander 1900 p. 41; 1901 1 p. 1 1 ; 1901^ p. 7. 

" Spirostomum virens Ehrenberg 1838 p. 232. T. 36. Fig. 1. 
Bursaria spirigera Ehrenberg 1833 p. 234. 
„ „ Dujardin p. 51 1. 

patula Perty p. 141. T. 3. Fig. 6. 
virens „ „ „ 
„ truncatella Quennerstedt 1865 p. 52. T. 2. Fig. 2 a u. b. 

Häufig durch Zoochloreilen grün gefärbt, Kern bandförmig, im übrigen 
mit den Charakteren der Gattung. 
Bis 0,36 mm lang. 

Finnland Brackwasser, sowie Meer bei Löfö- und Ramsösund (Lev.) 
Sidney (Brackwasser) (Schewiak. 1893). 

N. i. G. Fabrea Henneguy 1890. 

Fabrea salina Henneguy Südfrankreich, Brackwasser. 



Stentor Oken 1815. 

Festsitzend oder freischwimmend. Im ausgestreckten Zustande lang 
trichterförmig, nach vorn stark erweitert. Das breite quer abgestutzte Vorder- 
ende wird vom Peristom selbst gebildet, sein 
Rand wird völlig von der adoralen Zone um- 
zogen, Cilien in schraubigen Längsstreifen an- 
geordnet. Kern oval, band- oder rosenkranz- 
förmig. 



a Z 




CP 



Fig. 83. 

Stentor multiformis 

O. F. M. 

(Stein 1867 T. 9. Fig. 10.) 



Stentor multiformis O. F. M. Pe lagisch. 

Ehrenberg 1840 p. 201. 

Meyer u. Möbius p. 16. 

Stein 1867 p. 269. T. 9. Fig. 10—15. 

Levander 19011 p. 11, 1901^ p. 7. 

Vorticella multiformis 0. F. Müller 1786 
p. 262. T. 36. Fig. 14-23. 
utriculata O. F. Müller 1786 
p. 264. T. 37. Fig. 9 u. 10. 
Stentorina rnultiformis Bory p. 698. 
Urceolaria utriculata „ p. 765. 

Blau bis meergrün, kleiner als die übrigen 
Arten der Gattung. Macronucieüs ein einfacher 
runder Körper. 



, Ciliata. 



XlII 71 



Bis 0,2 mm lang. 

Finnland Brackwasserbuchten und Meer (Löfö. 
Ramsösund und Gasgrund) (Lev.); Kopenhagen (O, 
F. M.); Ostsee (Ehrbg.); Wismar (Stein) pelagisch 
gefischt; Kieler Hafen (Meyer u. Möbius). 
Meerbusen von Cadix (Bory). 

Stentor roeselii Ehrbg. S. 

Farblos bis gelblich, Macronucleus ein langer 
geschlängelter, ungegliederter Strang. 

Bis 1 mm lang. 
Ehrenberg 1838 p. 263. T. 24. Fig. 2. 
Eichwald 1852. 
Stein 1867 p. 247. T. 7 u. 8. 

Vorticella stentorea O. F. Müller 1786 p. 302. 
T. 43. Fig. 6—12. 
•, cucullus O. F. Müller 1786 p. 264. 
T. 37. Fig. 5—8. 
Stentorina stentorea Bory p. 533. 
„ hyerocontica Bory p. 699. 

„ cucullus „ p. 698. 

Stentor cucullus Stein 1867 p. 271. 
Finnischer Meerbusen b. Peterhof (Eichw.); Ostsee 
(O. F. M. u. Stein). 

Marine Form ungenügend untersucht, nach Stein 
1867 p. 271 möglicherweise als St. cucullus von 
St. roeselii abzutrennen. 

Stentor -polymorphus O. F. M. S. 

Ehrenberg 1838 p. 263. T. 24. Fig. 1. 

Stein 1867 p. 229. T. 5. Fig. 1—12. 

Levander 1894- p. 84; 1901' p. 1 1 ; 19012 p. 7. 

Vorticella polymorpha O. F. Müller 1786 p. 260. 
T. 36. Fig. 1 — 13. 

Stentor Mülleri Ehrenberg 1838 p. 262. T. 23. Fig. 1. 
Dujardin 522. T. 15. Fig. 1. 

Meist durch Zoochlorellen grün gefärbt (marine 
Exemplare nach Levander farblos). Macronucleus rosen- 
kranzförmig, durchschnittlich aus etwa 12 Gliedern 
bestehend. 

Ausgestreckt über 1 mm lang. 




Fig. 84. 
Stentor roeselii Ehrbg. 
(Stein 1867. T. 7. Fig. 1). 




Fig. 85. 



_ _, _ Stentor polymorphus 

Fmnland, Brackwasserbuchten u. Ramsösund (Lev.) OFM 



Hafen von Genua (Gruber). 



(Stein 1867 T. 5. Fig. 1.) 



XIII 72 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Stentor auricula (Kent^) Gruber. 

? Kent p. 595. T. 30. Fig. 5 u. 6. 
Gruber 1884 p. 41. T. 10. Fig. 42. 
Daday p. 492. T. 25. Fig. 9—11. 
Möbius 1888 p. 91. 

Zu Foiiiculina hinüberleitend. 
Peristom trichterförmig eingesenl<t, auf 
der Ventralseite tief gespalten und in 
zwei sehr bewegliche Lippen auseinander- 
weichend. Mundöffnung links im Grunde 
des Trichters. Kern rosenkranzförmig, 
den Körper der Länge nach durchziehend, 
vorn stets, meist auch hinten horizontal 
umbiegend. 

0,35 mm lang. 

? Nordseeaquarium (Kent); Kieler 
Bucht (Möbius). 

Golf von Genua (Gruber); Gol. 
von Neapel (Daday). 
1) Die von Kent beobachtete Form ist möglicherweise eine junge Foiiiculina 
s. Bütschli p. 1728. 




Fig. 86. 

Stentor auricula 
(Gruber Fig. 42a u. b.) 



Foiiiculina Lamarck. 1816. 
Festsitzend, mit Hilfe einer chitinigen Hülse der Unterlage 
aufgewachsen. Äußerst contraktil. Peristom, das wie bei Stentor 
b cd 





Fig. 87. F o 1 li c u li n a a m p u 11 a O. F. M. 

a) (Wright T. 9. Fig. 3). 

b, c, d) (Stein 1867 T. 10. Fig. 4. T. 11, Fig. 3 u. 4.) 



Ciliala. XIIII 73 

das verbreiterte Vorderende einnimmt, seitlich in zwei lange flügelartige Fort- 
sätze ausgewachsen. 

Foiliculina ampulla 0. F. M. 
Lamarck. 1816 p. 30. 

Vorticella ampulla O. F. Müller 1786 p. 283. T. 40. Fig. 4—7. 
Lagotia viridis | 

hyalina Wright 1858 p. 277. T. 6. Fig. 1—4. 

„ atropurpurea j 
Cothurnia Boeckii Clap. u. L. p. 125. T. 4. Fig. 11. 
Freia aculeata Clap. u. L. p. 221. T. 10. Fig. 5, 6, 8. 
„ americana Leidy 1859 p. 194. 
„ obstetrica Wright 1862 p. 219. T. 9. Fig. 4. 
„ producta „ „ „ „ T. 9. Fig. 2 u. 3. 

Kent p. 599. T. 29. Fig. 29—32. 
„ hirundo Kent p. 600. T. 29. Fig. 39. 
Freia ampulla Clap. u. L. p. 221. T. 9. Fig. 6 u. 7. 
Stein 1867 p. 275. T. 10 u. 11. 
Mereschkowsky 1877 p. 247. 
Kent p. 597. T. 29. Fig. 21—28. 
Rees 1884 p. 15. 
„ „ Perejaslawzewa p. 96. 

Möbius 1885 p. 2. 

„ 1888 p. 91. 
Vanhöffen 1898 p. 249. 
Levander 1901'-^ p. 8. 
Tier sehr groß, blaugrün oder meergrün. Peristom weit in den Halsteil des 
Körpers hinnbreichend, tief trichterförmig, mit langen eiförmigen oder lanzettlichen, 
wenig zugespitzten bis stachelspitzigen Flügeln. Hülse meer- oder blaugrün, 
auch farblos, von äußerst variabler Form; ihr meist steil aufsteigender Hals 
ist halb so lang, gleichlang oder sogar um ein mehrfaches länger als der ei- 
oder birnenförmige Hülsenbauch. Der Hülsenhals ist glatt, fein längs gerippt 
oder spiralig geringelt. 

Hülse bis 1 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.) ; Küste von Grönland auf Bryozoen (Van- 
höffen); Norwegische Küste (Clap. u. L); Firth of Forth u. Queensferry 
Irland (Wright); Finnland Meer(Lev.); Kopenhagen (O. F. M.); Wismar (Stein); 
Kieler Hafen (Möbius); Kanalinseln (Kent); Osterschelde u. holländische Küste 
(Rees); nordamerikanische Küste (Leidy). 

Golf von Neapel (Entz); Schwarzes Meer (Perejasl.) 

Foiliculina elegans Clap. u. L 
Clap. u. L. p. p. p. 220. T. 10. Fig. 1—4 u. 7. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14 



XIII 74 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 88. 

Folliculina elegans Cl. u. u. L. 

(Stein 1867 T. 12. Fig. 1.) 



Stein 1867 p. 289. T. 12. Fig. 1—7. 
Levander 19012 p s. 

Kleiner als F. ampuUa, licht meer- 
grün mit meist farbloser vorderer Körper- 
liälfte. Peristom wenig vertieft, weit 
Sackförmig, mit kurzen und breiten ab- 
gerundeten Lappen. Hülse farblos, ihr 
sanft aufsteigender Hals glatt und sehr 
viel kürzer als der Hülsenbauch, 

Hülse bis 0,2 mm lang. 

Finnland Meer (Lev.); Concarneau 
(Fabre); Helsingfors (Grimm); Nor- 
wegische Küste (Clap. u. L); Swine- 
münde (Stein). 

Golf von Genua (Gruber); Golf 
von Neapel (Entz) pelagisch ge- 
fischt auf einem Holzsplitter. 

Unsichere Art: Freia stylifer Wright 1862 
p. 219. T. 9. Fig. 5 u. 6. Der eine 
Peristomflügel mit langem griffei- 
förmigen Fortsatz an der Spitze, der, 
wenn das Tier kontrahiert ist, aus der 
Hülse vorragt. Sonst utigenügend be- 
obachtet. Firth of Forth. 



Caenomorpha Perty 1852. 

Farblos und formbeständig, glockenförmig mit halbkuglig abgerundetem 
Vorderende. Glockenhöhle rechts schwach ausgehöhlt, links ausgefüllt durch 
einen breit beginnenden, spitz endenden Schwanzanhang. Vorn auf der 
Bauchseite der Glocke eine mäßig breite Rinne, an deren linkem Rande ein 
bis zwei Reihen ansehnlicher Cirren stehen. Der von einer Reihe ziemlich 
großer Cilien umsäumte Glockenrand beginnt an der Bauchrinne und zieht 
schief rechts nach hinten beinahe eine vollständige Schraubenwindung be-. 
schreibend bis zu der ventral an der Schwanzbasis gelegenen Mundöffnung. 
Parallel und etwas nach innen vom Glockenrand in schmaler Peristomrinne 
eine adorale Zone. 



Caenomorpha medusula Perty 1852. 

Perty 1852 p. 140. T. 3. Fig. 4. 

Levander 1894^ p. 42. T. 2. 'Fig. 15—19; 1894^ p. 84. 



Ciliata. 



XIII 75 



? Trichodina tentaculata Ehrenberg 1838 p. 

266. T. 24. Fig. 3. 
Gyrocoris oxyura Stein 1860 p. 48 u. 49. 
„ • „ 1867 p. 164. 

Kent p. 640. T. 33. Fig. 1 — 6. 
„ „ Gourret u. Roeser 1886 p. 

493. T. 31. Fig. 34. 
Calcaria contorta Gruber 1879 p. 549. T. 10. 

Fig. 29, 30. 
Caenomorpha convoluta Tatem T. 6. 

Zwei Macronuclei, zwei Cirrenreilien 
am linken Rande der Bauchrinne, im übrigen 
mit den Charakteren der Gattung. 

0,1 mm lang, 

Finnland Lappwick in einem Salztümpel am Meeresstrande (Lev.) 
Hafen von Marseille (G. u. R) 




Fig. 89. 

Caenomorpha medusula Perly 
(Blochmann 1885. Fig. 173.) 



III. Ordnung Oligotricha Bütschli 1887-89 
mit Ausschluß der Tintinnoi dea. 



Peristomfeld, ähnlich wie bei Stentor, an das Vorderende des Körpers 
gerüci<t, senkrecht zur Längsachse stehend; umzogen von einer fast i<reisförmig 
geschlossenen aus Membranellen gebildeten adoralen Spirale. Bewimperung 
des übrigen Körpers meist gänzlich rückgebildet oder auf wenige einzel- 
stehende Cilien beschränkt. 



Strotnbidium Clap. u. L. 1858. 

Meist formbeständig. Gestalt gedrungen, hinten verschmälert, Adorale 
Spirale setzt sich auf der Bauchseite in einen bis gegen die Körpermitte 
herabziehenden Ausschnitt fort, an dessen Ende der Mund liegt. Peristom- 
feld meist zapfenartig erhaben. Rumpf meist unbewimpert. Trichocysten 
meist vorhanden. 




Strombidium typicum Ray Lank. 

Bütschli 1887/89. T. 69. Fig. 7. u. Fig.erkl. 

Torquatella typica Ray Lankester p. 272. T. 12. 

Fig. 1—5. 
Kentp.621. T. 32. Fig.32-34. 
Strombidium tintinnodes Entz 1884 p. 387. T. 23. 

Fig. 24—27. 

Vorn farblos, hintere Körperhälfte gelblich gefärbt. 
Sehr metabolisch, cylindrisch- kegelförmig, hinten zu- 
gespitzt. Stirnzapfen stark entwickelt. Adorale Zone 
einen nach vorn erweiterten, trichterförmigen Kragen um 
das Vorderende bildend, Trichocystengürtel in der 
hinteren Hälfte des Körpers. 

.0,02—0,04 mm lang. 0,015 mm breit. 

Blankenberghe (Bütschli). 

Golf von Neapel (Ray Lank., Entz). 



Fig. 90. 

Strombidium 

typicum Ray Lank. 

(Bütschli T. 69. Fig 7.) 

Original v. 1883. 



Ciliata. 



XIII 77 



Strombidium sulcatum Clap. u. L. 

Clap. u. L p. 371. T. 13. Fig. 6. 
Bütschli 1873 p. 671. T. 26. Fig. 19. 
Mereschkowsky 1877 p. 229. u. 1879 p. 216. 
Entz 1884 p. 383. T. 23. Fig. 17—23. 



Fig. 91. 

Strombidium sulcatum 

Cl. u. L. 

(Entz 1884. T. 23. Fig. 17 u. 19. 





Körper kugelig-spindelförmig, in der Mitte bauchig 
aufgetrieben, nach vorn verschmälert, nach hinten conisch 
zugespitzt. Im hinteren Drittel des Körpers ein Kranz 
großer, radiär zum Hinterende gerichteter Trichocysten 
in einer „ringförmigen taschenartigen Einstülpung" (Entz). 

0,03 mm lang. 0,02 mm breit. 

Norwegische Küste (Clap. u. L.); Kieler Bucht 
(Bütschli); Weißes Meer (Mereschk.); Bai von Concarneau 
(Fabre), 

Golf von Neaper(Entz); Hafen von Bastia Corsica 
(G. u. R.); Sidney (Brackwasser) fSchewiak. 1893). 




Fig. 92. 

Strombidium 

sulcatum var. 

ob longa Entz. 

(Entz 1884. 
T. 23. Fig. 18.) 



Entz beschreibt unter Str. sulcatum var. oblonga 
eine Form mit lang spindelförmigem Körper und 
im ganzen. Hinterleib zerstreut liegenden Tricho- 
cysten. 0,03 mm lang, 0,011 mm breit. Nur ver- 
einzelte Exemplare beobachtet, stets in Gesellschaft 

von sulcatum. Golf von Neapel. Da keinerlei Uebergänge mit der Stamm- 
form gefunden wurden, handelt es sich vielleicht doch um eine selbständige 
Form. 



Strombidium grande Lev. B. 
Levander 189it2p.87. T. 3. Fig. 5; 1901 2 p. 9. 

Groß, Körper cylindrisch, beide Körper- 
enden stumpf abgerundet, Vorderende mit 
hervorstehendem Apicalzapfen. Langes, gleich- 
breitesTrichocystenband windet sich schrauben- 



Fig. 93. 
Strombidium 

grande Lev. 
(Levander 1894^ 

T. 3. Fig. 5). 




XIII 78 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




förmig um den Körper und endet am Hinterende. 
Größe nicht angegeben. 
Finnland Brackwasser Heisinge -Fölisö (Lev.) 

Strombidium stylifer Lev. 

Levander 1894- p. 86. T. 2. Fig. 4; 1900 p. 47; lOOP p. 8. 
Strombidium caudatum Calkins 1902 p. 450. Fig. 

46 a, b, c. 
Smith 1904 p. 45 u. 46. 

Grünlichgelb, vorn breit, hinten zugespitzt, Hinter- 
ende in einen spitzen, cirrenartigen Stachel ausgezogen, 
der etwas nach links gerichtet ist. Stirnfeld mit vor- 
springendem Apicalzapfen. In der Mitte des Körpers 
ein ringförmiger feingestreifter Gürtel von dicht an- 
einanderliegenden Trichocysten. 

0,06—0,08 mm lang. 0,04—0,05 mm breit. 

Finnische Skäreninseln Spritzwasserlachen, Meer bei Löfö, Helsingfors 
u. Lappvik. (Lev.) 

Woods Hole U. S. A. (Calkins); Golf von Mexiko (Smith). 



Fig. 94. 

Strombidium 

stylifer Lev. 

Levander 18942 T. 3 

Flg. 4. 




Fig. 95. 

Strombidium 

caudatum From. 

(Lohmann T. 17. Fig 4.) 



? Strombidium caudatum From. S. 

Fromentel p. 264. T. 24. Fig. 7 u. 8. 
Lohmann p. 305. T. 17. Fig. 4. 

Eiförmig, hinten zugespitzt, mit einem langen Schwanz- 
faden versehen, durch den das Tier sich blitzartig fort- 
schleudert Farblos (From.) oder zitronengelb (Lohmann). 
Contractile Vacuole im hinteren Drittel des Körpers 
(From.) 

0,02 mm lang (Lohm.) 

Kieler Bucht (Lohm.) 

Kent hält die Fromentelsche Form für eine los- 
gerissene Vorticelle; auch die von Lohmann be- 
obachtete und abgebildete Form könnte man für 
eine solche haften, wenn nicht die von Lohmann 
geschilderte Art der Fortbewegung dagegen spräche. 



Strombidium urceolare Stein. 
Stein 1867 p. 162; Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Farblos? Körper krugförmig, in der Mitte verengert, nach vorn mäßig, 
nach hinten stark erweitert. Bauchausschnitt des Peristoms erreicht fast den 



Ciliata. 



XIII 79 



rechten Seitenrand. Vom Peristom verläuft bis zum Hinterende des Körpers 
•eine schräge Längsrinne, in der zwei bis drei dicht nebeneinanderstehende, 
kräftige, geschlängeite Wimpern stehen. 

Abbildung fehlt, ebenso Größenangabe. 

Ostsee (Stein); Bai von Concarneau (Fabre). 

Strombidium acuminatum Stein. 
Stein 1867 p. 163. 

Mehr oder weniger intensiv gelb gefärbt, vorn stumpf zugespitzt, hinten 
lang kegelförmig ausgezogen. In der hinteren Hälfte der Bauchseite eine 
schiefe. Reihe dicht hintereinander stehender, feiner Wimpern. Bauchausschnitt 
des Peristoms nimmt fast genau die Mittellinie der Bauchseite ein. 

Abbildung und Größenangabe fehlen. 

Ostsee (Stein). 

N. i. G. Strombidium elegans Florentin Salzsumpf von Laneuveville Südfrankreich 

(Florentin). 
Strombidium turbo Clap. u. L. Sardinien Saline von Cagliari (Parona); Bucht 

von Kertsch (Andrussowa). 
Strombidiu.n cylindromorphum Perej. Schwarzes Meer (Perejasl.) 
Strombidium (Clypeolum) corsicum G. u. R. Hafen von Bastia Corsica 

(Gourret u. Roeser). 

Halteria Duj. 

Halteria grandinella O. F. M. Bucht von Kertsch (Andrussowa) Brackwasser 
bei Sidney (Schewiakoff 1893). 




Fig. 96. 
Laboea conica Lohm. 
(Lohmann T. 17. Fig. 18.) 



Laboea Lohmann 1908. 

Zu den Tintinnen hinüberleitend. Ausgezeichnet 
durch den Besitz einer Schale, welche den Hinter- 
körper umschließt und vorn direkt in die zarte Pellicula 
des oralen Rumpfabschnittes übergeht. Mund polar 
von einer adoralen Zone umzogen.^) Vordere Körper- 
hälfte stark contractu durch zwei Systeme von Fibrillen 
die als Protraktoren und Retractoren des Oralfeldes 
dienen. Dicht unter der adoralen Zone ovaler bis 
rundlicher Macronucleus. 



') An zwei Stellen der adoralen Zone sind die 
Ciiien zu Büscheln vereinigt. Die Cilien selbst 
sollen an ihrem Ende mit feinen Seitenhärchen 
versehen sein (Wirkung von Reagenzien?). 



XIll 80 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 

Laboea conica Lohm. Pe lagisch. 



Lohmann p. 299. T. 17. Fig. 18—20. 

Schale kegelförmig, hinten leicht gerundet mit schwachen Längsrippen. 

0,02—0,05 mm lang. 

Kieler Bucht, Frühjahr und Herbst häufig, Sommer und Winter selten. 




Fig. 97. 



Laboea strobila Lohm. Pelagisch. 

Lohm. p. 299. T. 17. Fig. 14. 

Schale kegelförmig, hinten leicht gerundet, glatt oder 
mit zwei bis drei schwachen Querringeln, meist in drei bis 
fünf trichterförmig ineinander geschobene Absätze gegliedert. 

0,065—0,1 mm lang. 

Kieler Bucht, nicht häufig, aber außer im Winter stets 
Laboea strobila vorkommend. 
Lohm. 
(Lohmann T. 17. 
Fig. 14.^ 

Laboea globosa Lohm. Pelagisch. 

Schale breit becherförmig, kurz, mit kleinen Buckeln bedeckt. 
0,06 mm lang. 

Kieler Bucht, nur wenige Exemplare, Mai und August. 
Abbildung fehlt. 



IV. Ordnung Hypotricha Stein 1859. 



Körper dorsoventral abgeplattet, Bauch flach, Rücken gewölbt. 
Die aus Membranellen zusammengesetzte adorale Zone liegt in der Ebene 
der Bauchfläche und umzieht vom Munde ausgehend den Stirnrand häufig bis 
zum rechten Ende desselben. Rücken ohne bewegliche Cilien, dagegen meist 
mit Längsreihen steifer Börstchen. Bauchfläche selten gleichmäßig bewimpert, 
meist mit mannigfach differenzierten Cilien besetzt. 




Die Bauchbewimperung der hypo- 
trichen Ciliaten besteht, abgesehen von 
der adoralen Zone, aus folgenden Ele- 
menten: Die Randcirren (Rc) ziehen an 
den beiden Seitenrändern entlang, am 
Hinterende ineinander übergehend oder 
durch die Schwanzborsten (Sb) getrennt. 
Auf dem von den Randcirren umzogenen 
Felde stehen die Baucheirren (Bd, die 
entweder in geschlossenen Längsreihen 
oder in zerstreut stehenden Gruppen an- 
geordnet sind. Von den Baucheirren 
leiten sich die meist stärker als dieselben 
entwickelten After- und Stirncirren ab. 
Erstere (Ac) inserieren am hintersten 
Teil der Bauchfläche und überragen meist 
den Hinterrand, letztere (Stc) stehen vorn 
zwischen dem rechten Körperrande und 
dem rechten mit undulierender Membran 
(u. M.) versehenen Peristomrande. 



Schema nach Blochmann. 



Peritromus Stein 1862. 

Peristom vom Stirnfeld wenig abgegrenzt Bewimperung der Bauchfläche 

dicht und gleichmäßig, ohne Differenzierung stärkerer Cilien oder Cirren. 

Nord. Flankton. XIII 6 



XIll 82 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Peritromus emmae Stein. 

Stein 1862 p. 162; 1867 p. 165. 
Maupas 1883 p. 516. T. 24. Fig. 14—16. 
Rees 1884 p. 16. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Bütschii 1887^89 p. 1740. T. 70. Fig. 7a u. b. 
Spirostomina lucida Gruber 1884 p. 40. 

Fig. 41. 
Kerona ciliata Gourret u. Roeser 1888 
p. 178. T. 14. Fig. 11 u. 12. 

Farblos bis gelblich, contractu. Vorn 
und hinten breit abgerundet, hinteres Ende 
etwas schmäler. Bauch flach, Mittelzone des 
Rückens gewölbt, Randzone platt und durch- 
sichtig. Adorale Zone umzieht vom Mund 
aus den ganzen Stirnrand. Contractile Vacuole 
dorsal, weit hinten. In da^^ Mittelregion jeden Seitenrandes ein ovaler Ma- 
cronucleus (vermutlich zweigliedrig). 
0,1 mm lang. 

Ostsee bei Wismar (Stein); Croisic Bretagne und Berg op Zoom (Rees). 
Bai von Concarneau (Fabre). 

Golf von Genua (Gruberj; Algier (Maupas); Hafen von Bastia Corsica 
(G. u. R.); Woods Hole U. S. A. (Calkins); Sandwichinseln Salzgraben am 
Stillen Ozean (Schewiak. 1893). 

N. i. G. Urostyla Ehrbg. 1830. 

Urostyla gracilis Entz und Urostyla concha Entz Golf von Neapel (Entz 1884.) 
Urostyla rubra Andr. Schwarzes Meer (Andrussowa 1886). 
Urostyla grandis Ehrbg. Golf von Mexiko (Smith 1904). 



Fig. 98. 

Peritromus emmae Stein. 

(Bütschii T. 70. Fig. 7a u. b. 

nach Lieberkühns Tafeln von 

1855. 

a) Ventralansicht, b) linke Seite. 



Epiclintes Stein 1862. 

Sehr contractu. In gestrecktem Zustande lang oval. Größte Breite in 
der Mittelregion, Vorderende halsartig abgesetzt und löffelartig verbreitert. 
Hinterende in einen ansehnlichen, sehr contractilen Schwanz ausgezogen. 
Peristom kurz. Auf dem Stirnfeld 3 schiefe Reihen Cirren, ohne Differenzierung 
eigentlicher Stirncirren. Auf dem Bauch nach Stein 6—7, nach Mereschkowsky, 
Rees und Wallengren 9 Cilienreihen, von denen sich einige auf den Schwanz 
fortsetzen und zwar nach Rees 1, nach Stein 3, nach Mereschkowsky und 
Wallengren 5, denen sich 2 Randreihen anschließen. Am Schwanzende Cirren 
schopfartig verlängert. Der gesamte Rand von kurzen stäbchenförmigen Borsten 
umsäumt, die sich auch in Längsreihen auf dem Rücken finden. 



Ciliata. 



Xm 83 



Epiciintes ambiguus O. F. M. Pe lagisch. 

Bütschli 1887/89 p. 1742. T. 70. Fig. 12a u. b. 
Wallengren 1900 p. 1. T. 1. Fig. 1-4. 

Trichoda ambigua O.F.Müller 1786 p. 200. T. 28. 

Fig. 11-16. 
Oxytricha auricularis CI. u L. p. 148. T. 5. Fig. 5 u.6- 

„ „ Perejasl. p. 97. 

Epiciintes auricularis Stein 1867 p. 150 u. 269. 

Mereschkowsky 1877 -p. 237. 
1879 p. 164. T. 10. Fig. 16. 
Kent p.773. T. 43. Fig. 28-30. 
Rees 1884 p. 26. T. 16. Fig.l7. 
Möbius 1888 p. 88. 

Farblos bis gelblich, einzige sichere Art, mit den 
Charakteren der Gattung. 

Bis 0,3 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.); norwegisch^ Küste 
(Clap. u. L); Südküste von Schweden (Wallengren); 
Ostsee (Lieberkühn, Möbius, Stein) von letzterem pela- 
gisch gefunden im Hafen von Wismar; Osterschelde 
(Rees). 

Golf von Genua (Gruber); Golf von Neapel (Entz), 




Fig. 99. 

Epiciintes ambiguus 

O. F. M. 

Bütschli T. 70. 

Fig. 12 a u. b. 

nach Lieberkühn 

a) Ventraiansicht. 

b) linke Seitenansicht. 



? Epiciintes retractilis Cl. u. L. 

Kent p. 744. T. 43. Fig. 23 u. 24. 

Oxytricha retractilis Cl. u. L. p. 148. T. 5. 

Fig. 3 u. 4. 
Bütschli 1887—89 p. 1744. 
T. 70. Fig. 13a u. b. 
Mereschkowsky 1877 p. 237. 

1879 p. 216. 
Levander 1901 ip. 11; 1901*'^ 
p. 8. 
longicaudata Wright 1862 p. 220. 
^ T. 9. Fig. 7 u. 8. 
Mitra radiosa Quennerstedt 1867 p, 41. T. 2. 

Fig. 12 u. 13. 
Epiciintes radiosa Kent p. 744. T. 43. Fig. 31 

u. 32. 
Calkins 1902 p. 453. Fig. 56. 
Die vordersten Membranellen der adoralen Zone 
borstenartig entwickelt und nach vorn ausstrahlend. 



^ 




Fig. 100. 
Epiciintes retractilis 

Cl. u. L. 
Clap. u. L. T. 5. Fig. 3 u. 4. 

a) in ausgestrecktem 

b) in contrahiertem Zust. 

6* 



XIII 84 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock 



Contractiler Schwanz außerordentlich lang. Peristomregion schmal rüsselförmig. 
Bauchbewimperung nicht genügend bekannt, daher systematische Stellung 
zweifelhaft, möglicherweise nicht hierher gehörig, sondern an Stichotricha an- 
zuschließen. 

Ohne Schwanz 0,08 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.); Finnland Brackwasserbuchten, Ramsösund 
(Lev.); norwegische Küste (Clap. u. L); Firth of Forth (Wright); Warberg 
(Quenn.) 

Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



Stichotricha Perty 1849. 

Sehr contractu. Körper ausgestreckt lang spindelförmig, contrahiert 
kugel- bis birnenförmig. Vorderende (Peristomregion) in einen langen und 
schmalen Rüssel ausgezogen. Die zwei bis drei vordersten Membranellen der 
adoralen Zone zu borsten- o^r stachelförmigen Gebilden entwickelt, besondere 
Stirn- und Aftercirren nicht ausgebildet. Freilebend oder in selbstgebauten 
Gallertröhren. 




Fig. 101. 

Stichotricha muelleri 

Lachm. 

a) Lachm. 1856. T. 1. 

Fig 7. 

b) Möbius T. 7. Fig. 9. 



Stichotricha muelleri Lac^im. S. 

Entz 1879 p. 24. T. 10. Fig. 1-3. 

Chaetospira mülleri Lachm. 1856 p. 49. T. 

Fig. 6 u. 7. 

Kent p. 602. T. 29. Fig 

37 u. 38. 
maritima Wright 1862 p. 220. 

Möbius 1888 p. 92. T. 7 

Fig. 8—10. 
Stichotricha urnula Gruber 1882 p. 59. T. 3. 

Fig. 22—28. 

Rüssel ausgestreckt länger als der Körper, 
flach bandförmig, spiralig gedreht. Auf der Bauch- 
seite 3 in schräger Richtung von rechts vorn nach 
links hinten verlaufende Wimperreihen, hierzu zwei 
Randwimperreihen. Auf dem Rücken zerstreute 
Borsten (Entz). Freilebend oder in flaschenförmigem 
Gehäuse. 

0,16 mm lang. 

Firth of Forth (Wright); Kieler Bucht (Möbius); 
Englische Küste (Kent). 

Salzteich von Szamosfalva in Ungarn (Entz). 



Ciliata. 



XllI 85 



Stichotricha secunda Perty. S 

Perty 1852 p. 153. T. 6. Fig. 15. 
Stein 1859^ p. 175. T. 10. Fig. 9—13. 
Quennerstedt 1867 p. 40. 

Stichocliaeta cornuta Cl. u. L. p. 152. T. 6. Fig. 6. 
Stichotricha marina Quennerst. 1869 p. 32. 

aculeata Wrz. 1870 p. 477. T. 21. Fig. 14. 
socialis Griiber 1879. p. 440. T. 25. 
graciiis Möbius 1888 p. 87. T. 6. Fig. 4. 




Fig. 102. 

Stichotricha secunda Perty 

a) Gruber 1879. T. 25. Fig. 9. 

b) Stein 1859^. T. 10 Fig. 10. 




Rüssel kürzer und nicht so scharf abgesetzt wie bei St. muelleri. Auf 
dem Bauch nach Stein 1 Bauchwimperreihe und 2 Randreihen, nach Möbius 
2, nach Gruber 4 Bauchwimperreihen von vorn rechts nach links hinten ver- 
laufend. Frei oder in Gallertröhren, zuweilen koloniebildend. 

Bis 0,22 mm lang. 

Kieler Hafen (Möbius); Warberg Kattegat (Quenn.) 

Außer St. muelleri und secunda existieren noch eine Anzahl ungenügend be- 
schriebener Formen. Stein beschreibt 1867 p. 150 unter St. marina eine Art aus der 
Ostsee bei Wismar, die ähnlich der secunda ist, jedocli noch größer und von ihr be- 
sonders dadurch unterschieden, daß die vordere Bauchwimperreihe vom rechten Seiten- 
rand des Halses nur bis zum Mundwini<el verläuft und aus viel zarteren Wimpern besteht 
als die beiden anderen Bauchwimperreihen, die- aus einer besonders nach hinten zu tief 
und schräg eingeschnittenen Furche entspringen, in welche die Wimpein eingeschlagen 
werden können. Abbildung fehlt. Möbius (p. 87. T. 6. Fig. 5 u. 6) gibt aus der Kieler 



XIII 86 



Cl. Hamburger und von Buddenbrook. 



Bucht außer gracillis noch zwei 'Formen an: 1) St. saginata, plumper und größer als 
graciiis alias secunda, Hals wenig schmäler als der übrige Körper, 4 schräge Bauchwimper- 
reihen und 2) St. horrida, die wohl überhaupt keine Stichotricha ist, sondern wahrscheinlich 
ein Uroleptus. 

N. i. G. Stichotricha inquilinus Entz ebenfalls ungenügend beschrieben. Golf v. Neapel 
(Entz 1884). 



Holosticha (Wrzesniowsky 1877) emend Entz 1884. 

Zwei Randeirrenreihen und dazwischen in ziemlich gleichen Abständen 
zwei Bauchreihen, welche sich z. T. über das gesamte Stirnfeld fortsetzen, 
ohne DifferenzieriHig deutlicher Stirncirren. Am Hinterende eine schiefe Reihe 
Aftercirren. 



Holosticha pernix Wrzesn. 

Oxytricha pernix Wrzesniowsky 1877 
p 273. T. 19. Fig. 10, 11. 

Amphisia pernix Kent p. 768. T. 43. 
Fig. 12. 

Körper farblos, sehr biegsam, lanzett- 
förmig, in der Mitte höckerartig aufgetrieben. 
Randeirrenreihen auf die Bauchseite gerückt. 
5 borstenförmige Aftercirren. 

0,1 mm lang. 

Ostküste der Insel Rügen (Wrzesn.) 









Fig. 103. 

Holosticha pernix Wrzesn. 

(nach Wrzesniowsky T. 19. Fig. 10, 11.) 



Holosticha rubra Ehrbg. 

Kent p. 770. T. 43. Fig. 17. 
Wallengrcn 1900 p. 8. T. 1. Fig. 5—10. 

Oxytricha rubra Ehrenberg 1838 p. 364. T. 40. Fig. 9. 
Dujardin p. 419. T. 11. Fig. 13. 
„ „ Fresenius p. 127. Fig. 34; 35. 

Cohn p. 288. T. 15. Fig. 41; 42. 
„ „ Quennerstedt 1867 p. 39. 

flava Cohn p. 288. T. 15. Fig. 27-29. 
„ flava var. carnea Cohn p. 288. 

Holosticha flava Rees 1884 p. 27. T. 16. Fig. 19 u. 20. 
„ Gruber 1884 p. 10. 
„ Kent p. 769. T. 43. Fig. 19 u. 20. 
„ , Fabre-Domergue 1885 p. 14. 



Ciliata. 



XIll 87 



Holosticha flava Smith 1904 p. 46. 
Holosticha flavorubra Entz 1884 p. 359. 

T. 22. Fig. 14—17. 
„ „ Gourretu. Roeser 1888 

p. 185. T. 14. Fig. 7 u. 8. 
Uroleptus roscovianus Maupas 1883 p. 

566. T. 24. Fig. 1—5. 

Contractu, langgestreckt, fünf bis sechs 
mal so lang wie breit, an beiden Enden ver- 
schmälert. Hinterende fast schwanzartig, 
Vorderende nach links gebogen, stark ent- 
wickelte Oberlippe. In der Färbung sehr 
variierend: gelblich, fleischrot oder ziegelrot. 
Außer dem diffus verteilten Pigment besitzen 
die roten Varietäten auf dem Rücken 4 bis 
5 (oder gar keine nach Maupas), auf dem Bauch 
3 bis 4 rot pigmentierte Längsstreifen, die 
nach Entz und Rees aus Reihen scharf um- 
grenzter Flecken bestehen, während nach 
Wallengren und Maupas diese Flecken aus 
dicht beisammenliegenden einzelnen Pigment- 
körnchen gebildet werden. 5 Aftercirren (Entz). 
Zwei Macronuclei (Entz, Rees) oder zahlreiche (Gruber, Maupas). 

Größe sehr verschieden, rote Varietät bis 0,4 mm lang, gelbe Varietät 
bis 0,27 mm lang. 

Südküste von Schweden (Wallengren); Warberg Kattegat (Quenn.); 
Kopenhagen und Göteborg (Ehrbg.); Nordseewasseraq. (Eres. u. Cohn); hol- 
ländische Küste (Rees); Roskoff Normandie (Maupas); Bai von Concarneau 
(Fahre). 

Golf von Genua (Gruber); Cette (Duj.); Hafen von Bastia Corsica (G. u. R.) 
Golf von Neapel (Entz); schvvarzes Meer (Perejasl.) 




Fig. 104. 
Holosticha rubra Ehrbg. 

a) Entz T. 22. Fig. 16. 

b) Rees T. 16. Fig. 20. 



Holosticha multinucleata Maupas. 

Maupas 1883 p. 562. T. 23. Fig. 1—4. 
Fahre -Domergue, 1885 p. 14. 

? Oxytricha rubra Möbius 1888 p. 86. T. 6. Fig. 1 u. 2. 

In der Größe sehr variierend. Drei bis vier mal so lang wie breit. 
Vorderende breit abgerundet, ein wenig nach links geneigt, ohne Bildung einer 
Oberlippe. Hinterende abgerundet oder ein wenig zugespitzt. Kleine Exemplare 
sigmaförmig gekrümmt, bei den großen rechter Rand fast gerade, linker stark 
ausgebuchtet.. Dorso ventral sehr stark abgeplattet, nur in der Körpermitte 



XIII 88 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 105. 
Holosticha multinucleata 
Maup. 
cy. Maupas 1883 T. 23. Fig. 1 u. 2. 
a) großes Exemplar von der 
Bauchseite, 
b) kleines Exemplar doppelt so 
stark vergrößert von der Rücken- 
seite. 




ein wenig gewölbt. Diffuses gelbes Pigment, außerdem rotes Pigment, auf 
der Bauchseite ebenfalls diffus, auf dem Rücken in fünf Längsbändern angeordnet, 
die aus zahlreicfien schräg verlaufenden pointillierten Linien sich zusammen- 
setzen. Zahlreiche kleine Kerne. Bis zwölf Aftercirren. 

0,12 — 0,27 mm lang. 

? Kieler Bucht (Möbius); Bai von Concarneau (Fabre). 
Küste von Algier (Maupas). 

Holosticha multinucleata var. decolor Wallengren. 
Holosticha decolor Wallengren 1900 p. 16. T. 1. Fig. 11 u. 12. 

Abgesehen von einigen Abweichungen in 
der Anordnung der Cilienreihen von der Stamm- 
form hauptsächlich durch das Fehlen des Pig- 
ments unterschieden. 
Größe? 
Südküste von Schweden (Wallengren). 



Holosticha scutelium Cohn. 
Entz 1884 p. 365. T. 22. Fig. 18. 
Oxytricha scutelium Cohn p. 287. T. 15. Fig. 
43-46. 
Kent p. 788. T. 44. Fig. 
17 u. 18. 
„ „ Perejasl. p. 97. 

Wenig contractu kurz elliptisch, vorn rechts 
schief abgestutzt, Rücken wenig erhöht, Bauch- 




Fig. 106. 

Holosticha scutelium Cohn. 

(Entz T. 22. Fig. 18.) 



Ciliata. 



Xlll 89 



fläche muldenförmig vertieft. Peristom im vorderen Drittel, von der nach 
links gekrümmten Stirn zum Teil überwölbt. Die fünf vorderen Membra- 
nellen der adoralen Zone besonders weit vorragend. 7 — II griffeiförmige 
Aftercirren. 

0,05—0,08 mm lang, 0,03 mm breit. 

Nordseewasseraquarium (Cohn). 

Golf von Neapel Entz; Schwarzes Meer (PerejasI). 

N. i. G ? Holoslicha coronata G. u. R.; Hafen von Bastia, Corsica (Gourret u. Roeser 
1888) sehr unsichere Art. 



Amphisia Sterki 1878. 

Von der Gattung Holosticha, der sie sonst in allen Stücken gleicht, 
unterschieden durch die Ausbildung deutlicher Stirncirren. Zwei Randeirren- 
reihen, zwei bis drei Baucheirrenreihen. 



Amphisia crassa Cl. u. L. 

Oxytricha crassa Clap. u. L. p. 147. T. 6. 

Fig. 7 a u. b. 
? „ velox Quennerst. 1869 p. 20. Fig. 

20 u. 21. 
Amphisia gibba var. crassa Kent p. 767. T. 

44. Fig. 15 u. 16. 

Farblos oder gelbbraun bis gelbrot. 
In der Mitte am breitesten, nach beiden Enden 
verjüngt. Vorderende nach links gebogen. 
Rechter Rand stark convex (Clap. u. L.) oder 
wenig convex bis gerade (Quennerst.), linker 
Rand mit starker Ausbuchtung in der Mitte. 
Rücken stark gewölbt, Bauch flach. Drei 
Stirncirren (nur von Quennerst. beobachtet), 
5 Aftercirren. 

0,11—0,15 mm lang. 

Fjord von Bergen (Clap. u. L); Wisby 
(Quenn.) 

Amphisia gibba 0. 

Trichoda gibba O. F. M. 1786. T. 25. 




Fig. 107. 
Amphisia crassa Cl. u. L. 
(Clap. u. L. T. 6. Fig. 7a u. b.) 



Oxytricha „ Dujardin p. 418. T. 11. 
Stein 185&3 p. 184. T. 
Quenn. 1867 p. 40. 
Entz 1884 p. 294. 
„ „ Andrussowa p. 238. 



F. M. 

Fig. 16- 
Fig. 12. 
11. Fig. 



■20. 



9 u. 10. 



XIII 90 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Etwa 3 mal so lang wie breit, länglich elliptisch, 
in der Mitte am breitesten. Rücken stark gewölbt, in- 
dessen nie so sehr wie bei A. crassa. Randwimper- 
reihen den beiden Bauchwimperreihen sehr genähert. 
3 Stirncirren, 5 Aftercirren. 

0,17 mm lang. 

Warberg u. Wisby (Quenn.); Hafen v. Travemünde 

(Stein). 

Cette (Duj.); Golf von Genua (Gruber); Triest 
(Stein); Golf v. Neapel (Entzj; Schwarzes Meer 
(Andruss.) 



Amphisia kessleri Wrzesn. 
Kent p. 768. 

Oxytricha kessleri Wrzesniowsky 1877 p. 275. 
T. 19. Fig. 12—15. 



A\ 
Fig. 108. 
Amphisia gibba 
O. F. M. 

(Stein 1859. T. 11. Fig. 10.) Körper längUch eUiptisch, 
in der Mitte am breitesten. 
Hinterende stärker verjüngt 
als das Vorderende, fast schwanzartig. Rücken 
nur wenig erhöht. Bauchbewimperung wie bei 
der vorigen Art, jedoch 4 Stirncirren und 12 — 15 
in schräger Reihe angeordnete Aftercirren. 

Bis 0,15 mm lang. 

Ostsee, Ostküste von Rügen (Wrzesn.) 

Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



Amphisia diademata Rees. 





Fig. 109. 

Amphisia kessleri Wrzesn. 

(Wrzesniowsky T. 19. 

Fig. 12 u. 15.) 



Rees 1884 p. 30. T. 16. Fig. 21. 
Die 7 vordersten Girren der 
adoralen Zone nach vorn gerichtet 
und von den übrigen durch einen 
weiten Zwischenraum getrennt. 
Körperform ziemlich variabel. 

0,085-0,14 mm lang. 

Helder, Vlissingen und Berg op Zoom (Rees) 



3 Stirncirren. 7 Aftercirren 



Fig. 110. 
Amphisia 
diademata 

Rees. 

(Rees T. 16, 

Fig. 21.) 



Ciliata. 



XIII 91 



Amphisia oculata Mereschk. 

Oxytricha oculata Mereschkowsky 1877 p. 

232. 1879 p. 163. T. 10. Fig. 9 u. 10. 

Holosticha oculata -Kent p. 770. T. 44. Fig. 21. 

Körperform ziemlich variabel, eiförmig 
bis birnförmig. Hinterende zuweilen in einen 
zugerundeten Schwanz ausgehend. Von der 
Seite bogenförmig gekrümmt. Peristom kurz. 
Etwa 4 Stirncirren, 5 Aftercirren, die allmählich 
in die linke Randwimperreihe übergehen. An 
beiden Körperenden je ein sogenannter Augen- 
kreis. 

Größe nicht angegeben. 

Weißes Meer (Mereschk.) 





Fig. 111. 

Amphisia oculata Mereschk. 

Mereschkowsky 1879. T. 10. 

Fig. 9 u. 10. 



Amphisia wrzesniowslcii Mereschk. 

Oxytricha wrzesniowskii Mereschkowsky 1877 p. 231 u. 1879 p. 162. T. 10. Fig. 35 
Holosticha „ Rees 1884 p. 27. T. 16. Fig. 18. 

„ Kent p. 771. 

„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Körper länglich eiförmig, hinten breiter als vorn, Hinterende fast quer 
abgestutzt. Peristom bis zur Mitte des Körpers reichend. 6 —7 Stirncirren. 
Zwei Bauchwimperreihen. Am a 

hinteren Ende eine Reihe 
Aftercirren, die nach vorn 
in die linke Randborstenreihe 
übergeht (Mereschk.), oder 
beide Randborstenreihen mit- 
einander verbindet (Rees). 

0,2 mm lang. (Mereschk.) 

0,085 mm lang (Rees). 

Weißes Meer (Mereschk.); 
Berg op Zoom (Rees); Bai von 
Concarneau (Fabre), 

N. 1. G. Amphisia (Holosticha) la- 
cazei Algier (Maupas 1888). 
Amphisia (Oxytricha) capitata 
schwarzes Meer (Perejaslawzewa). 
Amphisia (Amphisiella) marioni 
G. u. R. Hafen von Bastia Corsica Fig. U2. Am phisia wrzesniowskii Mereschk. 
(Gourret u. Roeser 1888). a) Mereschkowsky 1879. T. 10. Fig. 35. 
b) Rees 1884. T. 16. Fig. 18. 




XIII 92 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Uroleptus (Ehrbg. 1831) emend. Stein 1859. 

Amphisia nahestehend, wesentUch nur dadurch unterschieden, daß das 
Hinterende zu einem kürzeren oder längeren stark verjüngten Schwänze aus- 
gezogen ist. Drei bis fünf Stirncirren, meist zwei Bauchreihen. 




Fig. 113. 
Uroleplus piscis 
(Wrzesniowsky T. 4 

Fig. 23). 



N. i. G. 



Uroleptus piscis O. F. M. S. 

Ehrenberg 1838 p. 358. T. 40. Fig. 1. 
Stein 18593 p, ns. T. 11. Fig. 1—3. 
Wrzesniowsky 1869. T. 4. Fig. 23—26. 

Trichoda piscis O. F. Müller 1786 p. 214. T. 31. 

Fig. 1 — 4. 
Oxytricha caudata Ehrenberg 1838 p. 365. T. 40. 

Fig. 11. 
„ „ Eichwald 1844. 

„ „ Clapar^de u. Lachmann p. 146. 

T. 5. Fig. 7. 
Amphisia piScis Kowalewsky 1883 p. 242. 

Körper contractu, spindelförmig, nach vorn schwach 
verschmälert, hinten in einen Schwanz ausgezogen, der 
bei Rückwärtsbewegung in den Körper eingezogen wird. 
Aftercirren zahlreich in einer Längsreihe am linken Rande 
des Schwanzes (Kowalewsky), nach Wrzesniowsky keine 
Aftercirren. Zwei Reihen Baucheirren. 

0,5 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Reval, Ostsee bei Hapsal 
(Eichw.); Ostsee bei Wismar (Ehrbg.) 
Mitteimeer Sardinien (Parona). 

Uroleptus musculus (Ehrbg.) Sardinien (Parona); 
Uroleptus zignis Entz Golf von Neapel (Entz 1884). 
Sparotricha Entz 1879. 
Sparotricha vexilifer Entz Salzteich in Szaniosfalva in Ungarn (Entz 1879). 



Gastrostyla Engelmann 1862. 

Biegsam, doch wenig contractu, etwa elliptisch. 5 — 6 Stirncirren, ein 
bis zwei etwas unregelmäßige Baucheirrenreihen, die von rechts vorn nach 
links hinten ziehen, dahinter noch einige isoliert stehende Baucheirren. 4—5 
Aftercirren, Randeirrenreihen hinten nicht unterbrochen. Kern zwei- bis vier- 
gliedrig. 



Ciliata. 



XIII 93 



Gastrostyla sterkii Wallengr. 
Wallengren 1900 p. 21. T. 1. Fig. 13 — 16. 

Farblos. Länglich elliptisch, vorn rechts schräg 
abgestutzt, hinten abgerundet. Rechte Seite schwach 
concav, linke fast gerade. 6 Stirncirren. Vom aboralen 
Ende der adoralen Zone aus schräg nach links hinten 
eine Reihe von 8 Baucheirren. 5 starke Aftercirren sehr 
weit nach vorn verlagert. Dicht vor ihnen zwei isoliert 
stehende Baucheirren. Macronucleus aus 4 in einer 
Reihe liegenden Gliedern bestehend, 

0,17 mm lang. 

0,05 mm breit. 

Hafen von Malmö (Wallengren). 

N. i. G Gastrostyla (Holosticha) mystacea Stein Hafen von 
Genua (Gruber 1884). 

Gastrostyla (Stylonychia) pulchra Perejasl. 1885 
Schwarzes Meer. 

? Gastrostyla (Holosticha) coronata Hafen von Bastia 
Corsica (Gourret u. Roeser 1888). 




Fig. 114. 

Gastrostyla sterki 

(Wallengren T. 1. 

Fig. 13). 



Gonostomum Sterki 1878. 

Biegsam bis contractu. Langgestreckt. Peristom schmal, 
ganz links, zieht bis in die Mittelregion des Körpers am linken 
Rand herab und biegt dann unter Bildung eines mäßig stumpfen 
Winkels auf die Bau-chfJäche um, bis zu deren iy\itte es reicht. 
10-11 Stirncirren, auf dem Bauchfeld zwei Randeirrenreihen. 
2 Baucheirren dicht vor den 5 Aftercirren, 3 Schwanzborsten. 



Gonostomum pediculiforme Cohn. 

Maupas 1883 p. 550. T. 24. Fig. 8-13. 

Stichochaeta pediculiformis Cohn p. 285. T. 15. Fig 

38a u. b. 

Kent p. 775. T. 44. Fig- 
13 u. 14. 
? Stichochaeta corsica Gourret u. Roeser 1888 p. 187- 

T. 14. Fig. 6. 



fm 



■M 



Fig. 115. 
Gonostomum 
pediculiforme 

Cohn 

(Maupas T. 24. 

Fig. 11.) 



XIII 94 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Körper silbergrau, schmal rechteckig, hinten abgerundet, Vorderende 
rüsselartig verschmälert. Kern in eine große Zahl kugliger Segmente auf- 
gelöst (Maupas); oder nur ein Kern (G. u. R.) 

0,1 — 0,2 mm lang. 

Nordseewasseraq. (Cohn). 

Golf von Genua (Gruber); Algier (Maupas); schwarzes Meer (Andruss.); 
Hafen v. Bastia Corsica (G. u. R); Golf von Mexiko (Smith). 

N. i. G. Gonostomum (Stichochaeta) Mereschkowskii Andruss. schwarzes Meer (An- 
drussowa 1886). 

Gonostomum (Stichochaeta) corsica G. u. R. Häfen von Bastia Corsica 
(Gourret u Roeser 1888). 



Oxytricha p. p. Bory 1824 (Ehrbg. 1830) emend Sterki 1878. 



n 



Biegsam bis contractu. Rechten Peristomrand zieht 
vom Mund geradlinig nach vorn und biegt dann nach 
links um. Auf dem Stirnfeld 8 Cirren, auf dem Bauch- 
feld 5 Baucheirren, dahinter meist in schiefer Richtung 
5 Aftercirren. Schwanzborsten wenig entwickelt. 



n.. 



f^_^ Pig.1116. 
j« Oxytricha 
ferruginea Stein. 
(Stein 18593 T. 11. 
Fig. 11., 



Oxytricha ferruginea Stein. S. 

Stein 18593 p. 187. T. 11. Fig. 11 u. 12. 
Quennerstedt 1865 p. 59. T. 2. Fig. 14. 
Levander 1894- p. 92; 1901 ' p. 11. 1901- p. 7. 

Körper lang rechteckig, vorn plötzlich ungleich- 
schenklig und stumpf zugespitzt, hinten etwas erweitert 
und abgerundet mJt vorragenden, hinten zusammenstoßen- 
den Randwimpern, langen griffeiförmigen, unter dem 
Bauch verborgenen Afterwimpern und wenigen kurz 
griffeiförmigen Bauchwimpern. 

0,135 mm lang. 

Finnland Brackwasserbuchten und Meer (Löfö- 
und Ramsösund) (Lev.); Wisby Gotland (Quenn.) 



Oxytricha pellionelia O. F. M. 



Ehrbg. 1838 p. 364. T. 11. Fig. 10. 
Eichwald 1852. 



Ciliata. 



XIII 95 



Stein 18593 p. 185. T. 11. Fig. 13—18. 
Rees 1884 p. 30. 

Trichoda peliionella O. F. M. 1786 p. 786. T. 31. Fig. 21. 

Körper etwa rautenförmig, an beiden Seiten gleich- 
mäßig abgerundet mit weit über den Hinterrand vorragenden 
langborstigen Afterwimpern und größtenteils unter dem Bauch 
verborgenen Randwimpern. 

0,1 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Wiborg (Eichw.); Berg op 
Zoom (Rees). 

Sardinien Saline von Cagliari (Parona); Golf v. Mexiko 
(Smith). 

N. i. G. Oxytricha radians Cette Mittelmeer (Dujardin); schwarzes 
Meer (Perejasl., Andrussowa). 




Fig. 117. 

Oxytricha 

peliionella 

(Stein 1859 3 T. 2. 

Fig. 13.) 



Stylonychia (Ehrbg. 1830) emend. Stein 1859. 

Formbeständig. Von Oxytricha unterschieden durch den Verlauf des 
rechten Peristomrandes. Derselbe ist etwa S förmig geschwungen und vorn 
nicht nach links umgebogen. Bewimperung wie bei Oxytricha, nur die Schwanz- 
borsten sind sehr lang und die beiden Randeirrenreihen am Hinterrande deut- 
lich unterbrochen. 



Stylonychia mytilus O. F. M. 



S. 



Quennerstedt 1859 p. 32. 
Stein 1859 3 p. 147-. T. 6-8. 
Levander 19012 p. 7. ' 

Kerona mytilus 0. F, Müller 1786 p. 242. 
T. 34. Fig. 1—4. 
„ „ Dujardin p. 425. T. 13. Fig. 

2 u. 3. 
„ silurus „ p. 427. T. 13. Fig. 4. 

Stylonychia silurus Ehrenberg 1838 p. 372. 
T. 42. Fig. 2. 

Körper vor der Mitte am breitesten, nach 
hinten zu verengert; der fast gerade abgestutzte 
Hinterrand trennt die beiden Randeirrenreihen und 
trägt drei weit von einander abstehende Schwanz- 
borsten. 




Fig. 118. 

Stylonychia mytilus 

0. F. M. 

(Stein 1859» T. 6. Fig. 1). 



XIII 96 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Bis 0,4 mm lang. 

Finnland Meer bei Löfö (Lev.); Ostsee Warberg (Quenn.) 

Mittelnieer Sardinien (Parona); Schwarzes Meer (Andruss.); Golf von Mexiko 
(Smith). 



Stylonychja pustulata O. F. M. S. 

Ehrenberg 1838 p. 371. T. 42. Fig. 1. 
Stein 1859"^ p. 161.' T. 9. Fig. 1 — 16. 
Quennerstedt 1869 p. 32. 

? Kerona pustulata O. F. Müller 1786 p. 246. 
T. 34. Fig. 14 u. 15. 
siiurus O. F. Müller p. 244. T. 34 
Fig. 9 u. 10. 
Kerona pustulata Dujardin p. 423. T. 6. Fig. 10. 
T. 13. Fig. 7. 

Seitenränder etwa parallel, vorn und hinten spitz 
zugerundet. Randeirren hinten nur durch eine kleine 
Lücke unterbrochen, in der dicht beieinander die Schwanz- 
borsten stehen. 

0,2 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Reval u. Wiborg, Ostsee 

Hapsal (Eichwald 1844; 1852); Ostsee Kopenhagen (Ehrbg.); Wisby Gotland 

Quenn.) 

Sardinien Saline von Cagliari (Parona); Golf von Mexiko (Smith). 




Fig. 119. 

Stylonychia 

pustulata 0. F. M. 

(Stein 1859^ T. 9. Fig. 1). 



- c V. 




Fig. 120. 

Histrio similis 

(Quennerstedt 1867 

T. 2. Fig. 10). 



Histrio Sterki 1878. 

Formbeständig. Hauptunterschied von Stylonychia 
besteht darin, daß die beiden Randeirrenreihen hinten 
nicht unterbrochen sind, und daß deutlich entwickelte 
Schwanzborsten fehlen. Rechter Peristomrand vorn ein 
wenig nach links gebogen. 



Histrio similis Quenn. 
Kent p. 789. 

Stylonychia similis Quennerstedt 1867 p. 38. T. 2. 

Fig. 10. 

Länglich oval, fast drei mal so lang als breit. 
Vorderende gleichmäßig abgerundet, Hinterende etwas 



Ciliata. 



XllI 97 



zugespitzt. Zuweilen 6 Baucheirren, Aftercirren im Gegensatz zu den übrigen 
Vertretern der Gattung Histrio den Hinterrand überragend und mit den Spitzen 
divergierend. 

Warberg Kattegat (Quennerstedt). 



Actinotricha Cohn 1866. 

Ziemlich contractu. Oxytricha sehr nahestehend. Unterschieden durch 
das Peristom, welches sehr schmal rinnenförmig und kurz ist, sowie durch 
die außerordentlich starke Entwicklung der vordersten fünf radiär abstehenden 
Membranellen. Bewimperung nach Rees wie bei Oxytricha: 8 Girren auf dem 
Stirnfeld, 5 auf dem Bauchfeld, 5 Aftercirren, 2 Randeirrenreihen. Dorsale 
Randborsten gut entwickelt. Nach Maupas nur 5 Stirncirren. 



Actinotricha saltans Cohn. 

Cohn p. 283. T. 14. Fig. 24-26. 
Quennerstedt 1867 p. 40. T. 2. Fig. 11. 
Maupas 1883 p. 544. T. 24. Fig. 5 u. 6. 

Oxytricha saltans Rees 1881 p. 16; 1884 p. 28. 

T. 16. Fig. 22 u. 23. 
„ Entz 1884 p. 367. T. 23. Fig. 1—7. 
? Psilotrix ovalis Gourret u. Roeser 1888. T. 15. 

Fig. 2. 

Länglich elliptisch mit etwas gewölbter Rücken- 
und flacher Bauchfläche. Im übrigen mit den Charakteren 
der Gattung. 

0,05-0,1 mm lang. 

Warberg Kattegat (Quenn.); Nordseewasseraquar. 
(Cohn); Helder Holland (Rees). 




Fig. 121. 

Actinotricha 

saltans Cohn. 

(Rees 1884. T. 16. 

Fig. 23). 



Hafen von Genua (Gruber); Golf von Neapel (Rees, 
Entz); ? Hafen von Bastia. Corsica (G. u. R.); 
Küste von Algier (Maupas); Schwarzes Meer (Perejasl.) 
N. i. G. Actinotricha hyalina Perejasl. Schv^arzes Meer (Perejasl) fraglich ob selb- 
ständig. 

Stylonethes G. u. R. 1888. 

Stylonethes fusiformis G. u. R. Hafen v. Bastia Corsica. Ganz ungenügend 
beschriebene Form, die von G. u. R. zu den Oxytrichinen gerechnet wird 
und daher hier erwähnt werden mag (Gourret u. Roeser 1! 



Nord. Plankton 



XIII 7 



XIII 98 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Euplotes Ehrbg. 1831 emend. Stein 1859. 

Mittelgroß, starr, oval, stark abgeplattet, jedoch Rücken gewölbt. Peristom 
dreieckig, nimmt vorn den ganzen Stirnrand ein und erstreckt sich bis zur 
Körpermitte oder über dieselbe hinaus. Rechter Peristomrand zieht vom 
Munde zunächst nach vorn und biegt nicht weit hinter dem Stirnrand scharf 
nach rechts um bis zum rechten Ende der adoralen Zone verlaufend. Auf 
dem Stirnbauchfeld 9 — 10 cirrenartige Cilien. 5 ansehnliche Aftercirren, die 
den Hinterrand beträchtlich überragen. Je zwei kleine Randeirren am Hinter- 
rande und auf dem hinteren Teil des linken Seitenrandes. Rücken gewöhnlich 
mit einer Anzahl Längsrippen versehen. Macronucleus lang bandförmig. 



Euplotes charon 0. F. M. 

Ehrenberg 1838 p. 378. T. 42. Fig. 10. 

Cl. u. L. p. 173. T. 7. Fig. 10. 

Stein 18593 p. 137. 7. 4. pig. 14-20. ' 

Fresenius p. 88. Fig. 20—24 

Quennerstedt var. maritima 1867 p. 37. T. 2. Fig. 5. 

Mereschkowsky 1877 p. 239 U..1879 p. 216. 

Gourret u. Roeser 1886 p. 514. T. 34. Fig. 7. 

Rees 1884 p. 24. T. 16. Fig. 15. 

Fahre- Domergue 1885 p. 14. 

Levander 1901 1 p. 11 u. 19012 p. 7. 

Trichoda charon 0. F. Müller 1786 p 
cimex „ „ p. 



S, Pelagisch. 



229. 
231. 



T. 32. 
T. 32. 

Euplotes appendiculatus Ehrenberg p. 379. T. 42. 

Ploesconia charon Dujardin p. 439. T. 10. Fig. 8. 

„ subrotunda „ p. 441. T. 13. Fig. 5. 

„ longiremis „ p. 442. T. 10. Fig. 9. 



Fig. 12—20. 
Fig. 21—24. 
Fig. 12. 




Fig. 122. 

Euplotes charon O. F. M. 

(Stein 18593. T.4. Fig. 15, 16, 17). 

a) Rückenansicht, 

b) Seitenansicht, 

c) beginnendes Teilungsstadium 
von der Ventralseite. 



0,04—0,08 mm lang. 

Stark variierend. Kürzer oder länger oval, vorn und hinten schief ab- 
gestutzt, nach links bauchig erweitert. Rücken mit scharfkantigen Längsrippen. 
Stirnrand bogenförmig ausgeschnitten. 




Ciliata. 



XIII 99 



Weißes Meer (Mereschk.); Finnischer Meerbusen bei Reval (Eichw.) ; 
Finnland Brackwasserbuchten, Meer bei Löfö (Lev.) bei ruhigem Meer p e 1 a - 
gisch gefunden; Norwegische Küste (Cl. u. L.); Ostsee (0. F. Müller, Stein); 
Warberg (Quenn.); Osterschelde (Rees); Bai von Concarneau (Fabre); Kanal 
la Manche (Duj.) 

Mittelmeer (Duj, Stein); Hafen v. Marseille, Hafen von Bastia Corsica (G. u.R.); 
Golf von Genua (Gruber); Golf von Neapel (Entz); Schwarzes Meer (Andruss., 
Perejasl); Kasplsches Meer (Grimm); Woods Hole U. S. A. (Calkins); Golf 
von Mexiko (Smith). 



Euplotes harpa Stein. 
Stein 18593 p. 137. T. 4. Fig. 12 u. 13. 
Quennerstedt 1867 p. 37. T. 2. Fig. 5. 
Rees 1884 p. 25. T. 16. Fig. 16. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Möbius 1888 p. 81— 86. T. 4 u. 5. 
Levander 18942 p. 95. 
Vanhöffen p. 271. T. 5. Fig. 34. 



Pelagis eh. 



Fig. 123. 

Euplotes harpa Stein 
(Möbius 1888. T. 4. Fig. 1 u.2.) 

a) Ventralseite, 

b) Dorsalseite 





Körper lang oval, vorn breiter. Rückenschild mit 6 scharf ausgeprägten 
Längsrippen, Bauchschild mit 2 Längsrippen und 4 kürzeren Rippen im hinteren 
Teil. An der rechten Vorderecke des Bauchschildes ein dreieckiger Zahn, 
der stumpfer ist und weiter zurückliegt, als der Zahn an der Vorderecke des 
Rückenschildes. Peristom harfenförmig. 

0,13 mm lang, 0,09 mm breit. 

Finnland Löfösund (Lev.); Karajakfjord Grönland (Vanhöffen) plank- 
tonisch, April — Juli zahlreich; Warberg Kattegat (Quenn.); Ostsee bei 
Wismar (Stein); Kieler Hafen (Möbius); Osterschelde u. Nieuwediep (Rees); 
Bai von Concarneau (Fabre). 

Golf v. Neapel (Entz); Schwarzes Meer (Andruss.); Woods Hole U. S. A. 
(Calkins); Golf von Mexiko (Smith). 

7* 



xm 100 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Euplotes vannus O. F. M. 

(Euplotes longipes Cl. u. L) 

Kerona vannus O. F. Müller 1786 p. 240. T. 33. 

Fig. 19 u. 20. 
Ploesconia vannus Dujardin p. 436. T. 10. Fig. 10. 
Euplotes longipes Clap. u. L. p. 175, T. 7. Fig. 3.. 
. „ . „ Rees 1881 p. 33. Fig. 1. 

• Kent p. 799. 
„ „ Parona p. 11. 

„ „ Gourret u. Roeser 1886 p. 447. 

„ extensus Fresenius p. 87. Fig. 16 — 19. 
„ „ Andrussowa p. 248. T. 1. Fig. 8. 

Körper lang oval, vorn ebenso breit wie 
hinten, vorderer Stirnrand nur schwach ausgebuchtet. 
Peristom schmal, sehr weit nach hinten sich er- 
streckend, hinten knieformig nach rechts umgebogen. 
Bauchfläche concav, Rücken glatt oder statt der 
Längsrippen mit reihenförmig angeordneten, stern- 
förmigen Gebilden versehen. 

0,1—0,125 mm lang. 

Norwegische Küste (Clap. u. Lachm); Nord- 
seewasseraquarium (Fresenius); Englische Küste 
Kent); Niederländische Küste (Rees). 

Hafen von Marseille (G. u. R); Schwarzes Meer (Andruss., Perejasl.); 
Mitteinieer Sardinien (Parofla). 




Fig. 124. 

Euplotes vannus O. F. M 

(Rees 1881. Fig. 1). 




Euplotes patella 0. F. M. 
b 



S. 




Fig. 125. Euplotes patella O. F. 
(Stein 1859^ T. 4 Fig. 8 u. 11). 



170. 



11. 



M. 



Ehrenberg 1838 p. 378. T. 42. 

Fig. 9. 
Claparede u. Lachmann p. 
T. 7. Fig. 1 u. 2 
Stein 18593 p. 135. T. 4. Fig. 6 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Levander 18942 p. 95; 1901» p. 
11; 19012 p| 7 
Kerona patella O. F. Müller 1786 
p. 238. T. 33. Fig. 14-17. 
Ploesconia patella Dujardin 
p. 435. T. 8. Fig. 1-4. 

Körperform sehr variabel: 
Oval, hinten eiförmig zugespitzt (a) 
oder fast rautenförmig (b). Stirn- 



Ciliata. 



XUl 101 



rand gerade abgestutzt, mit einer dreieckigen Oberlippe versehen, welche den 
rechten Rand des Peristoms überragt. Die beiden rechten Randwimpern verästelt. 
0,125 mm lang. 

Finnland Skäreninsel, Brackwasserbuchten, Ramsösund (Levander); Nor- 
wegische Küste (Clap. u. Lachm.); Bai von Concarneau (Fabre). 

Golf von Neapel (Entz). ' 
N. i. G. Euplotes gabrieli Hafen von Marseille Goiirret u. Roeser. 

Crateromorpha Perejasl. 
Crateromorpha mirabilis Schwarzes Meer Perejasl. 



Certesia Fabre 1885. 

Unterscheidet sich von Euplotes dadurch, 
daß auf der linken Seite eine zusammen- 
hängende Reihe von 1 1 Randeirren vorhanden 
ist, daß auf dem Stirnbauchfeld 11 Cirren 
stehen, und daß der Macronucleus vier- 
gliedrig ist. 



Certesia quadrinucieata Fabre. 
Fabre -Domergue 1885 p. 8. T. 29. Fig. 8. 
Mit den Charakteren der Gattung. 
0,075^0,08 mm lang. 
Bai von Concarneau (Fabre). 




Fig. 126. 
Certesia quadrinucieata Fabre. 
(Fabre-Domergue 1885 T. 29. Fig. 8). 



Diophrys Duj. 1841. 

Formbeständig, Gestalt ziemlich oval, die Seitenränder der Bauchfläche 
wulstig verdickt. Peristom breit, etwa bis zur Körpermitte reichend, rechter 
Rand nach rechts convex, vorn nicht nach rechts umbiegend. Stirnbauchfeld 
mit 7 Cirren, 5 ansehnliche Aftercirren, am schief abgestutzten Hinterende meist 
3 knieförmig gebogene Cirren. Linkerseits zwei Randeirren. Kern zweigliedrig, 
je ein bandförmiges Glied im Vorder- und Hinterende. 



Diophrys appendiculatus Ehrbg. Pe lagisch. 

? Levander 18942 p. 95. 

? Stylonychia appendiculata Ehrenberg 1838 p. 373. T, 42. Fig. 3. 



XIII 102 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




Fig. 127 

Diophry s 
appendiculatus 
(Stein 1859^ T. 3. 
Fig. 22. 



? Diophrys marina Dujardin p. 445. T. 10. Fig. 4. 
Styloplotes appendiculatus Stein 1859^ p. 132. T. 3. 

Fig. 22—29. 
Fresenius p. 121. Fig. 25— 27. 
Kent p. 800. T. 44. Fig. 30 u. 3 1 
„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

„ Möbius 1888 p. 86. 

„ „ Andrussowa p. 249. T. 1. 

Fig. 9. 
„ „ Gourret u. Roeser 1888 p. 

193. T. 14. Fig. 2 u. 3. 
Fresenii Rees 1884 p. 23. T. 16 
Fig. 14. 
Schizopus norwegius Clap. u. L. p. 182. T. 7. Fig. 6 u 7. 
Styloplotes „ Mereschkowsky 1877 p. 240 u. 

1879 p. 216. 
? „ „ Andrussowa p. 248. 

Länglich elliptisch, vorn eiförmig zugespitzt mit abgesetzter Oberlippe, 
adorale Zone nur wenig auf die rechte Seite übergreifend. Die vordersten 
fünf Stirnbaucheirren in zwei dem rechten Stirnrand parallel verlaufenden Reihen 
angeordnet, 3 in der äußeren, 2 in der inneren Reihe. 

Sehr variierend, im Mittel 0,06—0,1 mm lang. 

Weißes Meer (Mereschk.); ? Finnland Löfö- und Ramsösund (Lev.); Norweg. 
Küste (Clap. u. L); Ostsee (Ehrbg., Stein u. Möbius); Belgische Küste (Rees); 
Jersey Kanalinseln (Kent); Nordseewasseraqarium (Fresenius); Bai von Con- 
carneau (Fabre). 

Golf von Mexiko planktonisch an der Oberfläche des Meeres (Smith). 
Mittelmeer (Duj., Entz); Schwarzes Meer (Andruss.); Hafen von Bastia Corsica 
(G. u. R); Woods Hole U. S. A fCalkins); Sandwichinseln, Graben mit Salz- 
wasser an der Küste des Stillen Ozeans (Schewiak. 1893). Andrussowa gibt 
an, daß ein sehr scharfer Unterschied bestände zwischen D. appendiculatus 
Ehrbg. u. D. norwegicus Clap. u. L. sagt aber nicht, worin dieser Unterschied 
besteht. 



Diophrys norwegicus Quenn. 

? Ploesconia scutum Dujardin p. 437.» T. 10. Fig. 7a. 
Styloplotes norwegicus Quennerstedt 1867 p. 33. T. 2. Fig. 6 — 9. 

Rees 1884 p. 22. 
„ grandis „ 1881 p. 10. Fig. 2. 

„ appendiculatus Fabre-Domergue 1885 p. 11. T. 28. Fig. 9. 
? Diophrys appendiculatus Levander 1894^ p. 95, 

Wallengren 1900 p. 26. T. 2. Fig. 1-6. 



Ciliata. 



XIII 103 



Körper vorn abgerundet (Rees); Oberlippe 
sehr groß, dieselbe, sowie die adorale Zone er- 
streckt sich weit auf den rechten Seitenrand etwa 
bis zur Körpermitte (Quennerstedt u. Rees). Haupt- 
unterschied gegenüber der vorigen Art bildet die 
Stellung der fünf vorderen Stirnbaucheirren, die 
in einer Reihe stehen. 

ca. 0,1 mm lang. 

? Finnland Löfö- u. Ramsösund (Lev.); War- 
berg Kattegat (Quenn.); holländische und belgische 
Küste (Rees); Bucht von Concarneau (Fahre). 
? Mittelmeer (Duj.) 



Diophrys excavatus Clap. u. L. 

Euplotes excavatus Clap. u. L. p. 176. T. 7. Fig. 4 u. 5. 
Diese seit Claparede nicht wieder gefundene Form 
unterscheidet sich von D. appendiculatus vor allem durch 
die Abwesenheit der am Hinterrande stehenden 3 Cirren. 
Nur 6 Stirnbaucheirren, deren 5 vordere die gleiche 
Stellung haben wie bei D. appendiculatus. Die Möglich- 
keit ist nicht von der Hand zu weisen, daß die ge- 
schilderten Abweichungen nur auf Beobachtungsfehlern 
von Claparede u. L. beruhen und die Art indentisch mit 
appendiculatus ist. 

Norwegische Küste (Clap. u. L) 

N. 1. G Planiplotes Andrussowa 1886. 

Planiplotes Wagner! Andr. Schwarzes Meer (An- 
drussowa 1886). 




Fig. 128. Diophrys 
norwegicus^Quenn. 
(Rees 1881. Fig. 2.) 




Fig. 129. 
Diophrys 

excavatus 
Cl. u. L. 
(Clap. u. L. T. 7. Fig. 4. 



Uronychia Stein 1859. 

Peristom auf die Mitte der vorderen Bauchhälfte gerückt, mäßig breit, 
Peristomränder dicht unterhalb des Stirnrandes nach außen divergierend 
Stirnbauchfeld ohne Cirren. Am Hinterende in einer rechtsseitigen Vertiefung 
4 — 5 dicht zusammenstehende Aftercirren und teils darunter, teils rechts davon 
3 große knieförmige Cirren. Linkerseits am Hinterende in einer ähnlichen 
Vertiefung 2 ansehnliche Randeirren. Rechts und links von diesen Wimper- 
gruppen je einige kleine borstenförmige Randeirren. 



XIII 104 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock, 





Fig. 130. 

Uronychia transfuga O. F. M. 

(Stein 1859^ T. 4.) 

a) (Fig. 1) Dorsalansicht. 

b) fFig. 3) Ventralansicht. 



Uronychia transfuga 0. F. M. Pelagisch. 

Stein 1859'^ p. 129. T. 4. Fig. 1-5. 
Fresenius p. 88. 

Quennerstedt 1867 p. 32. T. 2. Fig. 4. 
Kent p. 797. T. 45. Fig. 34-36. 
Rees 1884 p. 21. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Levander 1901'-^ p. 8. 
Wallengren 1900 p. 36. T. 2. Fig. 7—9. 
. Trichoda transfuga 0. F.Müller 1777* 
p. 7. T. 9. Fig. 1. 
1786 p. 221. 
Ploesconia scutum p. p. Dujardin p. 437 
T. 10. Fig.7bu. c. 
Stein 1854 p. 158. 
Campylopus paradoxus Clapar^de u. 
Lachmann p. 184. T. 7. 
Fig. 8—9. 
Campylopus paradoxus Parona p. 11. 
Mittelgroß, oval, Vorderende breit abgestutzt, Hinterende abgerundet bis 
etwas zugespitzt. Rücken und Bauch mäßig gewölbt. Rücken meist mit einigen 
Längsrippen. 

0,08 mm lang. 

Norwegische Küste (Clap. u. L.); Finnland Meer bei Löfö (Lev.); Südküste 
von Schweden (Wallengren); Warberg u. Wisby (Quenn.); Ostsee bei Wismar 
u. Stralsund (St€in) pelagisch gefischt; dänische Küste (Müller); Bretagne, 
Vlissingen u. Nieuvediep (Rees); Englische Küste (Kent); Nordseeaquarium 
(Fresenius); Concarneau (Fabre). 

Golf von Genua (Gruber); Cette (Dujardin); Golf von Neapel (Entz); Sar- 
dinien Salinenwasser (Parona). 
N. i. G. Uronychia setigera Calkins Woods Hole U S. A. (Calkins 1902); Golf v. 
Mexiko (Smith). 



Aspidisca Ehrbg. 1830. 

Formbeständig, kreisrund bis kurz oval. Linke Seite ziemlich gerade, 
rechte stark convex. Rücken gewölbt mit ein bis zahlreichen Längskielen, 
die dem rechten Rande mehr oder weniger parallel verlaufen. Peristom ganz 
an den linken Rand gerückt, schmal rinnenförmig. Es beginnt am Vorderende 
ohne den Stirnrand zu umziehen, oder erst in der Mitte des linken Randes, 
und erstreckt sich weit über die Körpermitte bis zu den Aftercirren nach hinten. 
Rechter Peristomrand nach links in eine die Peristomrinne überdeckende 



Ciliata. 



-XIII 105 



Bauchplatte ausgewachsen, welche, sich nach hinten verbreiternd, häufig über 
den linken Körperrand vorragt, meist unter Bildung einer zahnartig vorspringen- 
den Ecke. Der Hinterrand dieses Zahnes setzt sich in eine quere, fast bis 
zum rechten Körperrande reichende Leiste fort, längs welcher 5 - 12 Aftercirren 
entspringen. Am Vorderende der Bauchplatte meist ein nach rechts gerichteter 
busenförmiger Einschnitt, dessen vorderer Schenkel zuweilen als Schnabel 
vorspringt. 7 Stirn-Baucheirren, vor ihnen z. T. ein bis zwei borstenförmige 
Wimpern. Macronucleus hufeisenförmig. 



Subgenus Aspidisca 8. str Stein 18593. 

Peristom am Vorderende beginnend, nur fünf Aftercirren, keine borsten- 
förmigen Cilien links vorn, mit busenförmigem Ausschnitt vor der Bauchplatte. 





Aspidisca lyncaster O. F. M. 

Stein 18593 p. 122. T. 3. Fig. 1—3. 
Quennerstedt 1867 p. 31. 
Möbius 1888 p. 86. 
Levander 19012 p g. 

Kerona lyncaster O. F. Müller 1786 

p. 234. 
Aspidisca sedigita Quennerstedt 1867 
p. 30. T. 2. Fig. 2 u. 3. 

Körper nach hinten verengert, der 
Vofderrand vor dem Einschnitt in einen 
ansehnlichen Schnabel ausgezogen. Der 
Randsaum der Bauchplatte hinten zu 
einem stark vorspringenden Zahn ver- 
längert. 

0,05—0,07 mm lang. 

Finnland Meer bei Löfö (Lev.); Ostsee bei Travemündeu. Stralsund (Stein); 
Kieler Hafen (Möbius); Warberg Kattegat (Quenn.) 

Golf von Genua (Gruber); Golf von Neapel (Entz); Hafen von Bastia 
Corsica (G. u. R.) ^ 



Fig. 131. 
Aspidisca lyncaster O. F. M. 

a) (Stein 1859' T. 3. Fig. 3) Venlral- 

seite. 

b) (Quennerstedt T. 2. Fig. 2) Dorsal- 

seite. 



Aspidisca lynceus O. F. M. 

Ehrenberg 1838 p. 344. T. 39. Fig. 1. 
Clapar^de u. Lachmann p. 191. T. 7. Fig. 16. 
Stein 18595 p. 123. T. 3; Fig. 4—10. 
Quennerstedt 1865 p. 55. T, 2. Fig. 4. 
Rees 1884 p. 20. 



XIII 106 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 




o 

Fig. 132. 

Aspidisca 

lynceus O. F. M. 

(Stein 1859» T. 3. 

Fig. 4.) 



Trichoda lynceus 0. F. Müller 1786 p. 225. T. 32. Fig. 1,2. 
Coccodina crassa Dujardin p. 446. T. 10. Fig. 2. 

Körper nach hinten verbreitert und hinten fast quer 
abgestutzt. Rücken häufig mit drei niederen Längsrippen 
oder glatt. Die Bauchplatte verläuft nach vorn ohne einen 
Schnabel zu bilden und reicht hinten nicht über die Rücken- 
platte vor. 

0,03—0,04 mm lang. 

Ostsee bei Hapsal (Eichwald); Warberg und Wisby 
(Quennerstedt)-, Wismar (Ehrenberg u. Stein); Osterschelde 
(Rees). 

Mittelmeer Cette (Dujardin); Golf von Neapel (Enlz); Golf von Mexiko (Smith). 




Aspidisca costata Duj. S. 

Stein 18593 p 125. T. 3. Fig. 15-17. 

Fresenius p. 124. 

Levander 1894'^ p. 96; 19011 p. 11; lÖOl^ p. 7. 

? Loxodes plicatus Ehrenberg 1838 p. 325. T. 34. Fig. 4. 
Coccudina costata Dujardin p. 446. T. 10. Fig. 1. 

Perty p. 157. 
Aspidisca cicada Claparede u. Lachmann p. 190. T, 7. 

Fig. 13—15. 

Körper fast eiförmig, schmutzig gelblich, auf der linken 
Seite ein wenig eingebuchtet, ungeschnabelt, Rücken mit 6 
stumpfen Längskielen. Die Bauchplatte überragt mit stark entwickelter stumpfer 
Hinterecke den linken Rand der Rückenplattte. 

0,03 mm lang. 

Nordseewasseraquarium (Fresenius) unsicher; Finnland Brackwasserbuchten 
u. Ramsösund (Lev.) 

Golf von Genua (Gruber); Golf von Mexiko (Smith). 



rv-J 



Fig. 133. 

Aspidisca 

costata Duj. 

(Stein 1859' T. 3 

Fig. 15.) 





Fig. 134. 

Aspidisca turrita Ehrbg. 

(Stein 1859' T. 3.. Fig. 11 u. 14.) 



Aspidisca turrita Ehrbg. 

Claparede u. Lachmann p. 189. T. 7. Fig. 11 

u. 12. 

Stein 18593 p. 124. T. 3. Fig. 11—14. 

Euplotes turritus Ehrenberg 1838 p. 380. 
T. 42. Fig. 16. 



Ciliata. 



XllI 107 



Körper nach hinten verbreitert, am Ende fast abgestutzt, mitten auf dem 
glatten Rücken ein nach rückwärts gerichteter gekrümmter Stachel. 

Bis 0,05 mm lang. 

Ostsee bei Hapsal (Eichw.); bei Wismar (Ehrbg.) 

Golf von Neapel (Entz); Golf von Mexiko (Smith). 



Subgenus Onychaspis Stein 1859 3. 

Peristom erst in der Mitte des linken Randes beginnend, kein busen- 
förmiger Ausschnitt vor der Bauchplatte, vorn links ein bis zwei borsten- 
förmige Cilien, meist mehr als fünf Aftercirren. 




Fig. 135. 
Aspidisca leptapsis 

Pres. 

(Fabre-Domergue 1885. 

T. 28. Fig. 7.) 



Onychaspis (Aspidisca) leptaspis Fresenius. 

Fresenius p. 123. Fig. 28 u. 29. 

Rees 1884 p. 19. T. 16. Fig. 11 u. 13. 

Aspidisca crenata Fabre-Domergue 1885 p. 10. 

T. 28. Fig 7. 
„ hexeris Quennerstedt 1869 p. 19. Fig. 19. 

? „ „ Kent p. 793. 

Calkins 1902 p. 458. Fig. 56. 
? „ Andreewi Mereschkowsky 1877 p. 241. 
1879 p. 106. T. 10. Fig. 42. 
? „ „ Kent p. 794. 

Kurz oval, fast gänzlich von einem hyalinen Saum 
umgeben, links vorn ein kleiner Schnabel, Bauchplatte 

die Rückenplatte links hinten mit kleinem Zahn überragend, Hinterende ge- 
zähnt. 5 häufiger 7 den Hinterrand nie überragende Aftercirren. Vor den 
Stirn-Baucheirren am linken Rande nach Rees zuweilen eine borstenförmige 

Cilie. 

(Rees gibt außerdem dicht hinler dem Vorderrand eine oder zwei platte und 
starre Cirren an, sowie eine lange borstenförmige Cilie, welche an der Basis 
der Aftercirren entlang zieht? Die Vermehrung der Aftercirren auf 7 beruht 
nach Rees auf dem Zerfall der am weitesten links stehenden Cirre in drei 
Cirren. 

0,02 mm lang, 

Weißes Meer (Mereschk.); Wisby Gotland (Quenn.); Nordseewasser- 
aquarium (Fresenius); Osterschelde, belgische Küste (Rees); Bucht von Con- 
carneau (Fabre). 

? Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



XIII 108 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 





Onychaspis (Aspidisca) polystyla Stein. 

Stein 18593 p. 125. T. 3. Fig. 18—21. 
Quennerstedt 1867 p. 31. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Kurz oval, rechter Rand wenig convex, linker 
Rand fast gerade, Bauchplatte vorn ohne Schnabel, 
überragt hinten die Rückenplatte nicht. Rücken 
mit 3 Längskielen. 10 bis 12 den Hinterrand über- 
ragende Aftercirren. Links vorn zwei borsten- 
förmige Cilien, die nach hinten gerichtet sind. 

0,05 mm lang. 

Warberg (Quenn ); Bai von Concarneau (Fabre) 

Hafen v. Marseille, Hafen v. Baslia Corsica (G. u. R); Hafen von Triest (Stein); 
Golf von Neapel (Entz); schwarzes Meer (Andrussowa, Perejasl.); Woods 
Hole-U. S. A. (Calkins). 

N. i. G. Aspidisca plana Perejasl. 

? Aspidisca (Monostylus) heterotrichus Perejasl. schwarzes Meer (Perejas- 
lawzewa 1885. 



Fig. 136. 

Aspidisca polystyla 

Stein. 

(Stein 1859^ T. 3. 
Fig. 18 u 19.) 



V., Ordnung Peritricha Stein 1859. 



Bewimperung im allgemeinen auf die rechts gewundene adorale Spirale 
beschränkt, ferner noch ein vorderer Wimperkranz vorhanden, der bei fest- 
sitzenden Formen nur, wenn sie vorübergehend frei umherschwimmen, zur 
Ausbildung gelangt. — Die adorale Spirale (a. Sp.) umzieht die Peristomscheibe, 
welche von einer Verdickung des Körperrandes = Peristomrand (P. R.) 
(Peristomsaum oder Peristomwulst) umgeben ist, und setzt sich zuweilen in 
eine undulierende Membran (u. M.) fort, die in den Schlund führt. 




Schema der Peritricha. 



Spirochona Stein 1851. 

Gestalt flaschen- oder urnenförmig, nach hinten meist mehr oder weniger 
verschmälert, Hinterende zu einer Haftscheibe entwickelt oder mit kurzem Stiel. 
Peristom von einem sogen. Peristomtrichter umgeben, der sehr mannigfaltige 
Gestalt annehmen kann, und dessen Rand zuweilen mit kleineren Borsten 



XIII 110 



CI. Hamburger und von Buddenbrock. 



besetzt ist. Körper sonst unbewimpert, Mund im Grunde des Trichters. Fort- 
pflanzung durcli Knospung. 

Man unterschied bisher die Gattungen: Spirochona, Kentrochona, 
Stylochona und Heliochona. 

Die große Variationsfähigkeit des Peristomtrichters selbst bei ver- 
schiedenen Individuen der gleichen Art, wie sie Doflein bei seiner Ken- 
trochona nebaliae je nach den verschiedenen Wohnorten beobachten 
konnte, machen es unserer Ansicht nach jedoch unmöglich, die hierher ge- 
hörigen Formen generisch von einander zu trennen ; auch Doflein gibt zu, daß 
seine Art Heliochona und Spirochona sehr nahe stehe. Wie schon Er- 
langer bemerkt, und wir aus eigner Anschauung der betr. Abbildungen 
bestätigen können, ist Kentrochona nebaliae wohl sicher identisch mit 
Stylochona nebalina Kent, während die zweite Art der Gattung Stylo- 
chona (Stylochona coranata Kent) Spirochona so nahe steht, daß sie 
Bütschli mit derselben identifiziert hat und Wallengren, welcher sie 
auf Grund eigner Untersuchungen (an Spiroch. scheutenii) von 
dieser trennt, sie als eine Übergangsform zwischen Heliochona und 
Spirochona bezeichnet. (Stylochona nebalina berücksichtigt Wallengren 
garnicht). Nach alledem scheint es uns vorerst am besten, alle diese 
Formen nur spezifisch von einander zu trennen. 

Spirochona sessilis Plate. 





Fig. 137. 

Spirochona sessilis Plate. 
(Walleiigr. T. 1. Fig. 3 u. 12). 

a) (Fig. 3) - ganzes Tier, ventrale Seite 

b) Fig. 12) dorsale Seite des Peristom- 

trichters. 



Bütschli 1887—89 p. 1756. 

HeUochona sessilis Plate 1888 p. 38. T. 4. Fig. 49—51. 
„ „ Wallengren 1895 p. 3. T. 1 u. 2. 



Ciliata. 



XIII 111 



Körper länglich, unter dem Peristomtrichter schmal, nach hinten bauchig 
erweitert. Hinterende überwölbt die Ansatzstelle des rudimentären Stiels, der 
als Festheftungsapparat dient. Am dorsalen Rande des Peristomtrichters Borsten 
von verschiedener Länge, zwischen 2 langen stets mehrere kleinere; Ventralseite 
zweilappig mit 7 gleichlangen Borsten. Meist in mehr liegender Stellung. 
Ma. oval. 

Länge 0,060 mm, Peristombreite 0,035 mm, größte Breite des Körpers 
0,024 mm. 

Nordsee an den Kiemenblättern von Gammarus (Plate); Westküste von 
Südschweden, Helsingborg, Kristineberg auf Gammarus locusta (Wallengren); 
nur an flachen Stellen. 



Spirochona scheutenii Stein. 

Stein 1854 p. 216. T. 5. Fig. 29 u. 30. 
Kent p. 661. 

Heliochona scheutenii Wallengren 1895 
p. 3f.f. T. 1 u. 2. 

Schmaler und länger als sessilis, sonst all- 
gemeine Körpergestalt sehr ähnlich. Hinter- 
ende gleichfalls verschmälert, mit einem kleinen 
Polster oder sehr kurzem Stiel der Unterlage 
aufsitzend. Peristomtrichterrand dorsal mit 
gleich langen Borsten. Meist in aufrechter 
Stellung. 

0,087 mm lang, Peristombreite 0,027 
mm, größte Körperbreite 0,021 mm. 

Brackwasser bei Amsterdam auf Borsten 
u. Abd. fußen von Gammarus (Stein).; Westküste von Südschweden, Oresund 
bei Landskrona, Malnlö Scheideroiken auf Gammarus locusta (Wallengren). 




Fig. 138. 

Spirochona scheutenii Stein. 

(Wallengren T. 1. Fig. 1.) 



Fig. 139. 

Spirochona 

coronata S. K. 
(nach Kent T. 33. 
Fig. 54.) 




Spirochona coronata S. K. 

Stylochona coronata Kent p. 663. 

T. 33. Fig. 54—55. 
„ coronata Wallengren 

1895 p. 44. 
Spirochona scheutenii Bütschli 

1887—89 p. 1757. 

T. 75. Fig. 8. s. a. 

Fig.-erkl. 

Körper länglich, in der Mitte 
am breitesten, nach vorn und 



XIII 112 



CI. Hnmblirger und von Buddenbrook. 



hinten verschmälert, mit einem Stiel der Unterlage aufsitzend. Membrantrichter 
mächtig entwickelt, viel breiter als der Körper, zwei Umgänge beschreibend, 
der äußere Umgang mit Borsten von verschiedener Länge besetzt. 

Diese bisher ungenügend untersuchte Form wird von Bütschli mit 
Sp. scheutenii identifiziert. Von Wallengren als Übergang zwischen 
Spirochona Stein und Heliochona Plate betrachtet. Erneute Untersuchung 
ist dringend nötig. 
0,06 mm lang. 
Jersey auf Thoracalanhängen eines mar. Gammarus (Kent). 



Spirochona nebaiina S K. 

Stylochona nebaiina S Kent p. 662. T. 33. Fig. 56—57. 
Kentrochona nebaliae Rompel 1894 p. 618. T. 39. 

Wallengren 1895 p. 44. 

Doflein 1897 p. 619. T. 45 u. 46 u. Textfig. A— L. 





Fig. 140. Spirochona nebaiina S. K. 

Doflein a) (T. 45. Fig. 7) ganzes Tier. b) (Textfig. l) Peristomtrichter eines Indiv. 

vom Taster d. ersten Maxille. c) (Textfig K.) Peristomtrichter eines Indiv. vom 

Kiemenfuß. 



Gestalt urnenförmig, Körperoberfläche durch häufige Bildung von Hervor- 
wölbungen und Zipfeln sehr verschieden gestaltet. Hinterende mit einem Stiel 
aufsitzend, der in einer mehr oder weniger tiefen trichterförmigen Einsenkung 
des hinteren Körperendes seinen Ursprung nimmt. Der Peristomtrichter ist 
je nach dem Wohnort auf Kiemenfuß oder Taster der ersten Maxille (v. Nebalia) 
verschieden ausgebildet, im ersteren Falle sind an der Außenseite (Doflein) 
des kragenartigen Trichters längere Borsten entwickelt, welche im letzteren 



Ciliata. 



XIII 113 



Falle fehlen. Die Gestalt der Trichterwand ist durch verschiedenartige Falten- 
bildungen sehr modifiziert. 

Gr. Exemplare 0,040—0,060 mm lang, 0,025—0,038 mm breit. 

Kl. „ 0,020—0,025 mm lang, 0,015—0,020 mm breit. 

Clementsbay, Jersey auf Nebalia bipes (Kent). 

Triest auf Nebalia geoffroyi (Rompel, Doflein). Rovigno desgl. (Doflein). 



Chilodochona Wallengren 1895. 

Ziemlich groß, farblos; Körper länglich, vorn abgerundet, dorsoventral 
abgeplattet. Ein Hals nicht vorhanden, nur schwache Verengung hinter dem 
Peristom. Peristom von einer dorsalen und ventralen wulstförmig verdickten 
Lippe begrenzt, von denen die letztere zuweilen sehr wenig entwickelt ist. Hinter- 
ende des Körpers eingesenkt. In dieser Einsenkung entspringt der ziemlich 
ansehnliche Stiel, der an der Stelle, wo er aus dem Körper hervortritt, von 
einer regenschirmartigen Hülle umgeben ist. 

Vermehrung durch Knospung. 



Chilodochona quennerstedti Wallengr. 

Wallengren 1895 p. 49. T. 3 u. 1896^ p. 547. 

Peristomlippen gleich groß. Der Stiel entspringt 
in einer flachen Einsenkung des hinteren Körperpoles; 
er ist an seinem proximalen Ende strahlenförmig aus- 
gezogen. Kern länglich oval, in der Querachse des 
Körpers, liegend. 

0,061—0,113 mm lang, 0,037—0,059 mm breit. 

Stiel 0,039-0,159 mm lang. 

Kristineberg, Schwed. Küste, an Ebalia turnefacta 
u, Portunus depurator" (Wallengr.) 




iLi 




Fig. 141. 

Chilodochona 

quennerstedti 

Wallengr. 
(Wallengren 1895 T. 3. 

Fig. 12.) 



Nord. Plankton. 



Chilodochona microchiJusWallengr. 

Wallengren 1895 p. 58. T. 4. 
Fig. 1—3 u. 1896' p. 551. 
Unterscheidet sich von der 
vorstehenden Art dadurch, daß die ventrale Lippe sehr 
schwach, nur als niedriger Wall an der Basis 
des Peristomfeldes entwickelt ist. 
Hinterende des Körpers tiefer ein- 
gesenkt als bei C. quennerst. Fraglich, 
ob selbständige Art oder nur Rück- 
bildungsform der vorigen. Nur an 
Portunus depuratur gefunden, s. oben. 

XIII 8 



Fig. 142. 

Chilodochona 

microchilus 

Wallengr. 

(Wallengren 1895 

T. 4. Fig. 2.) 



XIII 114 



CI. Hamburger und von Buddenbrock. 



Licnophora Clap. 1867. 

Farblos oder schwach gelb. Biegsam und contractu. Die vordere breite 
Körperregion, welche die adorale Spirale trägt, ist dorsoventral abgeplattet, 
mit etwas gewölbter Rückenseite; an sie setzt sich der mehr oder weniger 
verschmälerte, runde Stiel oder Hals an, der sich nach hinten zu der Haft- 
scheibe erweitert, welche (nach Stevens) mit mehreren Cilienkränzen be- 
setzt ist. Ferner ist ein einfacher Haftring vorhanden, der nach Fabre dem 
vonTrichodina analog ist, während Wallengren dies bestreitet. Macronucleus 
rosenkranzförmig, mit verschieden großer Gliederzahl. 



Licnophora auerbachii Cohn. 
Claparede 1867 p. 30. T. 6. Fig. 6 — 10. 
Entz 1884 p. 297. 

Fabre-Domergue 18882 p. 243. T. 9. Fig. 1 -4. 
Wallengren 1894 p. 1. (p. 46 deutsch Res.) Fig. 1—8. 
Stevens 1904 p. 2. T. 1. Fig. 2 u. 3. 

Trichodina auerbachii Cohn 1866 p. 300. T. 15. Fig. 30-31. 

Licnophora asterisci Gruber 1884 p. 47. T. 10. Fig. 48—49. 

? Trichodina spec. (auf den Papillen v. Aeolis alba) Meyer u. Möbius 

p. 22. Fig. 7. 

a b 




Fig. 143. Licnophora auerbachii Cohn. 
(nach Fabre ISSS^ T 9). a) (Fig. Ib) von vorn, b) (Fig. 2) von der Seite. 

Klein bis mittelgroß, Haftscheibe rund oder unregelmäßig oval, Stiel 
kurz und dick. Haftring nicht geschlossen, einfach. Macronucleus aus 10 — 25, 
meist aus 14 — 15 Gliedern bestehend. 



Ciliata 



Xlll 115 



0,08—0,12 mm lang. 

Kristineberg (Schweden) auf Doris muricata (Wallengren); Kieler Hafen 
(Meyer u. Möbius); Helgoland auf Doris muricata (Cohn); Concarneau auf 
Syllis spec. u. Ophiotryx fragilis (Fahre). 

Genua auf Asteriscus (Gruber); Neapel: Thysanozoon tuberculatum (Clap., 
Entz, Stevens); Asterina gibbosa, Ophiothryx fragilis, Capsa fragilis, Tellina 
exigua (Stevens); Kiemen der Aplysien (Entz). 




Fig. 143c. Licnophora auerbachii Cohn. 
(Wallengren 1894 T. 1. Fig. 1). 

N. i. G. Licnophora cohnii auf Psyrmobranchus protensus Neapel (Clap. 1867). 
L. coriklini auf Crepidula plana Woods Hole (Stevens 1904). 
L. macfarlandi auf Holothuria California Monterey Bay, Californien (Stevens 
1904), Woods Hole U. S. A. (Calkins 1902). 



Trichodina (Ehrbg. 1830 u. 38.) Stein 1854 emend. 

Gestalt meist kurz cylindrisch, topfförmig; Vorderende mit Peristomscheibe, 
contractu; Hinterende mit Haftscheibe, deren Rand z. T. velumartig erweitert ist 
(Clark) ; am inneren Rande des Velums entspringt der hintere Wimperkranz. 



XlII 116 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Innerhalb von diesem der Haftring, der ebenso wie bei den übrigen Urceolarien 
verschiedenartig gestaltet sein kann. 



Trichodina pediculus O. F. M. S. 

Ehrenberg 1838 p. 266. T. 24. Fig. 4. 
Clark 1866 p. 114. T. 4. Fig. 1 — 18. 
? Levander 1894^ p. 96. 

Cyclidium pediculus 0. F. Müller 1786 p. 84. T. 11. Fig. 15—17. 

Urceolaria stellina Dujardin 1841 p. 527. T. 16. Fig. 2. 

Trichodina baltica Quennerstedt 1869. Fig. 24 — 28. 




Fig. 144. Trichodina pediculus O. F. M. 

(Clark T. 4. Fig. 12, 13.) 

a) (Fig. 12) Seitenansicht, b) (Fig. 13) Peristomseite. 



Körper trommeiförmig, in der Mitte eingeschnürt. Vorder- und Hinter- 
ende concav. Macronucleus bandförmig, mehrfach eingeschnürt (Clark) oder 
hufeisenförmig (Quennerstedt). Velum vorhanden. 

Ob die von Levander auf Gasterosteus gefundene Form hierher gehört, 
ist zweifelhaft. Die Quennerstedtsche T. baltica unterscheidet sich nur gering- 
fügig durch Länge und Biegung der Haken des Haftrings. 

Durchmesser der Fußscheibe 0,043 — 0,06 mm. 

Auf Neritina auf Steinen am Meeresufer bei Wisby, zuweilen auch frei 
im Meer umherschwimmend (Quenn.) ? Am Ufer der Löfö-Inseln (Lev.) 



Trichodina scorpaenae Fabre. 

Anhymenia scorpaenae Fabre-Domergue 1888^ p. 249. T. 10. Fig. 23—26. 
Trichodina bidentata Fabre-Domergue 1888' p. 254. T. 10. Fig. 30. 
(letztere vielleicht eine Varietät). 

Körper flach, scheibenförmig, in der Mitte nur wenig eingeschnürt; Peristom- 
feld gewölbt. Macronucleus bandförmig, an den Enden umgebogen. Velum 
fehlend ? Farbe leicht gelb. 




Fig. 145. Trichodina scorpaenae Fahre. 

(Fahre T. 10.) 
a) (Fig. 23) Habitusbild. h) (Fig. 24) Haftscheihe. 

0,04 — 0,06 mm Querdurchmesser. 

Bai von Concarneau auf Scorpaena (Fabre). 



Trichodina patellae Cu^not. 

Cu^not 18912 p. 4. Fig. la u. b. 

Körper im Verhältnis zur Breite relativ hoch. Peristomfeld stark gewölbt, 

dadurch adorale Spirale nahe an den Äquator des beinahe kugligen Körpers 

gerückt. Haftscheibe kann sich in den Körper einsenken, Haftring sehr einfach 

gebaut, s. Abb. 146 b. Veium fehlt Macron. bandförmig. Mi. sehr groß. 

a 

b 



cv • 





.^'Y 



Fig. 146. Trichodina patellae Cu^not. 
(Cuenot Fig. 1 a u b. b) Stück der Haftscheibe mit Haftring.) 



0,040-0,050 mm hoch. 

0,050-0,060 mm größter Durchmesser. 

Rüscoff, auf den Kiemen von Patella vulgata L. (Cuenot). 



XIII 118 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Cyclochaeta Jackson 1875. 

Unterscheidet sich von Trichodina nur dadurch, daß oberhalb des hinteren 
Wimperkranzes ein Kranz von aufwärts gerichteten ansehnlichen Borsten ent- 
springt. 

Cyclochaeta serpuiarum Fabre. 

Leiotrocha serpuiarum Fabre 18882 p. 217. T. 1. Fig. 9 — 18. 

Gestalt napfförmig, etwa \/2 so hoch als breit, Peristomfeld etwas ver- 
breitert. Körper dicht vor der Haftscheibe etwas eingeschnürt. Haftscheibe 
radiär gestreift, Haftring ungezähnt. Macronucleus von der Fläche gesehen 
rosettenförmig (Fig. 147 b.). 

0,025-0,04 mm Durchmesser. 0,015-0,02 mm hoch. 
Bucht von Concarneau auf Serpulaarten (Fabre). 



av. 





Fig. 147. Cyclochaeta serpuiarum Fabre. 
Fabre T. 1. a) (Fig. 9); b) (Fig. 12) von oben gesehen (Peristomfeld) n. Nucleus. 



Cyclochaeta ophiotricis^Fabre. 




e.V. 



Fig. 148. 

Cyclochaeta ophiotricls 

Fabre. 

(Fabre T. 10.) a) (Fig. 27) b) (Fig. 29) 

Haftscheibe. 




Ciliata. 



Xlll 119 



Cyclocyrrha ophiotricis Fabre 1888 2 p. 252 T. 10. Fig. 27—29. 

Radiär gestreifte Haftscheibe mit gezähntem Haftring. Borsten zart, Kern 
bandförmig. 

Durchm. 0,047 mm. 

Bucht von Concarneau auf Ophiotrix fragilis (Fabre). 



Cyclochaeta scorpaenae Robin. 

BütschH 1887/89 p. 1760. 

Trichodina scorpaenae Robin 1879 p. 561. T. 42. Fig. 31a, 34., 7.43. 

Fig. 35, 36. 

Haftscheibe mit wulstigen Rändern, scharf gegen den übrigen Körper 
abgesetzt, der sich l<uppelförmig erhebt; an der Uebergangsstelle ein Kranz 
langer, aufrechter Borsten. Haftring gezähnt. 






Fig. 149. Cyclochaeta scorpaenae Robin. 

(Robin T. 42 ii. T. 43). 

a) (Fig. 31) von der Seite, b) (Fig. 32) Haftscheibe, c) (Fig. 35) Haftring. 

Durchmesser 0,03 mm. 

Atl. Ozean a. d. franz. Küste (nähere Angabe fehlt) a. d. Kiemen von 
Scorpaena u. Trigla (Robin). 

N i. G. Cyclochaeta (Trichodina) asterisci Grub. Genua (Gruber 1884). 
Cyclocyrrha asterisci Fabre, Concarneau (Fabre 1888'). 



Hemispeira Fabre 18882. 

Trichodina nahe verwandt. Das Hauptcharakteristikum der Familie bildet 
eine mächtige Membran, welche an Stelle der adoralen Zone das Peristomfeld 
umgibt, sowie 5 Cilienreihen, die hufeisenförmig den Körper umziehen. Ven- 
tral verbindet eine sich nach unten verbreiternde Furche das Peristomfeld mit 
dem Apicalfeld. Am Rande dieser Furche biegen die 5 Cilienreihen jederseits 



XIII 120 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



nach oben um und enden am Peristomrande; an ihrem aboralen Ende geht 
die Furche in das gewölbte, mit Rinnen versehene Apicalfeld über, welches 
von einem Cilienkranz umgeben ist, der zur Anheftung dient. 



Hemispeira asteriasi Fabre. 

Fabre-Domergue 18882 p. 255. T. 10. Fig. 31-33. 
Wallengren 1895 p. 61. T. 4. Fig. 4—15. 

Mit den Charakteren der Gattung. Gestalt variiert vielfach individuell. 
Peristomfeld schwach gewölbt, nicht zurückziehbar, Peristommembran hingegen 
zusammenfaltbar. Körper seitlich komprimiert. Contractile Vacuole nahe dem 
Vorderende. Macronucleus ein- bis mehrgliedrig. 



C.V.- 





Fig. 150. Hemispeira asteriasi Fabre. 
(Wallengren T. 4. a) (Fig. 4) u. b) (Fig. 5.) 

Körperlänge 0,030 mm. 

Körperbreite im Profil 0,029 mm, vom Rücken gesehen 0,018 mm. 

Concarneau auf Asterias glacialis (Fabre). Gullmarfjord (Schweden) ibid. 
Wallengr.) 



Hemispeiropsis König 1894. 

Von Hemispeira dadurch unterschieden, daß statt einer zwei undulierende 
Membranen vorhanden sind, und ferner dadurch, daß nur der oberste der 
die Seitenwände des Körpers umziehenden Wimperringe vorhanden ist und 
an Stelle der übrigen sich nur Leisten vorfinden. 



Ciliata. 
Hemispeiropsis comatulae König. 



XIII 121 



König 1894 p. 1. Fig. 1-6. Wallengren 1895 p. 71. 

? Trichodina antedonis Cu^not 189P p. 290. T. 5. Fig. 2. 

Einzige bisher bekannte Art mit den Charakteren der Gattung. Körper 
seitlich komprimiert. Gestalt die eines Pyramidenstumpfes mit elliptischer 
Basis. Macronucleus länglichrund mit anliegendem Micronucleus. 1 contr. 
Vacuole. 




e.V.' 



e.V. 



Fig. 151a. 
Hemispeiropsis comatulae 




n. 



Fig. 151b. 

Trichodina antedonis Cu^not. 

(Cu6not T. 5. Fig. 2). 



König. 
(König Fig. 1.) 



Länge 0,023—0027 mm. 

Nach Waliengren (1895) soll diese Form mit Trichodina antedonis Cuönot 
identisch sein, was immerhin möglich wäre, jedoch noch genauerer Nachprüfung 
bedarf. Ich lasse daher vorläufig den von König gegebenen Namen, der ev. in 
- H. antedonis umzuändern wäre. 

Roskoff (auf Antedon rosacea) (Cuenot); auf ders. Spec. unter dem 
Namen Comatula mediterranea. Fundort nicht genannt (König). 



Scyphidia (Name von Dujardin 1841) Lachmann 1856. 

Wie Trichodina mit Haftscheibe festsitzend, welcher jedoch im Gegen- 
satz zu den vorstehenden Gattungen Bewimperung und Haftring fehlen; Ge- 
stalt cylindrisch bis kelchförmig. 



XIII 122 



Cl. Hamburger und von Buddenbrook. 




Scyphidia scorpaenae Fabre. 

Fahre Domergue 18882 p. 258. T. 10. Fig. 41. 

Gestalt becherförmig. Peristom nur wenig 
enger als der Querdurchmesser des Körpers, 
der sich nach hinten stielartig verengt, um sich 
dann zur Haftscheibe zu verbreitern. Im Plasma 
,^elb und grüngefärbte Kugeln (? Zoochlorellen). 
Macronucleus lang wurstförmig, in der Längs- 
achse des Körpers liegend. Körperoberfläche 
quer gestreift. 

0,053 mm lang. 

Bucht von Concarneau auf Scorpaena 
(Fabre). 



Fig. 152. 
Scyphidia scorpaenae 

Fabre. 
(Fabre-Domergue T. 10. Fig. 41.) 



Scyphidia physarum Lachm. 




Fig. 153. 

S c y p h »d 1 a 

physarum Lachm. 

(Quennerstedt 1869 

Fig. 23.) 



Lachmann 1856 p. 349. 

Cl. u. Lachm. 1858 p. 116. T. 3. Fig. 10—11. 

Quennerstedt 1869 p. 23. Fig. 23. , 

In ausgestrecktem Zustande cylindrisch, in der 
Mitte etwas dicker. Körperoberfläche sehr fein quer- 
geringelt. Durchmesser der Haftscheibe größer als der 
des hinteren Körperendes. Peristomfeld in der Mitte 
vorgewölbt. Adorale Spirale steigt ziemlich weit auf 
der Bauchseite herab; In der hinteren Körperhälfte 
Fetttröpfchen. Kern länglichrund. 

Größe variabel, sehr contrahiert 0,08 mm lang. 

Wisby (Quenn.) 




C.D.-- 



Fig. 154. 

Scyphidia patella Cuenot. 
(Cuenot 1891 ' Fig. 2). 



CV. 




Scyphidia patellae Cuenot. 



Cuenot 



18912 p. 5. 
Fig. 2. 



Körper ausgestreckt 
fast cylindrisch, nach 
hinten etwas verschmä- 
lert, in contrahiertem 

Zustande eiförmig. 



Ciliata. 



XIII 123 



Haftscheibe verbreitert, Körperoberfläche glatt. Macronucleus rosen- 
kranzförmig, 

Größe: 0,030-0,045 mm hoch, 0,020 mm breit. 

Roseoff u. Le Portel, Kiemen von Patella vulgata L. (Cuenot). 

N. i. G. Scyphidla fischeri Vayssiere 1885 Marseille (auf Truncatuia Iruncatella). 



Vorticella (Linn6 1767) emend. Ehrbg. 1838. 

Mittelgroß bis ansehnlich, glockenförmig. Hauptcharakter: Befestigung 
des Hinterendes durch einfachen, kurzen bis recht langen, mit contractilem 
Faden versehenen Stiel. Keine Koloniebildung. Macronucleus fast stets 
lang, bandförmig. 



Vorticella nebullfera O. F. M. 



S. 



Müller 0. F. 1786 p. 317. T. 45. Fig. 1. 
Ehrenberg 1838 p. 270. T. 25. Fig. 1. . 
Eichwald 1844. 

Everts 1873 p. 592. T. 30. Fig. 1. 
Kent 188Ö 82 p. 673. T. 34. Fig. 20. 
non Gourret u. Roeser p. 497. 

Körper konisch, nach hinten verengt. Peris- 
tomrand dick, etwas vorspringend. Wimperscheibe 
etwas schief zur Längsachse. Stiel 4 — 6 mal so 
lang wie der Körper, zart quergestreift. 

0,070—0,090 mm lang. 
0,030-0,040 mm breit. 

Ostsee (O. F. M.) Finnischer Meerbusen 
bei Reval (Eichw.) 

Golf von Neapel (Entz). 



Vorticella marina Greef. 

Greef 1870 p. 352. T. 4. Fig. 1 — 6. T. 5. Fig. 1- 

Kent p. 685. T. 35. Fig. 1—8. 

Möbius 1888 p. 94. 

Levander 18942 p. 98, 1900 p. 42, 19012 p. 8. 

Vanhöffen 1898 p. 249. 

Vorticella nebulifera Bütschli 87/89. Figurenerkl. 

T. 73. Fig 14. 




Fig. 155; 

Vorticella nebulifera 

O. F. M. 

Everts T. 30. Fig. 1. 




z. 



Fig. 156. 
Vorticella marina 

Greef. 
(Greef T. 5. Fig. 1.) 



XIII 124 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Körper glockenförmig, in der Mitte bauchig, nach hinten verengt. Peristom- 
rand vorspringend, dick, Peristomfeld gewölbt. Wimperscheibe etwas schief 
zur Längsachse. Körper deutlich quer gestreift. 

Nach Bütschli (Manuskript) wäre diese Art höchstens als Varietät 

der vorigen zu betrachten; auch uns scheint diese Annahme berechtigt. 

0,070 mm lang. 

Ostende (Greef); Englische Küste, Jersey (Kent); Kieler Hafen (Möbius); 
Grönland, auf Bryozoen (Vanh.); Finnische Skäreninseln, Intralitorale Brack- 
wassertümpel, Finnland. Meer b. Löfö (Lev.) 

Hafen von Genua (Gruber); Bucht von Kertsch (Andruss.); Woods Hole 
U. S. A. (Calkins). 




Fig. 157. 
Vorticella campanu 
Ehrbg. 
(Roux T. 7. Fig. 10.) 



Brackwasserbuchten 
Ramsösund (Lev.) 

Schwarzes Meer (Perejasl.); Cagliari (Parona) 



Vorticella campanula Ehrbg. S. 

Ehrenberg 1838 p. 272. T. 25. Fig. 4. 
Parona p. 10. 

Levander IQOli u. IQOl^ p. 7. 
Roux 1901 p. 116. T. 7. Fig. 10. 

? Vorticella lunaris Dujardin p. 554. 
T. 14. Fig. 12. 
„ „ Perejaslawz. p. 97. 

Körper vorn glockenförmig erweitert. 
Peristomrand kaum vorspringend. Wimper- 
scheibe senkrecht zur Längs- 
achse. Körperseiten stark 
gewölbt. Entoplasma körnig, 
häufig dunkel. 

0,100 mm lang. 

0,085 mm breit. 
Finnlands; Finnischer Meerbusen, 



Vorticella putrinum O. F. M. 

Müller 0. F. 1777 p. 43. T. 35. Fig. 2. 
Kent 80—82 p. 684. T. 34. Fig. 23—24. 
Rees 1884 p. 35. 
Levander 1901 2 p. 7. 

Körper quer gestreift, dreimal so lang wie 
breit, in der Mitte am breitesten, mit spitz aus- 



Fig. 158. 

Vorticella 

putrinum 

O. F. M. 
(Kent T. 34. 

Fig. 23.) 



Ciliata. 



XIII 125 

3-8 mal 



gezogenem Hinterende. Länge des Stiels verschieden angegeben 
so lang wie der Körper. 

0,055 mm lang, 0,021 mm breit. 

Dänische Küste (O. F. M.); Engl. Küste (Kent); Holländische Küste (Rees) 

Finnischer Meerbusen bei Löfö (Lev.) 
Marseille (G. u. R.) 



Vorticella microstoma Ehrbg. Pelagisch. 

Ehrenberg 1838 p. 272. T. 25. Fig. 3. 

Stein 1854 T. 4. Fig. 17. 

Quennerstedt 1865 p. 60. T. 2. Fig. 17a u. b. 

Kent p. 683. T. 35. Fig. 9—24. 

Levander 1900 p. 50. 

V. hians Müller O. F. 1786 p. 321. T. 45. Fig. 7. 

V. striata ] Fig. 3. 

„ infusionum } ^ujardin p. 558. T. 16. pig.su.a 

V. plicata Fig. 8. 

„ striata Frommentel 1874 p. 225. T. 4. 

„ infusionum j Fig. 13, 14. [Fig. 9, 10. 

V. pyrum Mereschk. 1877 p. 214. T. 2. Fig. 1. 
1879 p. 156. T. 10. Fig. 31 u. 32. 
V. striata Kent p. 684. T. 34. Fig. 15-19. 
„ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Möbius 1888 p. 95. T. 7. Fig. 13. 
Levander 1894^ p. 97 u. 19012 p. 8. 
V. nebulifera Gourret u. Roeser 1886 p. 497. T. 31. 

Fig. 7. 

Körper nach vorn verengt, in der Mitte bauchig erweitert, Peristomwulst 
nicht vorspringend. Wimperscheibe klein. Cuticula sehr fein geringelt. Stiel 
etwa drei bis viermal so lang wie der Körper. 
Länge 0,06—0,10 mm. Breite 0,03 — 005. 

Finnische Skäreninseln, Löfö pelagisch, auf Nostocacen (Lev.); Wisby 
(Quenn.); Weißes Meer (Mereschk.); Kieler Hafen (Möbius); Englische Küste 
(Kent); Concarneau (Fabre). 

Hafen von Marseille u. von Bastia auf Corsica (G. u. R.); Golf v. Neapel 
(Entz). 




Vorticella 
microstoma Ehrbg. 
(Stein (54) T. 4. Fig. 17.) 



Ehrenberg 1838 p. 271. 
Eichwald 1852. 
Levander 1900. p 42. 
Roux 1901 p. 117. T. 7 



Vorticella citrina Ehrbg. 
T. 25. Fig. 2. 

Fig. 11. 



XIII 126 



Cl. Hamburger und von Biiddenbrock. 




Fig. 160. 

Vorticella citrina Ehrbg. 

(Roux T. 7. Fig. 11.) 




Fig. 161. 

Vorticella patellina 

O. F. M. 

(Kent T. 35. Fig. 26). 



Blaß gelb gefärbt; Gestalt glocken- bis 
kegelförmig, vorn breit, nach hinten zugespitzt, 
Seiten geradlinig, Peristomrand dünn, wenig 
vorspringend. 

0,120 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Reval u. Wiborg 
(Eichw.); Finnische Skäreninseln, Intralitorale 
Brackwasserbecken (Lev.) 

Vorticella patellina 0. F. M. 

Müller O. F. 1777 p. 44. T. 35. Fig. 3. 

1786 p. 312. 
Kent p. 679. T. 35. Fig. 26. 
Rees 84 p. 34. 
Fabre-Domergue 85 p. 14. ' 

Körper kegelförmig. Peristom breit, mit 
dünnem, glattem, weit vorspringendem Peristom- 
rand. 

0,089 mm lang. 

Dänische Küste (O. b 

F. M.); Scheide (Rees); 
Engliche Küste (Kent); 
Concarneau (Fahre). ~~^?rc^^m-r f 

Woods Hole U. S. A. 
(Calkins). 

Vorticella cratera S. K. 

Kent p. 679. T. 35. Fig. 26. 

V. patellina Ehrbg. 1838 

P.273.T.26. 

Fig. 2. 

„ D' Udekem 

1864 p. 8. 

T. 1. Fig. 3 a u. b. 



Körper glockenförmig. Peristomrand sehr breit, 
mit dünnem gelapptem Rande. 

(Der Name V. patellina ist schon für die vorstehende 
Müilersche Form vergeben, mit der die Ehrenbergsche nicht 
identisch ist). 

0,130 mm lang. 

Ostsee, Wismar (Ehrbg.); Ostende (D' Udekem). 




Fig. 162. 

Vorticella cratera 

S. K. 

(D' Udekem T. 1. 

Fig. 3 a u. b.) 



Ciliata. 



XIII 127 



Vorticella sertularium S. K. 

Rhabdostyla sertularium Kent p. 665. T. 34. F. 3 u 4. 
Spatostyla sertulariarum Entz 1884 p. 446. T. 25. 

Fig. 1—5. 
? Vorticella brevistyla D' Udekem 1864 p. 9. T. 1. 

Fig. 2 a — c. 
? V. breyistyla var. annulata Gourret u. Roeser 1888 

p. 66. T. 13. Fig. 13. 

Stiel etwa so lang wie der Körper, mit unregelmäßigen 
Querfalten versehen (Entz). Körper glockenförmig, unter- 
halb des wulstigen Peristomrandes etwas eingeschnürt, 
in der Mitte bauchig verbreitert. Wimperscheibe flach. 
Adorale Wimpern ziemlich lang. Beim Zusamnienschnellen 
krümmt sich der Stiel und das Tier macht nickende Be- 
wegungen. Enthält stets Zooxanthellen (Entz). 

0,08 mm. 

Jersey auf Aglaophenia pluma (Kent). 

.Desgl. Golf V. Neapel (Entz u. Brandt) ? Corsica (G. u. R.) 




Vorticella monilata Tatem. S. 

Tatem 1870 p. 194. 

Levander 1894- p. 97 u. 19012 p. 7 

Vorticella margaritata Fromentel 1874 p. 235 T. 7. 

Fig. 15 u. 16. 

Glockenförmig, vorn am breitesten: Peristomrand 
dick. Oberfläche geringelt und mit ringförmig angeord- 
neten, halbkugeligen Knöpfchen bedeckt. 

0,060—0,090 mm lang. 
0,037-0,056 mm breit. 

Brackwasserbuchten Finnlands, Finnischer Meer- 
busen Sumparn (auf Potamogeton) u. Ramsösund (Wur- 
zeln von Phragmites) (Lev.) 




Fig. 164. 

Vorticella 

monilata Tatem. 

(Bütschli 1887/89 T. 73. 

Fig. 10 a). 

(Lieberkühns uned. 

Tafeln). 



Vorticella colorata Mereschk. 
Mereschkowsky 1877 p. 215. 

Körperförm sehr mannigfaltig, gewöhnlich glocken- 
förmig mit übergebogenem Peristomrand, Stiel lang. Von den anderen Arten 
unterschieden durch rosa -orange Färbung des Körpers, die von einem fein- 
körnigen Pigment herrührt. — Abbildung nicht vorhanden. 



XIII 128 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Weißes Meer, Solowetzky-lnseln, sehr oft an der Oberfläche, auf Algen 
u. Hydroiden (Mereschk.) 

N. i. G. Vorticella claparedii Andrussowa Bucht v. Kertsch. 

„ plicata u. anomala Gourret u. Roeser 1886 Marseille. 

„ telescopica var. marina Gourret u. Roeser 1888 Corsica. 

„ amphiurae Cuenot Neapel. 

„ alba From. Golf von Mexico Smith 1904. 

Unbestimmbare Vorticellen wurden von der Deutschen Südpolarexpedition 
1901—03 erbeutet: 

1) größere Zahl bei Kerguelen auf Algen planktonisch erbeutet (Schröder 

1906). 

2) auf Copepoden der Observatory Bay (Schröder 1906). 

3) auf Chaetoceros coarctatuni Land, im warmen Gebiet des indischen 

und atlantischen Oceans (Schröder 1906) . 




Fig. 165 

Kugeliger Ciliat. 

(Lohm. T. 17. Fig. 2. 



Zweifelhafte Formen (Lohmann 1908 p. 305. T. 17. Fig 11). 

Kugelige Ciliaten mit mächtigem rings geschlossenem, 
oralem Cilienkranz, dessen einzelne Cilien an ihrem distalen 
Ende eine Fahne feinster Härchen tragen. Dicht unter dem 
Cilienkranze großer wurstförmiger Kern. 

Zwei Formen: 1) 0,024—0,025 mm Durchm. 
2) 0,050—0,090 mm Durchm. 

April häufig, Winter selten oder fehlend. Kieler Bucht 
(Lohm.) 



Carchesium (Ehrbg. 1830) emend. Ehrbg. 1838. 

Einzeltiere klein. Koloniebildung durch fortgesetzte dichotomische Teilung; 
bei jeder Teilung bildet ein Individuum einen neuen Stielmuskel, während das 
andere den alten Stiel fortsetzt. Stielmuskel daher nicht zusammenhängend, 
Contraction einzelner Individuen möglich. 



Carchesium polypinum Ehrbg. S. 

Ehrenberg 1838 p. 278. T. 26. Fig. 5. 

Eichwald 1844. 

Meyer u. Möbius 1865 p. 16. 

Einzeltiere länglich glockenförmig, Peristom schräg zur Längsachse, Peris- 
tomrand etwas umgeschlagen. Weder Stiel noch Glocken quergestreift. Kolonie 
relativ groß. 

0,060 mm lang. 

Vorkommen: Finnischer Meerbusen bei Reval (Eichw.); Ostsee, Wismar 
u. Cristiania (Ehrbg.); Kieler Hafen (Meyer u. Möbius). 



Ciliata. 



XIII 129 





Fig. 166. Carchesium polyjpinum Ehrbg. 
a) Ehrenb. T. 26. Fig. 5. b) (Stein (54) T. 6. Fig. 1.) 



Levander (1894* p.98) fand planktonisch bei Löfö (Finnland) eine Carchesium- 
form, die mit polypinum übereinstimmt, nur sind die Glocken deutlich quer 
gestreift. 



Zoothamnium (Zoothamnia Bory 1824) Ehrbg. 1838 emend. Stein 1854. 

Einzeltiere contractu, mit denen der vorhergehenden Gattungen sehr überein- 
stimmend gestaltet. Aufbau der Kolonie sehr verschiedenartig; fast stets 
ein Grundstamm, aus dem ein Hauptstamm und die Seitenäste hervorgehen. 
Hauptcharakter: Stielfaden vorhanden; die Stielfäden sämtlicher Individuen 
stehen in continuierlichem Zusammenhang, weshalb auch die Contraction stets 
die gesamte- Kolonie ergreift. 

Bei einigen Arten finden sich größere Individuen, sogen. Macrogonidien, 
meist an den Ursprungsstellen der Äste erster Ordnung. 

Nord. Plankton. XIII 9 



XIII 130 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



CD. 




Zoothamnium nutans Cl. u. L. 

Clap. u. Lachm. 1858 p. 105. T. 1 
Fig. 3 u. 4. 

Stöcke aus nur ein oder 
zwei Individuen bestehend. Stiele 
gegliedert, aber nicht quergestreift. 
Glocken zum Stiel geneigt. — Un- 
genügend beschrieben. 

Größe unbekannt. 

Bei Bergen auf Florideen 
u. a. Algen (Cl. u. L.) 



Fig. 167. Zoothamnium nutans Ci uL. 
(Clap. u. Lachm. T. 1. Fig. 3). 



Zoothamnium elegans D'Udek. 



D'Udekem 1864 p. 14. T. 2. Fig. la— c. 
Fabre-Doniergue 1885 p. 14. 




Fig. 168. Z o o t h am nium elegans D' Udek. 
(D'Udekem^ T. 2. Fig.;ia u. b). 



Ciliata. 



X\\\ 131 



Zooth. difliotomum Kent p. 697. T. 37. Fig. 9—12. 

„ „ Parona p. 12. 

? „ „ Perejaslawzewa p. 97. 

Stamm relativ lang, sehr regelmäßig dichotomisch verzweigt, mit wenigen 
Individuen (? jung D'Udek.) ohne Gelenke oder Streifung. Tiere etwas ge- 
neigt. Peristom etwas schief mit dickem Peristomwulst. Körper hinter dem 
Peristom verengt. 

0,08 mm lang. 

Küste von Falmouth (^Kent); bei Ostende (D' Udekem); Concarneau (Fahre). 
Schwarzes Meer (Perejasl.) ; Sardinien (Parona); Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



Zoothamnium marinum Mereschk. 
Pelagisch. 

Mereschkowsky 1877 p. 217. T. 2. Fig. 2 
u. 1879 p. 157. T. 10. Fig. 36. 
Zoothamnium carcini Kent p. 700. T. 37. 
Fig. 17-19. 

Von sämtlichen übrigen marinen Arten 
durch den nicht bandförmigen, sondern ovalen 
Kern unterschieden. Stamm weder gestreift 
noch gegliedert, regelmäßig dichotomisch ver- 
ästelt. Stielmuskel breit, fehlt im unteren 
Teil des Stammes. 

0,10 mm Länge des Tiers (Spiritus- 
materiai). 

Unweit der Solowetzky-Inseln (Weißes 
Meer) pelagisch und an Hydroiden und 
Bryozoen, auch in größerer Tiefe (Mereschk.) 
St. Helier auf Jersey (Kent). 

Schwarzes Meer (Perejasl.) 




Fig. 169. 
Zoothamnium marinum 

Mereschk. 
(Mereschk. T. 10. Fig. 36.) 



Zoothamnium affine Stein. 

Stein 1854 p. 217. T. 3. Fig. 45. 
Quennerstedt 1867 p. 44. T. 2. Fig. 14. 
Vanhöffen 1898. 

Z. cienkowskii Wrzesniowski 1877 p. 278. T. 19. Fig. 16 u. 17. 
Möbius 1888 p. 95. T. 8. Fig. 1-4. 
, Levander 1894 2 p. 99 u. 19012 p. 8. 



XIII 132 



Cl. Hamburger und von Buddenbrook» 



Stamm kurz, oberer Teil sowie Verästelungen mit Querfalten versehen 
(nach Stein bei jungen Stöcken stets, nach Möbius nur im contrahierten Zu- 
stande). Der untere Teil des Stammes ist fein längsgestreift und enthält keine 
Muskeln. Stiele der einzelnen Individuen relativ dick. Einzeltiere oval, nach 
hinten schwach verengert, vorn schief abgestutzt. Peristomrand breit und dick; 
Wimperscheibe stark gewölbt. Adorale Wimpern lang. 

0,03—0,067 mm lang. 




' Fig. 170. Zoothamnium affine Stein. 

(Wrzesniowski T. 19. Fig. 16.) 

Auf Bryozoen am Ufer von Grönland (Vanh.); Finnischer Meerb. Löfö- 
u. Gasgrund (Lev.); Warberg u. Wisby (Quenn.); Ostsee Rügen an Florideen 
(Wrzesn.); bei Stralsund auf Gammarus marinus (Stein); Kieler Hafen (Glas- 
platten im Aquarium, Möbius). 



Zoothamnium arbuscula Ehrbg. 

Ehrenberg 1838 p. 289. T. 29. Fig. 2. 
Kent p. 694. T. 37. Fig. 1—8. 
? Schröder p. 352. 



Ciliata. 



XIII 133 



Kolonie reich baumförmig verzweigt auf 
dickem Stamm. Große und kleine Individuen 
vorhanden; die kleinen von konischer Gestalt, 
oben etwas breiter. Die großen dicker, mehr 
rund. 

Größe der Individ. 0,08 mm lang. 

Kolonie 6—7 mm hoch. 

Englische Küste (Kent). 

In Planklonfängen im warmen Gebiet 
des Atlantischen Oceans (Deutsch. Südp.- 
Exp. s. Schröder). 



Zoothamnium niveum Ehrbg. 

(Z. alternans Clap. u. L) 




Fig. 171. 

Zoothamnium arbuscula 

Ehrbg. 

(Ehrbg. T. 29. Fig. 2) 



Ehrenberg 1838 p. 289. T. 29. Fig. 2. 

Eichwald 1847 p. 44. 

Kent p. 694. T. 37. Fig. 13 u. 14. 

Z. alternans Clap. u. Lachm. p. 103. 
T. 2. Fig. 1 u. 4. 
Greef 1870 p. 366. T. 6. Fig. 6 u. 7. 
„ „ Mereschkowsky 1877 p. 216. 

Kent p. 695. T. 36. Fig. 22 u. 23. T. 37. Fig. 20—24 




e.V. 




Zoothamnium niveum Ehrbg. 
(Greef T. 6. Fig. 6 u. 7.) 



XIII 134 



Cl. Hamburger und von Buddenbrook. 



Z. alternans Entz 1884 p. 296. 

„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14. 

Gourret u. Roeser 1886 p. 494. T. 32. Fig. 2 u. 3. 

Hauptstamm gerade oder etwas zickzackförmig gebogen, Nebenäste 
alternierend angeordnet. Nach Clap. u. Lachm. sollen die Tiere selbst und 
die Stiele seines Z. alternans quergestreift, letztere ohne Gelenke sein; die von 
Greef als alternans beschriebene Form hingegen hat Gelenke und keine zarte 
Querstreifung. Da Kent beobachtet hat, daß diese Hauptunterschiede zwischen 
niveuni Ehrb. und alternans Cl. u. L. individuell variieren, so scheint es uns 
angebracht, die beiden Arten zu vereinigen. Große und kleine Individuen 
vorhanden. 

Länge der großen Indiv. 0,12 mm. 

Bei Kaugern in Livland (Eichw.); Weißes Meer (Mereschk.); Westküste 
von Norwegen, Glesnaesholm (Clap. u. Lachm.); Ostende (Greef); Kanalinseln 
u. Englische Küste, Falmouth u. Devonshire (Kentj; Concarneau (Fahre). 

Marseille (G. u. R); Golf von Neapel auf Ceramien, Crustaceen u. Hydroiden 
(Entz); Rotes Meer (Ehrbg.) 




Fig. 173. 

Zoothamnium glesnicum 

Cl. u L. 

(Cl. u. Lachm. T. 1. Fig 2) 



Zoothamnium glesnicum Cl. u. L. Pe lagisch. 

Clap.f'u. Lachm. 1858 p. 104. T. 1. Fig. 2. 

Z. niveum sehr nahestehend, unterscheidet 
sich von diesem durch die relativ bedeutende 
Größe der Einzeltiere (Cl. u. L.) und den schlanken 
Stiel, der fein geringelt und unregelmäßig ge- 
gliedert ist; ungenügend beschrieben. 

Größe nicht angegeben. 

Westküste von Norwegen bei Glesnaes. 
planktonisch gefangen (Cl. u. L.) 

N. i. G. Zoothamnium ponticum Andruss. Schwarzes 
Meer 1886. 
„ plumosum Perejasl. Schwarz. 

Meer 1885. 

„ plicatum G. u. R. Marseille 1886. 

„ parasiticum Gruber Genua 1884. 

„ mucedo Entz Neapel 1884. 

Zoothamnium ? spec. im Plankton bei 

Kerguelen (Deutsch Südpol.-Exp. s. Schröder). 



Ciliata. 



XIII 135 



Epistylis Ehrbg. 1830. 

Einzeltiere bis 0,82 mm, contractu. — 

Stielfaden fehlt vollständig, stets in Kolonien, die meist regelmäßig dicho- 
tomisch verzweigt, meist alle Individuen in einer Ebene, selten gefiederter 
Aufbau. Im Meer relativ selten. 

a b 



Epistylis balanorum Mereschk. 

Mereschkowsky 1877 p. 219. T. 2. Fig. 3. 
1879 p. 159. T. 10. Fig. 37. 
T. 11. Fig. 17. 

Körperform cylindrisch, nach unten all- 
mählich sich verschmälernd. Unter dem 
Peristom eine ringförmige Einschnürung. 
Peristomrand dick, Peristomfeld spitz, kegel- 
förmig. Körpercuticula glatt. Stiel ziemlich 
lang, von mäßiger Dicke. 

0,10 mm Länge des Körpers. 

Weißes Meer Solowetzky-Inseln an den 
Kiemen von Baianus zahlreich (Mereschk.) 

N. i. G. Epitylis barbata Gourret u. Roeser 1886 
Marseille. 
„ plicatilis Ehrbg. Cagliari(Parona) 
„ tubificis D'Udek. Corsica 

(Gourret u. Roeser 1888). 




Fig. 174. 
Epistylis balanorum Mereschk. 
(Mereschk. a) T. 10, 37. b) T. 1 1, 17.) 



Rhabdostyla Kent 1882. 

Von Epistylis durch den Mangel der Koloniebildung unterschieden. 
Stiel sehr kurz, höchstens 2 mal so lang als breit. 



Riiabdostyia commensalis Möbius. 
Möbius 1888 p. 94. T. 7. Fig. 11 — 12. 

Körper länglich tonnenförmig, ungefähr doppelt so 
lang wie breit, zart quergestreift. Peristomrand enger 
als der obere Durchmesser des Körpers. In der Mitte 
des Peristomfeldes warzenförmige Erhöhung. Fuß höch- 
stens 1 V2 nial so lang wie breit, mit verbreiterter Basis 
aufsitzend. • 

Größe? 

Kieler Bucht auf Capitella capitata u. den Girren 
von Terebellides Strömii (Möbius). 




Fig. 175. 

Rhabdostyla 

commensalis Mob. 

(Möbius T. 7. Fig. 11.) 



XIII 136 



CI. Hamburger und von Buddenbrock. 




CZi 



Fig. 176. 

Rhabdostyla arenicolae 

(Fabre-Domergue T. 10. Fig. 34.) 



TiX) 




'CV 



n 



Fig. 177. 

Rhabdostyla arenaria 

Cu6not. 

(Cuenot T. 5. Fig. 3). 

N. i. G 



Rhabdostyla arenicolae Fahre. 
Fabre-Domergue 1888-p.257. T. 10. Fig 34— 40. 

Körper kegelförmig, oben am breitesten. 
Peristomrand etwas vorspringend; Stiel etwas 
länger als bei der vorigen Art. Nach Cuenot 
soll diese Form zuweilen Anfänge einer Kolonie- 
bildung zeigen und somit zu Epistylis überleiten. 

0,045—0,060 mm lang, zuweilen auch 
doppelt so groß (ohne Stiel). 

Bai von Concarneau, an den Kiemen von 
Arenicola (Fabre, Cuenot); Roseoff, le Portel 
(Cuenot). 



Rhabdostyla arenaria Cuenot. 
Cuenot 18911 p. 290. T. 5. Fig. 3. 

Unterscheidet sich von den beiden anderen 
Arten durch die glatte Körperoberfläche, durch 
den sehr langen bandförmigen Kern und die 
Gestalt des Stiels, der aus 2 übereinander ge- 
setzten Ringen besteht und manchmal eben so 
lang wie der Körper ist. Contractile Vacuole 
sehr groß, 

0,056 mm hoch, die Individuen mit langem 
Stiel bis 0,065 mm. 

Roseoff (Haut von Synapta inhaerens) 
(Cuenot). 



Ferner fand Cuenot in Cette auf der Haut von Astropecten aurantiacus und 
auf der Mundscheibe von Cucumaria cucumis zwei Arten von Rhabdostyla, 
die er nicht näher benennt. 



Ophrydium Bory 1824 emend. Ehrbg. 1838. 

Koloniebildend. Bau der Einzeltiere sehr an langgestreckte Epistylis 
erinnernd. Freiflottierende, kugelförmige, gallertige Kolonie; die einzelnen 
Individuen ragen aus der Gallertkugel hervor; sie sind durch dichotomisch 
verzweigte Stiele miteinander verbunden. Die Gallertkugel ist durch Ver- 



Ciliata. 



XIII 137 



wachsen von Gallertröhren entstanden, welche die einzelnen Individuen nach der 
Teilung ausscheiden; sie können sich in diese Röhren z. T. zurückziehen. 



Ophrydium versatile O. F. M. S. 

Müller O. F. 1786 p. 281. T. 39. Fig. 

14-17. 
Ehrenberg 1838 p. 293. T. 30. Fig. 1. 
Eichwald 1844. 
Wrzesniowski 1877 p. 298. T. 20. Fig. 

1—20 u. T. 21. Fig. 6—11. 
Levander 1894 2 p. 99 u. 19012 p. 7. 

Mit den Merkmalen der Gattung. 
Körper der Einzeltiere langgestreckt, 
cylindrisch, nach hinten erst etwas 
bauchig erweitert, dann zugespitzt; mit 
Zoochlorellen (die zuweilen auch fehlen? 
O. hyalina Wrzn.) Der Schlund erstreckt 
sich bis tief in den Körper hinein. 

Länge der ausgestr. Individuen 
0,31—0,72 mm. 

Finnischer Meerbusen bei Reval 
(Eichw.); bei Löfö u. in Brackwasser- 
buchten (Lev.) 



iAT. 




Fig. 178. 

Ophrydium versatile O. F. M. 

(Wrzesniowsky) a) (T. 20. Fig. 3) 

einzelnes Individuum. 

b) (T. 21. Fig. 6) Stück einer Kolonie 

im Durchschnitt. 



Cothurnia (Ehrbg. 1831 u. 38) emend. Cl. u. L. 1858. 

Bau ähnlich einer mäßig langgestreckten Epistylis. Macronucleus fast 
stets bandförmig. 

Hauptcharakter: Bildung eines farblosen bis schwarzbraunen Ge- 
häuses von verschiedener Gestalt, mit oder ohne Deckel. Hinterende 
direkt auf der Unterlage aufsitzend oder mit epistylisartigem Stiel. Das 
Tier ist im Grunde des Gehäuses ohne oder mit kurzem Stiel befestigt. 
Tier contractu, kann sich in das Gehäuse zurückziehen. 

Nach Entz ist die Art der Gehäusebildung, ja auch die des 

Deckels, so variabel, daß die Trennung in verschiedene Gattungen, 

die Kent vorschlägt, unmöglich sei. 



Xlll 138 Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 

Cothurnia innata 0. F. M. Pelagisch. 

(Cothurnia maritima Ehrbg.) 

Trichoda innata O. F. Müller 1786 p. 220. T. 31. Fig. 16—19. 
Cothurnia maritima Ehrbg. 1838 p. 298. T. 30. Fig. 8. 
Eichwald 1847 p. 327, 1849 p. 118. 
Stein 1854 p. 223. 
D'Udekem 1864 p. 29. 
Quennerstedt 1869 p. 22. Fig. 22. 
„ Mereschkowsky 1877 p. 207. 

Kent p. 720. 
Rees 1884 p. 36. 

Gruber 1884 p. 9. ... 

„ „ Andrussowa p. 238. 

„ „ Möbius 1888 p. 98. 

„ Levander 1894 2 p. 100. T. 3. Fig 10 u. 19012 p g. 

„ ■ „ Driver 1906 p. 121. 

Merkle 1910 p. 334. 
. ? „ „ Schroeder 1906 p. 352. 

„ nodosa Clap. u. Lachm. 1858 p. 123, T. 3. Fig. 4—5. 

Mereschkowsky 1877 p. 208 u. 1879 p. 154. T. 10. 

Fig. 1-5. 
Entz 1884 p. 430. T. 25. Fig. 19—24. 
„ Levander 1894''^ p. 100. T. 3. Fig. 11 u. 19012 p. 8. 

Vanhöffen 1898 p. 249. 
Calkins 1902 p. 463. Fig. 64. . 
„ pupa Eichwald 1849 p. 118. 

Stein 1854 p. 224. 
Cohn 1866 p. 294. 
Kent p. 724. T. 40. Fig. 23. 
pontica Mereschkowsky 1881 p. 210. T. 12. Fig. 4—6. 
Kent p. 725. T. 40. Fig. 11. 
„ „ Andrussowa p. 238, 

Cohnii Kent p. 723, T. 40. Fig. 23. 
„ „ Fabre-Domergue 1885 p. 14, 

„ crystallina var. annulata Entz 1876 p, 19 (s. auch 1884). 

fusiformis Gourret u. Roeser 1886 p, 503. T. 32. Fig. 12—14. 
? Pyxicola operculigera Kent p. 725, T. 40. Fig, 39. 
? Tintinnus borealis Mensen 1890 p, 117 Fig. 3 a u, b. 
Gehäuse langgezogen, pokalartig, nach vorn wenig verengt, Mündung 
etwas nach außen umgebogen, ringförmig oder zweilappig, Gehäuse nach 
hinten conisch verengt, seltner abgerundet, glatt, oder hinter der Mitte mit 
Querringen versehen. Stiellänge sehr variabel (s, die Abb.), Ansatzstelle des 
Stiels am Gehäuse scheibenförmig erweitert. Tier im Gehäuse auf kurzem 
Stiel sitzend. 



Ciiiata. 



XIII 139 





V 



Fig. 179. Cothurnia in n ata O. F. M. (maritima Ehrbg.) 
Entz (84) T. 25. Fig. 19, 20 u. 22. a) (Fig. 19) Gehäuse mit kurzem Stiel und einem 
Querrihg. b),(Fig. 20) Gehäuse mit 2 Querringen, c) (Fig. 22) Gehäuse ohne Querringe 

mit langem Stiel. 

Länge des Gehäuses 0,07—0,08 mm. Breite 0,03—0,04 mm. 
Finnischer Meerbusen (Eichw. u. Lev.); Norw. Küste, Christiania (Clap. 
u. L); Wisby (Quenn.); Weißes Meer (Mereschk.); Grönland auf Eudendrium 
(Vanhöffen); Östf. Ostsee pel agisch'auf Chaetoceras (Driver, Merkle, Mensen?); 
Kieler Bucht (Stein, Möbius); Nordsee (Cohn); Ostende (D'Udekem); Con- 
carneau (Fabre); Brackwasserdocks- London u. Engl. Küste (Kent); Berg op 
Zoom, Helder (Rees). 

Schw. Meer (Mereschk.); Bucht von Kertsch (Andruss); Salzteich von Siebenb. 
u. Neapel (Entz); Marseille (G. u. R.); Genua (Gruber), ? im Plankton (auf 
Algen sitzend) bei Kerguelen; (Deutsch. Südpol -Exp. s. Schroeder). 
Woods Hole U. S. A. (Calkins). 



Cothurnia curvula Entz. 

Entz 1884 p. 432, T. 25, Fig. 17 und 18. 
Fabre-Domergue 1885 p. 14. 
Levander 1894- p. 101 und 1901 2 p. 8. 

Coth. imberbis var. curvula Entz 1876 p. 20. 
Calkins 1902 p. 462. Fig. 63. 
a b Coth. arcuata Mereschk. 1877 p. 211. T. 1. F. 8. 

Fig. 180. 1879 p. 155. T. 10. F. 8 und 8 a. 

Cothurnia curvula t\ t ut j u •• i- u /^ u •• • i x 

c- . /r- i o.. T^ o=x Das farblose oder bräunliche Gehäuse ist etwas 

Entz. (Entz 84 T. 25). 

a. Fig. 17 mit Querringen, retortenartig nach "der Seite gebogen und leicht um die 

b. Fig. 18 ohne „ Längsachse gedreht, unterhalb der Mitte bauchig erweitert. 




XIII 140 



Cl. Hamburger und von Buddenbrock. 



Stiel kurz, höchstens ^U so lang als das Gehäuse, mit diesem mittels einer 
knotenartigen Verdickung, verbunden. — Tier im Gehäuse stiellos; im ganzen 
Habitus sehr an C. innata erinnernd, s. d. 
Gehäuse 0,06 mm lang. 

Finnischer Meerbusen bei Löfö auf Harpacticiden (Lev.), Weißes Meer 
(Mereschk.), Concarneau (Fabre). 

Siebenbürg.-Salzteiche und Golf von Neapel (Entz); Woods Hole U. S. A. 
(Calkins). 




Fig. 181. 

Cothurnia socialis Gruber. (Gruber T. 26.) 

a. (Fig. 23) Kolonie, 

b. (Fig. 26) einzelnes Individuum. 




Cothurnia socialis Gruber. 

Gruber 1880 p. 457. T. 26. Fig. 23—27. 
Mereschkowsky 1881 p. 210. T. 12. Fig. 3. 
Levander 18942 p io2 und 19012 ps. 

Von curvula dadurch unterschieden, daß die Stiele der Gehäuse sehr 
lang sind. Die knotenartige Verdickung zwischen Stiel und Gehäuse (s. C. curvula) 
fehlt. Der Coth. socialis zukommende Deckel, welcher am inneren Rande der 
vorderen Öffnung befestigt ist, kann (nach Entz) nicht als specifisches 
Charakteristikum angesehen werden, da er einen solchen auch zuweilen bei 
C. curvula gefunden haben will; ferner soll diese letztere auch zuweilen die 
gleiche Art der Coloniebildung zeigen. — Immerhin scheinen uns die vorher 



Ciliata. XllI 141 

erwähnten Unterschiede die Berechtigung dieser Art zu sichern. — Farbe 
häufig gelb-braun. 

Gehäuse 0,084 mm lang. 

Weißes Meer, Solowetzky Inseln (Mereschk.); Finnischer Meerbusen, Löfö 
(Lev.); Seewasseraquarium mit Wasser aus nordischen Meeren (Grober). 

Bucht von Kertsch (Andruss.). 



Cothurnia ingenita O. F. M. S. selten. 
(C. crystallina Ehrbg.) 

Trichoda ingenita Müller, O. F. 1786 p. 219. T. 31. Fig. 13—15. 
Vaginicola tincta Ehrenbg. 1838 p. 296. T. 30. Fig. 4. 

crystallina Ehrenbg. 1838 p. 295. T. 30. Fig. 5. 
Dujardin 1841 p. 563. T. 16. Fig. 6. 
Stein 1849 p. 106. Fig. 16—19 u. 24, 1854 p. 35 

T. 1. Fig. 13. 
Eichwald 1849 p. 120 u. 1852 p. 124. 
Perty 1852 p. 137. 
„ „ Fresenius 1865 p. 128. Fig. 36 u. 37. 

Quennerstedt 1867 p. 43. T. 2. Fig. 15. 
Levander 18942 p. 102. 

Cothurnia crystallina D' Udekem 1864 p. 24. 
Cohn 1866 p. 294. 
„ „ Parona p. 10. 

Entz 1884 p. 428. T. 25. Fig. 25—27. 
Rees 1884 p. 35. 
Calkins 1902 p. 462. Fig. 62. 
Vaginicola pedunculata Eichwald 1849 p. 124. 
Vaginicoia grandis Perty 1852 p. 137. T. 3. Fig. 1. 
Cothurnia gigantea D' Udekem 1864 p. 28. T. 5. Fig. 3. 
„ tincta Eichwald u. D' Udekem 1864 p. 25. 
„ maritima Cohn 1866 p. 294. 

grandis Mereschk. 1877 p. 210. T. 1. Fig. 6. ^ 

Mit Deckel versehene Form: 

Cothurnia valvata D' Udekem p. 27. T. 5. Fig. 2. 
Vaginicola „ Wright. 

Cothurnia operculata Gruber 1880 p. 462. T. 26. Fig. 29—33 u. 84 p. 9. 
Vaginicola „ Levander 1894^ p. 102. 

Thuricola valvata I p. 718. Fig. 4 u. 5. 

operculata J p. 719. ' Fig. 13—15. 



XIll 142 



Cl. Hainburtier und von Buddenbrock. 




Fig. 182. 

Cothurnia ingenita O. F. M. 

(C crystallina Ehrbg.) 

(Entz T. 25.) 

aj (Fig. 25) Gehäuse mit 2 Tieren 

(kurz n. Teilung), 
b) (Fig. 27) Gehäuse mit Quer- 
ring. 



Form des Gehäuses sehr variabel, bald 
cylindrisch, bald langgestreckt fingerhut-, bald 
schlauch-, bald keulenförmig, gerade oder 
etwas gekrümmt. Konturlinie des Gehäuses 
glatt oder wellenförmig, nicht selten unterhalb 
der Mitte mit schwächer oder stärker ausgeprägten 
Querringen. Gehäuse breit aufsitzend oder kurz 
gestielt, farblos oder schwach bräunlich, zu- 
weilen gedeckelt. Tier innerhalb des Gehäuses 
mitunter auch gestielt. (V. pedunculata Eichw.) 

Länge des Gehäuses 0,150—0,200 mm. 
„ „ Tieres 0,33 mm (D' Udek). 

Weißes Meer (Mereschk.); Finnischer Meerb. 
u. Brackwasserbuchten Finnlands (Lev.); Ostsee 
bei Reval u. Hapsal (Eichw.); Warberg (Quenn.); 
Kopenhagen (O. F. M.); Wasser aus nord. Meeren 
(Gruber); Nordseeaquarium (Cohn, Fresenius); 
Osterschelde (Rees). 

Genua (Gruber); Neapel (Entz); Sardinien 
(Parona); Woods Hole U. S. A. (Calkins). 




Fig. 183. 

Cothurnia conipressa 

Cl. u. L. 

(Entz T. 25. Fig. 28.) 



Cothurnia compressa Clap. u. Lachm. 

Clap. u. Lachm. p. 124. T. 3. Fig. 2 und 3. 
Mereschkowsky 1877 p. 209 und 1879 p. 216. 
Kent p. 722. 
Entz 1884 p. 430. T. 25. Fig. 28 und 29. 

Gehäuse farblos, keulenförmig,, seitlich zusammen- 
gedrückt, schwach S-förmig gebogen, Mündung ein 
querer, tief ausgebuchteter Spalt. Am basalen Ende 
des Gehäuses ringförmiger Wulst, welcher unten zu 
einer Scheibe erweitert ist, mit der das Gehäuse der 
Unterlage aufsitzt. Tier innerhalb des Gehäuses auf 
einem kurzen Stiel; es stimmt mit dem von C. ingenita 
vollständig überein (Entz). 

Länge des Gehäuses 0,14 mm. 

Westküste von Norwegen (Clap. und Lachm); 
Weißes Meer (Mereschk.); Kanalinseln-, Hafen von 
Guernsey (Kent) 

Oolf von Neapel (Entz), Bucht von Kertsch (Andruss). 



Ciliata. 



XIII 143 




Fig. 184. 
Cothurnia recurva Cl. u. L. 

(Clap. u. Lachm., T. 4 ) 
a (Fig. 9) von der linken Seite, 
b. (Fig. 10) von vorn. 



Cothurnia recurva Cl. u. L. 

Clap. u. Lachm. 1858 p. 125. T. 4. Fig. 9 u. 10. 
Levander 1894- p. 101. T. 3. Fig. 12 u. 1901- p. 8. 
? Coth. curva Stein 1854 p. 232. 
T. 6. Fig. 19. 
? Coth. gracilis Kent (mit C. curva 
Stein sicher ident.) p. 724. 
T. 40. Fig. 12. 
Gehäuse gestielt, Öffnung schräg zur 
Längsachse. ? dorsale Wand des Gehäuses 
bauchig aufgetrieben. Gehäuse mit etwas ge- 
bogenem, kurzem Stiel. Tier mit sehr kurzein 
Stiel dem Gehäuse aufsitzend. 

0,070 mm Länge des Gehäuses. 
0,027 mm breit. 
Finnischer Meerbusen Löfö (Lev.); 
Sandefjord Norwegen (Boeck s. Clap. u. 
Lachm.); ? Jersey (Kent). 



n.- 




- -e.V. 



Fig. 185. 

Cothurnia ligiae Cuenot. 

CCuenot Fig. 3.) 



Cothurnia ligiae Cuenot. 
Cu6not 1891 p. 8. Fig. 3. 

Zeichnet sich durch eine große Constanz 
der Form aus. Alle vom Autor gefundenen 
Exemplare hatten gleich lange Stiele, denen 
ein bauchig aufgetriebenes Gehäuse auf- 
sitzt, das mit einem Deckel versehen ist; 
Öffnung des Gehäuses schräg, oval. Das 
Tier ist im Gehäuse ungestielt. Gehäuse 
und Stiel stets glatt. Kern lang, bandförmig. 

Gehäuse mit Stiel 0,080 mm lang. 
0,036 mm breit. 

Concarneau, Roseoff, Le Porte! auf den 
Kiemenblättern von Ligia oceanica (Cuenot). 

N. i. G. Cothurnia striata G. u. R. Marseille 
(Gourret u. Roeser 1886). 



Nachtrag zum Literaturverzeichnis. 

1890. Hensen, V. Das Plankton der östlichen Ostsee und des Stettiner Haffs. 
Sechster Bericht d. Kommission z. wissensch. Unters, d. deutschen Meere. 

1910. Laackmann, H. Zur Kenntnis der heterotrichen Infusoriengattung Folli- 
culina Lamarck. (Zwei neue Arten Folliculina melitta auf Sertularella an- 
tarctis, Folliculina telesto auf Telesto multifera Südwestaustralien, Sumatra.) 



Ciliata, Namenregister. 

Die gültigen Namen sind vor den Synonymen durch fetten Druclc 

hervorgehoben. 



Acarella siro Cohn . 
Acinera incurvata Maup 
Actinotricha Cohn . 

saltans Cohn 

hyalina Perejasl. 
Aegyria Cl. u. L. 

angustata Cl. u. L. 

compressa G. u. R 

cristata G. u. R. 

fluviatilis G. u. R. 

fluviatilis var. marina G. u 

legumen Cl. u. L. 

marioni G. u. R. 

monostyla Kent . 

oliva Cl. u. L. . 

pusilla Cl. u. L. . 

salina Entz . 

semilunaris G. u. R. 
Amphileptus Ehrbg. 

anser Ehrbg. 

claparedii Stein 

fasclola Ehrbg. . 

gigas Cl. u. L. 

incurvatus Maup. 

lacazei G. u. R. 

longicoUis Ehrbg. - 

margaritifer Ehrbg. 

massiliensis G. u. R. 

meleagris Cl. u. L. 

meleagris Ehrbg. 

monilatus Stokes 

moniliger Ehrbg. 

Ovum, Duj. . 
Amphisia Sterki 

capitata Perejasl. 

crassa Cl. u. L. 

diademata Rees 

gibba O. F. M . 

gibba var. crassa Kent 

kassier! Wrz. 

lacazei Maup. . 

marioni G. u. R. 

Nord. Plankton. 



25 
27 
97 
97 
97 
41 
47 
47 
49 
49 
50 
41 
50 
46 
42 
49 
50 
49 
.27 
27 
27 
28 
35 
27 
27 
35 
35 
29 
27 
30 
35 
35 
33 
89 
91 
89 
90 
89 
89 
90 
91 
91 



Amphisia oculata Mereschk. . 


91 


pernix Kent 


86 


piscis Kow. 


92 


wrzesniowskii Mereschk. 


91 


Amphisielia marioni G. u. R. . 


91 


Anhymenia scorpaenae Fabre . 


116 


Anophrys sarcophaga Kent 


86 


Arachnidium convolutum Kent 


27 


Aspidisca Ehrbg. 


104 


andreewi Mereschk. . 


107 


bipartita G. u. R. 


56 


cicada Cl. u. L. . 


106 


costata Duj. 


106 


costata Kent 


55 


crenata Fabre 


107 


heterotricha Perejasl. 


108 


hexeris Quenn. , 


107 


leptaspis Fres. . . . 


107 


lyncaster 0. F. M. . 


105 


lynceus 0. F. M. 


105 


plana Perejasl. . 


108 


polystyla Stein . 


108 


sedigita Quenn. . 


105 


turrita Ehrbg. 


106 


Aulax paucisetosa G. u. R. . 


61 


Balantidium Cl. u. L. 


68 


medusarum Mereschk. 


68 


Blepharisma Perty . 


65 


clarissima Anigst. 


65 


lateritia Ehrbg. ... 


65 


Blepharostoma Schewiak. 


64 


pigerrima Cohn 


64 


Bursaria leucas Ehrbg. 


50 


patula Perty 


70 


spirigera Ehrbg. . 


70 


truncatella Quenn. 


70 


vernalis Eichw. . 


50 


virens Perty . . . 


70 


Caenomorpha Perty 


74 


medusula Perty . 


l\ 


convoluta Tätern 


74 


Calcaria contorta Gruber . 


- 74 



Xlil 10 



XIII 146 



Ciliata, Namenregister. 



Calceolus cypripedium Kent 
Campylopus paradoxus Cl. u. L 
Carchesium Ehrbg. . 

polypinum Ehrbg. 
Cercaria hirta O. F. M. 

turbo O. F. M. . 
Certesia Fabre . 

quadrinucleata Fabre 
Chaenea Quenn. 

elongata Cl. u. L. 

striata G. u. R. . 

teres Duj. . 

vorax Quenn. 
Chaetospira muelleri Lachm. 

maritima Wright . 
Chasmatostonta Engelm. 

reniforme Engelm. 
Chilodochona Wall. 

microchilus Wall. 

quennerstedti Wall. . 
Chilodon Ehrbg. 

aureus Ehrbg. 

auricula G. u. R. 
, complanatus G. u. R. 

crebricostatus Mob. 

cucullulus O. F. M. 

ornatus Ehrbg. . 

uncinatus Ehrbg. 
Chlamydodon Ehrbg. 

cyclops Entz 

erythrorhynchus Perejasl 

mnemosyne Ehrbg. . 

pachidermus Perejasl. 

triquetra O. F. M. 
Choenia teres G. u. R. 

teres Kent . 
Chytridium Steinii Eberh. . 
Cinetochilum Perty . 

margaritaceum Ehrbg. 
Climacostomum Stein 

longissimum Grimm . 

virens Ehrbg. 
Clypeolum corsicum G. u. R 
Coccudina costata Duj. 

crassa Duj. . 
Coleps Nitzsch . 

elongatus Ehrbg. 

fusus Cl. u. L. 

hirtus O. F. M. 

inermis Perty 
Colpidium Stein 

colpoda Ehrbg. 

cucullus Kent 



58 
104 
128 
128 
23 
58 
101 
101 
14 
15 
15 
15 
14 
84 
84 
53 
53 
113 
113 
113 
38 
35 
39 
39 
39 
38 
36 
39 
39 
40 
40 
40 
42 
40 
15 
21 
23 
55 
55 
69 
69 
70 
79 
106 
106 
23 
23 
23 
23 
22 
51 
51 
51 



Colpoda pigerrima Cohn ... 64 

Colpodopsis G. u. R. . 54 

latifrons G. u. R. . . . 54 

Condylostoma Duj 68 

longissima Grimm ... 69 

patens O. F. M. 69 

patula Cl. u. L 69 

Cothurnia Ehrbg 137 

arcuata Mereschk. . 139 

boeckii Cl. u. L. ... 73 

cohnii Kent .... 138 

compressa Cl. u. L. . 142 
crystallina d'Udek. . .141 

crystallina var. annulata Entz . 138 

curva Stein 143 

curvula Entz .... 139 

fusiformis G. u. R. . 138 
gigantea d'Udek. . .141 

gracilis Kent .... 143 
grandis Mereschk. . . .141 

imberbis var. curvula Entz . 139 

ingenita O F. M. . 141 

innata O. F. M. . . 138 

ligiae Cuenot .... 143 

maritima Cohn .... 141 

maritima Ehrbg 138 

nodosa Cl. u. L . . 138 
operculata Gruber . .141 

pontica Mereschk. . 138 

pupa Eichw. .... 138 

recurva Cl. u. L. . 143 

socialis Gruber . 140 

striata G. u. R 143 

tincta Eichw 141 

vaivata d'Udek 141 

Crateromorpha Perejasl. 101 
mirabilis Perejasl. . .101 

Cryptochilum elegans Maup. 54 

fusiforme G. u. R. . . 64 

griseolum var. marina G. u. R. 54 

nigricans G. u. R. . . . 53 

nigricans Maup 54 

tortum Maup 54 

Cyclidium Hill 59 

citrullus Cohn .... 60 

elongatum Cl. u. L. . . . 62 

glaucoma O. F. M. . . . 59 

heptatrichum Schev^riak. . . 61 

margaritaceum Ehrbg. . . 55 

nigricans From 59 

ovale G. u. R 61 

pediculus O. F. M. , . .116 

saltans From 59 



Cil 


lata, Nar 


nenregister. 




XIII 147 


Cyclochaeta Jackson 


118 


Epistylis balanorum Mereschk. . 135 


asterisci Gruber 


119 


barbata G. u. R. 


135 


ophiotricis Fabre 


118 


plicatllis Ehrbg. 






135 


scorpaenae Robin 


119 


tubificis d'Udek. 






135 


serpularum Fabre 


118 


Ervilia fluviatilis Stein 






46 


Cyclocyrrha asterisci Fabre . 


119 


legumen Duj. 






46 


ophiotricis Fabre 


119 


monostyla Stein . 






46 


Cypridium aculeatum Kent 


48 


Euplotes Ehrbg. 






98 


crassipes Kent 


46 


appendiculatus Ehrbg. 






98 


lanceolatum Kent 


47 


charon 0. F. M. 






98 


spinigerum Kent 


48 


excavatus Cl. u. L. 






103 


Cyrtostomum leucas Kent 


50 


extensus Eres. 






100 


Dictyocoleps fusus Diesing 


23 


gabrieli G. u. R. 






101 


Didinium Stein 


24 


harpa Stein 






99 


balbiani Bütschli 


24 


longipes Cl. u. L. 






100 


nasutum 0. F. M. . 


. . 24 


monoStylus Ehrbg. 






46 


Dileptus Duj 


34 


patella 0. F. M. 






100 


anser 0. F. M. . 


34 


turritus Ehrbg. 






106 


foliuni Duj 


34 


vannus F. M. 






100 


gigas Wrz 


35 


Fabrea Henneguy 






70 


Diophrjs Duj 


101 


salina Henn. 






70 


appendiculatus Ehrbg. . 


101 


FoUiculina Lam. 






72 


appendicuiatus Fabre 


102 


ampulla 0. F. M. 






73 


excavatus Cl. u. L. . 


103 


elegans Cl. u. L. 






73 


marina Duj. 


102 


Freia aculeata Cl. u. L. 






73 


norwegicus Quenn. . 


102 


americana Leidy . 






73 


Drepanomonas bipartita G. u. R. 


55 


ampulla Cl. u. L. 






73 


Dysteria Huxley 


45 


elegans Ci. u. L. 






.17 


aculeata Cl. u. L. . 


48- 


hirundo Kent 






73 


angustata Cl. u. L, . 


47 


obstetrica Wright 






73 


armata Huxl. 


45 


producta Wright . 






73 


compressa G u. R. . 


50 


stylifer Wright 






74 


crassa Cl. u. L. 


49 


Frontonia Ehrbg. 






50 


crassipes Cl. u. L. 


46 


fusca Quenn. 






51 


fluviatilis var. marina G. u. F 


l 50 


leucas Ehrbg. 






50 


lanceolata Cl. u. L. . 


47 


Gastrostyla Engelm. 






92 


marioni G. u. R-. 


50 


coronata G. u. R. 






93 


monostyla Ehrbg. 


46 


mystacea Stein . 






93 


pusilla Cl. u. L. 


49 


pulchra Perejasl. 






93 


salina Entz 


50 


sterkii Wall. 






93 


spinigera Cl. u. L. . 


48 


Glaucoma margaritaceum ( 


:i. u. 


L. 


55 


sulcata Cl. u. L. 


48 


pyriformis G. u. R. 






52 


Enchelyodon elongatus Cl u. L. 


15 


Gleonotrochitia Diesing 






42 


Enchelys Hill 


14 


Gonostomum Sterki 






93 


discolor- Diesing . 


13 


corsica G. u. R. 






gr 


nebulosa 0. F. M. . 


14 


mereschkowskii Andr. 




94 


tarda Bütschli 


14^ 


pediculiforme Cohn 




93 


Epiclintes Stein 


82 


Gyrocoris oxyura Stein 




74 


atnbiguus 0. F. M . 


83 


Halteria Duj 




79 


auricularis Stein . 


83' 


grandinella 0. F. M. 




TO 


radiosa Kent 


83 


pulex Cl. u. L. ... 




25 


retractilis Cl. u. L. . 


83 


rubra Lohm. 




25 


Epistylis Ehrbg 


135 


tenuicoUis Eres. . 






25 



10^ 



XIII 148 



Ciiiata, Namenregister. 



Harmodirus ovuin Perty 


33 


Helicostoma Cohn . 


65 


oblongum Cohn 


65 


Heliochona scheutenii Wal 


1. 111 


sessilis Plate 


110 


Hemispeira Fabre 


. . . 119 


asteriasi Fabre . 


120 


Hemispeiropsis König 


. 120 


comatulae König 


121 


Histrio Sterki 


96 


similis Quenn. . 


96 


Holophrya Ehrbg. . 


13 


brunnea Duj. 


13 


coleps Ehrbg. 


22 


discolor Ehrbg. 


13 


kassier! Mereschk. 


14 


maxima Daday . 


14 


oblonga Maup. . 


14 


Ovum Ehrbg. 


13 


tarda Quenn. 


14 


Holosticha Wrz. 


86 


coronata G. u. R. 


. 89, 93' 


flava Rees . 


86 


flavorubra Entz . 


87 


lacazei Maup. 


91 


multinucleata Maup. 


87 


multinucleata var. d< 


jcolor Wall. 88 


mystacea Stein . 


93 


oculata Kent 


91 


pernix Wrz. 


86 


rubra Ehrbg. 


86 


scutellum Cohn 


88 


wrzesniowskii Rees 


91 


Huxleya crassa Cl. u. L. 


49 


sulcata Cl. u L. . 


43 


Iduna sulcata Cl u. L. 


48 


Isotricha microstoma Kent 


37 


Kentrochona nebaliae Ron^ 


pel . .112 


Kerona ciliata G. u. R. 


82 


lyncaster 0. F. M. 


105 


mytilus 0. F. M. 


95 


patelia 0. F. M. . 


. 100 


pustuiata 0. F. M. 


96 


silurus 0. F. M. . 


96 


vannus 0. F. M. 


100 


Kolpoda cucuUio 0. F. M. 


38 


cucuUulus 0. F. M. 


38 


meleagris F. M. 


. . 30 


triquetra 0. F. M. 


40 


Kondyliostoma limacina B( 


)ry . 69 


Laboea Lohm. 


79 


conica Lohm. 


80 


globosa Lohm. , 


80 



Laboea strobila Lohm. . 


80 


Lacrymaria Ehrbg. . 


16u. 19 


caspia Grimm 


19 


cohnii Kent . . 


19 


coronata Cl. u. L. . 


20 


lagenuia Cl. u. L. . 


19 


olor 0. F. M. . 


20 


versatilis 0. F. M. 


20 


Lagotia atropurpurea Wright 


73 


hyalina Wright . 


73 


viridis Wright 


73 


Lagynus Quenn. 


17 


crassicollis Maup. • . 


17 


elongatus Maup. : 


15 


laevis Quenn. 


17 


ocellatus Daday 


17 


sulcatus Gruber . . . 


17 


Leiotrocha serpularum Fabre . 


119 


Lembadion Perty 


58 


bullinum G u. R. 


58 


ovale G. u. R. . . . 


61 


Lembus Cohn .... 


62 


- elongatus Cl. u. L. . 


62. 


infusionum Calkins 


62 


interniedius G. u. R. . 


62 


jl pusillus Quenn. 


63 


sarcophaga Cohn 


63 


striatus Fabre . . 


. 62 


subulätus Kent 


63 


velifer Cohn . . . . ^ 


62 


Leucophra notata 0. F. M. 


36 


Licnophora Clap. 


114 


asterisci Gruber 


114 


auerbachii Cohn 


114 


cohnii Clap. 


115 


conklini Stevens 


115 


macfarlandi Calkins . 


115 


Lionotus Wrz 


27 


anas Lev 


28 


anser Bütschli 


28 


cygnus 0. F. M. 


28 


fasciola 0. F. M. 


28 


folium Wrz 


28 


grandis Entz 


29 


lamella Andruss. 


29 


massiliensis G. u. R. 


29 


pictus Gruber . 


29 


versaviensis Wrz. 


29 


wrzesniowskii Kent 


28 


Litonotus trichocystus Stokes 


28 


Loxocephalus Eberh. 


54 


granulosus Kent 


54 


Loxodes Ehrbg. 


35 



Loxodes cucullio Duj. 

dentatus Duj. 

marinus Duj. 

plicatus Ehrbg. . 

rostrum O. F. M. 
Loxophyllum Duj. . 

armatum Cl. u. L. 

duplostriatum Maup. 

fasciola Cl. u. L. 

lamella Andruss. 

meleagris O. F. M. 

meleagris Fres. . 

pyriforme G. u. R. 

rostratum Cohn 

setigerum Quenn. 

setigerum var. armatum 

soliforme Fauret Fr 

verrucosum Flor. 
Megatricha partita Perty 
Mesodinium Stein 

acorus Stein 

balbiani Fabre 

cinctum Calkins . 

pulex Cl. u. L. 

pulex var. striata G. u. R 

rubrum Lohm. . 
Metacystis Cohn 

truncata Cohn 
Metopides contorta Quenn 
Metopus Cl. u. L. 

sigmoides Cl. u. L 

Mitra radiosa Quenn 
Nassula Ehrbg. . 

aurea Ehrbg. 

brunnea Fabre . 

divisa Alentzin 

elegans Ehrbg. •. 

flava Cl. u. L. . 

hesperidea Entz . 

microstoma Cohn 

notata O. F. M. 

oblonga Maup. . 

rubens Perejasl. 
Onychaspis Stein 

leptaspis Fres. . 

polystyla Stein . 
Onychodactylus Entz 

acrobates Entz . 
Ophrydium Bory 

versatile O. F. M. 
Ophryocerca ovum Ehrbg. 
Ophryoglena magna Maup 

panophrys Perty , 



Ciliata, Namenregister. 




XIII 149 


38 


Orthodon Gruber .... 38 


39 


hamatus Gruber 






38 


40 


Oxytricha Bory 






94 


. 106 


auricularis Cl. u. L. . 






83 


35 


capitata Perejasl. 






91 


30 


caudata Ehrbg. . 






92 


31 


crassa Cl. u. L. . 






89 


28 


ferruginea Stein 






94 


28 


flava Cohn 






86 


29 


flava var. carnea Cohr 


1 




86 


30 


gibba Duj. . 






89 


30 


kessleri Wrz. 






90 


32 


longicaudata Wright . 






83 


30 


oculata Mereschk. 






91 


32 


pellionella 0. F. M. 






94 


Calkins 32 


pernix Wrz. 






86 


32 


radians Duj. 






94 


30 


retractilis Cl. u. L. 






83 


25 


rubra Ehrbg. 






86 


25 


rubra Mob. . 






87 


26 


saltans Rees 






97 


24 


scutellum Cohn . 






87 


26 


velox Quenn. 






89 


25 . 


wrzesniowskii Meresci 


ik. 




91 


26 


Panophrys chrysalis Duj. 






50 


26 


fusca Quenn. 




' 


51 


22 


Paramaecium Hill 






56 


. 22' 


aurelia 0. F. M. 






56 


66 


caudatum Ehrbg. 






57 


65 


chrysalis Ehrbg. . 






59 


66 


colpoda Ehrbg. . 






52 


83 


cucullio Quenn. . 






52 


35 


-^ glaucum Cl. u. L. 






57 


35 


marinum Kent 






63 


37 


microstomum Cl. u. L 






36 


50 


putrinum Cl. u. L. 






57 


36 


pyriforme G. u. R. 






57 


36 


Peritromus Stein 




. ' 


8t 


36 


emmae Stein 






82 


36 


Philaster digitifonnis Fabre 






54 


36 


Placus Cohn 






54 


37 


striatus Cohn 






55 


38 


Plagiopogon Stein . 






22 


. 107 


coleps" Ehrbg. . 






22 


. 107. 


Plagiopyla Stein 






52 


108 


fusca Kent . 






51 


42 


nasuta Stein 






52 


42 


Plagiotoma lateritia Andru 


SS. 




65 


. 136 


Planiplotes Andruss. 






. 103 


. 137 


wagneri Andr. . 






. 103 


33 


Pleurocoptes Wall. . 






61 


50 


hydractiniae Wall, 






61 


50 


Pleuronema Duj. 






58 



XIII 150 



Ciliäta, Namenregister. 



Pleuronema chrysalis Ehrbg. 


58 


citrullus Cohn . . . . 


60 


coronata Kent . . . . 


59 


crassa Duj 


59 


cyclidium Cl. u. L. . 


59 


marina Duj. . . . . 


59 


Setigera Calkins 


59 


Ploesconia charon Duj. 


98 


longiremis Duj. . 


98 


patella Duj. . . . . 


100 


scutum Duj. 


104 


subrotunda Duj. . 


98 


vannus Duj. 


100 


Porpostoma Mob. . 


67 


notatum Mob 


68 


Proboscella vermina Kent 


62 


Prorodon Ehrbg. 


15 


edentatus Cl. u. L. . 


16 


griseus Cl. u. L. . . . 


16 


marinus Cl. u. L. 


16 


teres Ehrbg. 


16 


Psilotrix ovalis G. u. R. . 


97 


Pyxicola operculigera Kent 


138 


Rhabdodon falcatus Entz . 


38 


Rhabdostyla Kent . 


135 


arenaria Cuenot 


136 


arenicolae Fabre 


136 


commensalis Mob. 


135 


sertularium Kent 


127 


Scaphidiodon Stein 


41 


navicula 0. F. M. . 


41 


Schizopus norwegicus Cl. u. L. 


102 


Scyphidia Duj. . . . . 


121 


fischeri Vayssiere 


123 


patellae Cuenot 


122 


physarum Lachm. 


122 


scorpaenae Fabre 


122 


Sparotricha Entz 


92 


vexilifer Entz 


92 


Spatostyla sertulariarum Entz . 


127 


Spirochona Stein 


109 


coronata Kent . 


111 


nebalina Kent 


111 


scheutenii Stein 


111 


sessilis Plate 


. HO 


Spirostomina lucida Gruber 


82 


Spirostomum Ehrbg. 


66 


ambiguum Ehrbg. 


67 


filum Duj 


67 


lanceolatum Gruber . 


67 


teres Cl. u. L. . 


67 


virens Ehrbg. 


70 


Stentor Oken .... 


70 



Stentor auricula Gruber 


72 


cucullus Stein 


71 


mülleri Ehrbg. . . 


71 


multiformis F. M. 


70 


polymorphus 0. F. M. 


71 


roeselii Ehrbg. . 


71 


Stentorina cucullus Bory . 


71 


hyerocontica Bory 


71 


multiformis Bory . ... 


70 


stentorea Bory . 


71 


Stephanopogon Entz 


24 


colpoda Entz 


24 


Stichochaeta cornuta Cl. u. L. . 


85 


corsica G. u. R. . 


93,94 


mereschkowskii Andr. 


94 


pediculiformis Cohn . 


93 


Stichotricha Perty . 


84 


aculaeta Wrz. 


85 


gracilis Mob. 


85 


Stichotricha horrida Mob. 


86 


inquilinus Entz . 


86 


marina Quenn 


85 


marina Stein 


85 


mülleri Lachm. . 


84 


saginata Mob. . 


86 


secunda Perty 


85 


socialis Gruber . 


85 


urnula Gruber 


84 


Strombidium Cl. u. L. . 


76 


acuminatum Stein 


79 


caudatum From. 


78 


caudatum Calkins 


78 


corsicum G. u. R. . 


79 


cylindromorphum Perejasl 


79 


elegans Florentin 


79 


grande Lev. 


77 


polymorphum Eberh. . 


66 


stylifer Lev. 


78 


sulcatum Cl. u. L. . 


77 


tintinnodes Entz . 


76 


turbo Cl. u. L. . 


79 


typicum Ray Lank 


76 


urceolare Stein 


78 


var. oblonga I^Entz 


77 


Stylochona coronata Kent 


111 


nebalina Kent . . , . 


112 


,Stylonethes G. u. R. 


97 


fusiformis G. u. R. . 


97 


Stylonychia Ehrbg. . 


95 


appendiculata Ehrbg. 


101 


mytilus 0. F. M. 


95 


pulchra Perejasl. 


93 


pustulata 0. F. M. . 


96 



Ciliata, Namenregister. 



XUI 151 



silurus Ehrbg. 


95 


similis Ouenn. 


96 


Styloplotes appendiculatus Stein 


102 


appendiculatus Fabre 


102 


fresenii Rees . . . . 


102 


grandis Rees . . . . 


102 


norwegicus Quenn. 


102 


norwegicus Mereschk. 


102 


Tliuricola operculata Kent 


141 


valvata Kent . . . . 


141 


Tiarina Bergh .... 


23 I 


fusus Cl. u L. . 


23 i 


Tintinnus borealis Hensen 


138 j 


Torquatella typica Ray Lanc. . 


76 1 


Trachelius Schrank. 


33 1 


gutta Cohn 


33 


Ovum Ehrbg. 


33 j 


teres Duj. .... 


15 i 


Trachelocerca Cohn 


21 1 


olor Ehrbg 


20 ' 


phoenicopterus Cohn 


21 


sagitta Ehrbg. 


21 ; 


tenuicollis Quenn. 


28 , 


viridis Ehrbg. 


20 1 


Trachelophyllum Cl. u. L. . 


18 1 


brachjpharyux Lev. 


18 i 


pusillum Par. 


19 i 


Trichoda anibigua 0. F. M. 


. S3 i 


charon 0. F. M. 


98 ! 


cimex 0. F. M. . 


98 i 


ingenita 0. F. M. 


141 


lynceus 0. F. M. 


. 106 


navicula 0. F. M. 


41 


ovaHs 0. F. M . 


20 


patens 0. F. M. . 


69 


piscis F. M. 


92 


s. 0. F. M 


66 


transfuga 0. F. M. . 


104 


versatilis 0. F. M. 


20 


Trichodina Ehrbg. ... 


. 115 


antedonis Cuenot 


116 


auerbachii Cohn 


114 


baltica Quenn. 


• 1'6 


bidentata Fabre 


. 116 


patellae Cuenot. 


116 


pediculus 0. F. M. . 


. 116 


scorpaenae Fabre 


116 


scorpaenae Robin 


119 


tentaculata Ehrbg. 


75 


Trichopus dysteria Cl. u. L. . 


42 


Trochilia Duj. . . . 


43^ 


crassa Lev 


44 


dubia Wailengr. 


43 



Trochilia marina Mereschk. 

sigmoides Duj. . 
Urceolaria stellina Duj.. 

utriculata Bory . 
Urocentrum Nitzsch 

turbo O. F. M. . 
Uroleptus Ehrbg. 

filum Ehrbg. 

musculus Ehrbg. 

piscis O. F. M. . 

zignis Entz 
Uronema Duj. . 

digitiformis Fabre 

elegans Maup. . 

griseolum var. marina G 

marina Duj. 

marinum Mob. 

nigricans Maup. 

tortum Maup. 
Uronychia Stein 

Setigera Calkins 

transfuga O. F. M. 
Urostyla Ehrbg. 

concha Entz 

gracilis Entz 

grandis Ehrbg. . 

rufira Andruss. . 
Vaginicola grandis Perty 

operculata Lev. . 

pedunculata Eichw. 

tincta Ehrbg. 

valvata Wright . 
Vibrio anser O. F. M. 

cygnus 0. F M. 

fasciola O. F. M. 

sagitta O. F. M. . 

verminus O. F. M. 
Vorticella Linne 

alba From. . 

amphiurae Cuenot 

ampulla O. F. M. 

anomala G. u. R. 

brevistyla d'Udek. 

brevistyla var. annulata G 

campanula Ehrbg. 

citrina Ehrbg. 

claparedii Andruss 

colorata Mereschk. 

cratera Kent 

cucullus O. F. M 

hians O. F. M. 

infusionum Duj. 

lunaris Duj. 



u. R. 



45 
43 
116 
70 
57 
58 
92 
67 
92 
92 
92 

54 

54 

54 

53 

63 

54 

54 

103 

104 

104 

82 

82 

82 

82 

82 

141 

141 

141 

141 

141 

34 

28 

28 

21 

62 

123 

128 

128 

73 

128 

127 

127 

124 

125 

128 

127 

126 

71 

125 

125 

124 



XIII 152 



Ciliata, Namenregister. 



Vorticella margaritata From. 




127 


marina Greef 




123 


marina G. u. R. . 






128 


microstoma Ehrbg. 






125 


monilata Tätern 






127 


multiformis 0. F. M. 






70 


nasuta 0. F. M . 






24 


nebuHfera 0. F. M. 






123 


nebulifera Bütschli 






123 


nebulifera G. u. R. 






125 


patellina 0. F. M. 






126 


patellina Ehrbg. . 






126 


plicata G. u. R. 




\ 


128 


plicata From 






125 


polymorpha 0. F. M. 






71 


putrinum 0. F. M. 






124 


pyrum Mereschk. 






125 


sertularium Kent 






. 127 


stentorea 0. F. M. 






71 


striata Duj. . 






125 



telescopica var. marina G. u. R. 128 
utriculata O. F. M. . . 70 

Wagneria zylindroconica Alentzin . 24 
Zoothamnium Ehrbg. 129^ 

affine Stein .... 131 
alternans Cl u. L. . . 133 

arbuscula Ehrbg. . . . 132 
carcini Kent . . . .131 
cienkowskii Wrz. . . .131 
dichotomum Kent . . .131 
elegans d'Udek. ... 130 
glesnicum Cl. u. L . . . 134 
marinum Mereschk. . . .131 
mucedo Entz . . 134 

niveum Ehrbg 133 

nutans Cl. u. L. ... 130 

parasiticum Gruber . . 134 

plicatum G. u. R. . . 134 

plumosum Perejasl. . . .134 
ponticum Andruss. . . , 134